FXCC Erfahrungen

FXCC hat sich in den letzten 2 Jahren fest im Forex-Trading etabliert. Wir haben den Newcomer getestet.

FXCC ist ein Forex-Broker mit dem Angebot von ECN/STP-Konten, der Firmensitz befindet sich in Limassol auf Zypern. Die Firmengründung erfolgte im Jahr 2010, reguliert wird der Broker von der zypriotischen CySEC und der britischen FCA. Finanzdienstleistungen in der EU müssen darüber hinaus nach den MiFID-Richtlinien der EU angeboten werden.

Eine Einlagensicherung der Kundengelder wird nach den Gesetzen Zyperns bis 20.000 Euro gewährleistet. Die Webseite des Brokers steht auf Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Rumänisch, Türkisch, Arabisch und Chinesisch zur Verfügung. Übrigens: XM ist als Broker eine Alternative, hier lest ihre unsere XM.com Erfahrungen.

Handelsinstrumente bei der FXCC

Die Gesamtheit der Handelsgüter fällt schmal aus, es können insgesamt 30 Währungspaare und daneben Gold und Silber gehandelt werden. Das ist selbst bei einem Fokus auf den Forexbereich außerordentlich wenig, Indizes und Aktien fehlen komplett, auch Rohstoffe wie Öl möchten sehr viele Anleger handeln. Es sind praktisch neben den Haupt-Edelmetallen nur die Majors und Minors aus dem Devisenbereich vertreten.

Handelsplattform und Sicherheit bei FXCC

Zunächst ist der Handel über MetaTrader 4 möglich, der Plattform, die alle nötigen Tools für den Handel und die Analyse mit Expert Advisors vereinigt. Die Software wurde ursprünglich für den Forexhandel entwickelt und wird heute für die gesamte Palette des Börsenhandels eingesetzt. Trader können aus dem Chart heraus Analysen erstellen, diverse Indikatoren einbinden und selbst Indikatoren entwickeln.

Mit MetaTrader 4 ermitteln Händler die Preisdynamik ihrer Finanzinstrumente, handeln manuell, halbautomatisch und mit den Expert Advisors vollautomatisch. Die „Tradingroboter“ setzen eine vorgegebene Strategie um, stoppen Positionen in jeder beliebigen Größe und an jedem Preisniveau ein und aus, folgen den Investitionen im gewünschten Abstand mit einem Trailing-Stopp und passen diesen auch an eine veränderte Volatilität an, wenn der Nutzer dies so vorgegeben hat. Dabei kann ein Expert Advisor bis zu 10.000-mal pro Sekunde handeln, was praktisch nur von der Netzanbindung und der Anbindung des jeweiligen Brokers an die Märkte abhängt.

FXCC Apps

Unterwegs Handeln mit den Apps von FXCC

Trader, die technisch versiert sind, nutzen MetaTrader 4 und die Nachfolgerversion MetaTrader 5, um sich mit der MQL-Programmiersprache ihren eigenen Expert Advisor zu erstellen und diesen immer wieder an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Das ist theoretisch natürlich auch mit einfacheren, webbasierten Programmen über die Orderarten möglich, wenn ein Trader Stop-by, Limit-Orders, Stopploss-Orders und Trailings nutzt. Allerdings ist die Programmierung über MetaTrader sehr viel komfortabler und übersichtlicher, zudem binden „normale“ Brokerprogramme keine Indikatoren ein.

Das Terminal-Interface von MetaTrader wurde so gestaltet, dass die Übersicht über ein Hauptmenü und anpassbare Symbolleisten weitestgehend vereinfacht wurde und zudem individuellen Nutzergewohnheiten angepasst werden kann. Neben Chartfenstern helfen ein Navigator, Kontoinformationen, Balance, Marginlevel und Equity (Nettoliquidationswert) dem Trader, den Überblick zu behalten.

Auf FXCC stehen zudem eine Currenex-Plattform und eine FX-API für eigene Softwarelösungen zur Verfügung, die ein signifikant schnelleres Handeln in Level II Markttiefe ermöglichen. Auch ECN/STP-Forex kann bei dem Broker gehandelt werden, die Kunden werden damit direkt an die Liquidität im Interbankenmarkt angeschlossen. Empfehlenswerterweise wird hierfür Currenex genutzt, MetaTrader 4 ist in STP relativ schwer einzubinden.

