Zukunftsaussichten der EU-Wirtschaft

Wie sieht es mit der zukünftigen wirtschaftlichen Lage der EU nach der Wahl in Frankreich aus? Alle wichtigen Informationen hier.

In einem aktuellen Blogbeitrag beim Broker eToro geht der Autor auf die Zukunft der EU-Wirtschaft nach der Präsidentschaftswahl in Frankreich ein.

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Stabilität für die EU durch Emmanuel Macron

Nachdem der liberale, keinem der großen politischen Lager zuzuordnende Emmanuel Macron (39) die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewonnen hat, atmete die EU auf – seine rechtsextreme Konkurrentin Marine Le Pen wollte den “Frexit” einleiten und Frankreich aus der NATO führen. Die Märkte atmeten ebenfalls auf, jedoch stellen sich nun ganz praktische Fragen: Wie wird Macron die französische Politik und Wirtschaft prägen? Was wird das für Auswirkungen auf die EU-Wirtschaft haben?

Positive Signale der Börse

Die anfängliche Reaktion der Märkte direkt nach Macrons Sieg fiel zwar etwas verhalten positiv aus, doch das verwunderte Beobachter nicht: Der Wahlsieg war nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen schon eingepreist worden. Der Euro erreichte nach Macrons endgültigem Wahlsieg ein Sechsmonatehoch gegenüber dem US-Dollar. Die Indizes CAC40 (Frankreich), FTSE (Großbritannien) und DAX eröffneten am Montag nach der Wahl mit einem Aufwärts-Gap.

Anschließend gaben sie durch Gewinnmitnahmen etwas nach, doch inzwischen sind die Kurse noch weiter gestiegen. Nach dem harten Brexit-Jahr für die EU und der finanziellen Instabilität durch die Schulden der schwächeren EU-Wirtschaften ging jetzt ein deutliches Aufatmen durch die Reihen der Börsianer. Das verwundert nicht, denn ein Wahlsieg von Le Pen konnte schließlich nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Vor der ersten Runde der Wahl am 23. April 2017 hatte sie zeitweise in Wählerbefragungen leicht vorn gelegen.

Wird die französische Wirtschaft jetzt wachsen?

Macron hat große Pläne für die Wirtschaft seines Landes, die in der Tat hohe Wachstumsimpulse bewirken könnten. Er will die Wochenarbeitszeit verlängern und das Renteneintrittsalter anheben, die Zuwanderung qualifizierter Ausländer erleichtern und die Freizügigkeit für EU-Bürger beibehalten. Die Herausforderungen sind allerdings sehr groß. Dennoch vertrauen die globalen Märkte offenbar Macrons Fähigkeiten und reagieren bisher (15. Mai 2015) äußerst positiv auf die Frankreich-Wahl.