Brexit: geringerer Hebel auf GBP

Sicherheit geht vor: Der Brexit birgt Gefahren für den Finanzmarkt, vor denen Dukascopy sich selbst und seine Trader schützen will.

Wie auch immer am 23. Juni 2016 die britische Abstimmung über einen möglichen Brexit des Landes ausgeht – sie wird die Märkte bewegen. Verschiedene Broker werden daher die Hebel auf Währungspaare mit dem britischen Pfund verringern, darunter der Schweizer Forexbroker Dukascopy.

Dukascopy hat angekündigt, die Möglichkeit einer erheblich steigenden Volatilität an EU-Märkten bei den Hebeln auf Derivate zu berücksichtigen. Neben einer hohen Volatilität könnte sich die Liquidität verringern, auch steigt wahrscheinlich nach dem Brexit-Referendum das Risiko erheblicher Preisunterschiede. Währungspaare mit dem britischen Pfund können nur noch mit Hebeln bis 1:30 gehandelt werden, der GBR.IDX nur noch mit 1:10.

Die verringerten Hebel treten schon ein bis zwei Tage vor dem Referendum in Kraft, die Maßnahme soll bis zum 26. Juni 2016 oder auch darüber hinaus bestehen bleiben. Andere Banken und Broker haben ähnliche Maßnahmen angekündigt, darunter die Saxo Bank und FXCM. Auch Aktien-CFDs auf britische Titel und CFDs auf den britischen Leitindex FTSE werden betroffen sein.

Auf ein angekündigtes Szenario können sich Broker und Trader gut vorbereiten, doch es gab in jüngster Zeit auch schon regelrechte Unfälle an den Märkten. Als die Schweizer Notenbank SNB im Januar 2015 ihre vormalige Intervention am Devisenmarkt aufgab, mit der sie über einige Jahre den Kurs des Schweizer Franken vor allem gegen den Euro gestützt hatte, rauschten die Kurse schlagartig in die Tiefe, es gab bei Tradern und vor allem bei Brokern horrende Verluste. Die Maßnahme der SNB kam überraschend, Trades konnten nicht mehr wie sonst üblich abgewickelt werden. Trader konnten vielfach noch ihre Positionen schließen, wenn auch zu meistens schlechten Preisen, doch die Broker konnten eingegangene Traderpositionen nicht mehr wie sonst üblich absichern – der Interbankenmarkt war ausgetrocknet. Der Gesamtverlust aller Broker soll bei rund 100 Millionen Euro gelegen haben, es gab auch einige Pleiten.