FXOpen Erfahrungen

FXOpen besticht durch hervorragende Social Tradings. Wie sich der Broker in unserem Test schlägt, erfahrt Ihr hier.

Der Forex- und CFD-Broker FXOpen gehört zur FXOpen Markets Limited mit Sitz in Charlestown, Nevis, also auf einer kleinen Karibikinsel. Eine Gruppe von jungen Tradern gründete Anfang der 2000er Jahre dort in der Karibik ein Ausbildungszentrum, erkundete die Märkte, setzte auch gelegentlich etwas Geld ein und traf sich abends unter Palmen am Strand zur After Work Party.

Alsbald beschloss man, einen richtigen Broker zu installieren, nachdem sich die jungen Leute mit der technischen Analyse und den Finanzmärkten vertraut gemacht hatten. Das Ausbildungszentrum war 2003 entstanden, der Broker FXOpen folgte 2005. Die Fachleute hatten eine wachsende Nachfrage nach fairen und transparenten Trading-Bedingungen festgestellt, die sie mit einer exzellenten Kundenbetreuung kombinieren wollten.

Ab 2006 boten sie Mikro-Konten und islamische (swapfreie) Konten an, ab 2009 konnten Trader mit dem MetaTrader 4 im Electronic Communication Network schon mit 0,1 Lot handeln, auch führte der Broker die PAMM-Technologie ein und wurde in den kommenden Jahren mehrfach ausgezeichnet. Ab 2010 konnte auf FXOpen ohne Spread gehandelt werden, das World Finance Magazine kürte den Broker unter die Top-100-Unternehmen. Auch erhielt FXOpen den Falcon Award. Solche Auszeichnungen folgten mehrfach bis 2014.

Seriosität und Sicherheit

Der Broker hält seit einigen Jahren eine britische Lizenz durch die Gründung einer Londoner Zweigniederlassung unter der FSA-Registrierungsnummer 579202. Inzwischen können Trader dort mit STP Konten handeln, auf denen schon ab 100 Dollar Einzahlung die volle ECN-Liquidität zur Verfügung steht. Auch führte FXOpen die Verifizierung und Benachrichtigungen per SMS ein, erweiterte seine verfügbaren Zahlungsoptionen und organisiert seither zusammen mit ForexCup Trading-Meisterschaften.

Seit 2014 gibt es auf FXOpen Krypto-Konten und virtuelle Finanzinstrumente (Bitcoins, Litecoins, Peercoins und Namecoins). Es wurde das Windows VPS Hosting und die Zwei-Faktor-Authentifizierung eingeführt, um die Sicherheitsmerkmale zu erhöhen.

Handelsplattformen und -optionen

Zunächst einmal können alle Kunden den MetaTrader 4 nutzen, den über 70 % der Forex-Broker anbieten und auf dem rund 90 % aller Forex-Transaktionen von privaten Tradern durchgeführt werden. Seit 2009 bietet FXOpen als erster Broker seinen Kunden das ECN-Trading mit direktem Zugang zur Interbankenliquidität über das MetaTrader 4 Terminal an. Hierfür ergänzte und erweiterte der Broker die normalen MT4-Funktionen durch den hauseigenen Liquiditätsaggregator, der die fehlerfreie Order-Ausführung zu Bestpreisen garantiert. Für Mikro- und STP-Konten bietet FXOpen eine gesonderte Version des MT4 an. Die Vorteile sind überwältigend:

  • Manuelles Trading ist direkt aus dem Kursdiagramm heraus möglich. Orderarten sind zum Beispiel Pending, Markt, Take Profit, Trailing und Stop Loss. Es stehen drei Arten der Ausführung bereit, die sofortige Ausführung, die Ausführung auf Anfrage und die Markt-Ausführung.
  • Automatisches Trading funktioniert über Expert Advisors und vorgefertigte Scripts, vorhandene und benutzerdefinierte Indikatoren sowie Scripts, die auf der eigenen Trading-Strategie basieren.
  • Diagramme werden als Linien, Balken oder Kerzen dargestellt, es gibt benutzerdefinierte Diagrammeinstellungen und einen Tick-Chart.
  • Für die Analyse sind 50 Indikatoren vorinstalliert, hinzu kommen Grafik-Tools für die technische Analyse, ein Angebotsverlauf-Center, News und ein Strategie-Tester.
  • MQL ist die einfache, dabei sehr leistungsstarke Programmiersprache des MT4 für das Erstellen von Scripts, Indikatoren und Expert Advisors.