Der Broker hat eine Möglichkeit geschaffen, den MetaTrader 4 auf mobile Geräte (iPhone, iPad, Android-Smartphones) zu holen, was bei FXCC als iTrader bezeichnet wird. Auch Forex ECN/STP ist damit mobil möglich, allerdings sollte das nur in Ausnahmefällen genutzt werden, denn Smartphone-Apps mit Level II DMA gibt es aktuell (Anfang 2013) noch nicht. Die Software läuft zwar sehr stabil auf mobilen Endgeräten, aber zu langsam, sodass der ECN/STP-Vorteil im Prinzip verpufft. Die App kann auf FXCC über ein Demokonto getestet werden.

Handelskoten, Kundenservice & Banking bei FXCC

Ein Demokonto steht zur Verfügung, leider ist ohne Anmeldung nicht zu erfahren, für wie lange der Account gilt und mit wie viel virtuellem Spielgeld er kapitalisiert werden kann. Das spielt insofern eine Rolle, als dass eine Demonstration beispielsweise des MetaTraders entweder viel Spielgeld oder viel Zeit, am besten aber beides erfordert. Viele Neulinge sowohl unter den Tradern als auch unter den Brokern wissen das nicht. Gewöhnliche Marktphasen inklusive der verschiedenen Volatilitäten oder Eigenheiten eines bestimmten Marktes ziehen sich oft über ein bis zwei Jahre hin. Das war übrigens schon immer so (auch vor 50 oder 100 Jahren) und bewirkt unter anderem, dass mechanische Handelssysteme über ein Jahr und länger sehr gut funktionieren und danach über etwa denselben Zeitraum versagen können – um dann nochmals noch länger gut zu funktionieren. Und nichts anderes unternimmt ein jeder Trader mit einem Expert Advisor, er programmiert ein mechanisches Handelssystem.

FXCC Kontomodelle

Die Kontomodelle bei FXCC.

Wirklich testen kann er das aber nur, wenn er entweder viele Werte nimmt, wozu auch viel virtuelles Kapital nötig ist, oder über einen sehr langen Zeitraum testet. Wenn Sie einen Broker vorfinden, der ein Demokonto für 30 Tage mit 10.000 Euro zur Verfügung stellt, können Sie daher verzichten, hierbei handelt es sich um ein banales Lockvogelangebot oder einen Amateurbroker oder schlimmstenfalls die Kombination aus beidem.

FXCC soll jedenfalls “True ECN” anbieten, was sich in ausgezeichneten Datenfeeds niederschlägt. Bei den Livekonten kann zwischen einem Minikonto mit 100 Dollar Mindestkapital, einem ECN Standard (500 Dollar) und einem ECN Advanced (100.000 Dollar) gewählt werden. Die Hebel der kleineren Konten betragen 1:300, beim Advanced-Konto sind es 1:200, die Spreads beginnen bei 0,4 Pip. Das Konto kann mit Dollar, Euro oder Pfund kapitalisiert werden, für die Eröffnung möchte der Broker per Scan ein Personaldokument und einen Wohnsitznachweis in Form einer Stromrechnung sehen. Gebühren entstehen bei FXCC nur durch die Spreads.

Scalping ist auf allen Konten zulässig. Dieser Hinweis erscheint übrigens überflüssig, wird aber durch die Broker oft erwähnt, ebenso wie der Hinweis, dass „Hedging zulässig“ sei. Natürlich sind Scalping und Hedging zulässig, was denn sonst? Willkommen im 21. Jahrhundert.

Service, Boni und Education

Der Broker bietet einen 24-h-Support auch in Deutsch, der nach jüngsten Berichten des Jahres 2012 noch ein wenig lernen muss. Auch die Übersetzung der deutschen Webseite lässt etwas zu wünschen übrig. An Boni werden Umsatz- und Einzahlungsboni geboten, allerdings in meist monatlich wechselnden Promotionaktionen. Für die Ecucation bietet der Broker Lehrgänge für Tradingneulinge an, Infos per SMS und diverse Anleitungen zur Tradingtechnik.

Fazit zur FXCC

Der Gesamteindruck ist nicht negativ, aber es handelt sich wie bei so vielen Brokern, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, um Neulinge. Da die Handelsbedingungen nicht ausnehmend gut ausfallen und die Seite an Transparenz vermissen lässt, ist der Broker nicht unbedingt eine Empfehlung wert.