Für das mobile Trading können sich die Trader iOS- und Android-Versionen des MT4 herunterladen. Dafür stehen anschließend Apps zur Verfügung. Die mobilen Versionen bieten grundlegend dieselben Funktionen wie das MetaTrader 4 Terminal für Desktopcomputer. Trader können mobil

  • Pending- und Markt-Orders platzieren,
  • technische Indikatoren für die Analyse nutzen,
  • interaktive Diagramme verwenden,
  • ihren Kontoverlauf und die Kontoauszüge ansehen,
  • detaillierte Informationen zu offenen Trades verfolgen sowie
  • Push-Benachrichtigungen zu wichtigen Ereignissen erhalten.

Es gibt auch einen gesonderte FXOpen-Trader für Androidgeräte. Für alle Versionen ist ein Download erforderlich. Tools für Trader dienen dem effektiven Risiko-Management, auf FXOpen können Trader präzise Kalkulationen von Pip-Werten, Margins und SWAPs vornehmen.

Das One-Click-Trading ist ohnehin im MetaTrader integriert, hinzu kommt bei FXOpen ein Level2 Plug-in. Damit ist es möglich, mit nur einem Mausklick eine Order zum Bestpreis aufzugeben. Zudem können die Trader die Markttiefe in fünf Stufen einsehen. Weitere Tools sind ein Wechselkurs- und ein Gebührenrechner.

Nicht zuletzt hat FXOpen den ZuluTrader installiert. Hierbei handelt es sich um eine automatische Handelsplattform für das Social Trading. Die Follower können die Signale erfolgreicher Forex-Trader einfach spiegeln, das Meta Trader Konto öffnet und schließt die Trades automatisch.Auch ein extra Mirror Trading wurde eingerichtet, das im Prinzip genauso funktioniert. Bei FXOpen heißt die entsprechende Anwendung Myfxbook AutoTrade.

Demokonto & Ausbildungprogramm

Trader können bei FXOpen ein kostenloses Demokonto einrichten, das funktioniert ohne Dokumente oder persönliche Finanzdaten. Ein gesondertes, umfangreiches Schulungsprogramm gibt es über die Erläuterungen auf der Webseite hinaus nicht, dafür die PAMM-Technologie. Diese Percentage-Allocation Master Module erlauben es den Kunden, einem Master-Trader zu folgen, der seine eigenen Trades und die des Followers über das PAMM managt. Dazu findet eine strikte Trennung der hierfür verwendeten Einlagen statt.

FXOpen-pamm-system

Die PAMM Technologie anschaulich

Virtuell werden allerdings die Master- und Slave-Gelder zusammengelegt. Das bedeutet: Der Master platziert beispielsweise einen Scalping-Trade und steigt nach wenigen Pips wieder aus. Das könnte sich durch Spreads und/oder Gebühren für ein geringer kapitalisiertes Konto nicht lohnen, durch die virtuelle Zusammenlegung der Order hingegen schon.

Banking, Service & Support

Kunden können mit dem Support per Mail, Chat und über eine deutsche Telefonnummer Kontakt aufnehmen, darüber hinaus können sie ein Ticket für einen Rückruf ziehen. Für das Banking stehen mehrere Konten zur Verfügung:

  • Mikro-Konten mit Market-Maker-Ausführung können schon mit einem Euro Einzahlung eröffnet werden, die Transaktionsgrößen und Margins sind sehr klein. Die Konditionen entsprechen denen der STP-Konten.
  • STP-Konten bieten die Vorteile einer ECN-Marktausführung ab 10 Euro Startguthaben. Die „Straight Through Processing“ Konten leiten Orders blitzschnell durch, STP-Spreads sind dabei variabel. Sie werden nach den im FXOpen-ECN verfügbaren Orders berechnet. Die minimale Transaktionsgröße beginnt bei 0,01 Lot, sie kann in 0,01 Schritten erhöht werden. Der Hebel für Konten unter 25.000 Dollar Einlage beträgt 1:500.
  • Krypto Konten erlauben den Handel der virtuellen Währungen Bitcoin, Litecoin, Peercoin und Namecoin gegen Euro oder US-Dollar. Der Liquiditätsanbieter der Kryptowährungen ist BTC-e, der Handel findet im Electronic Communication Network gegen andere Marktteilnehmer statt.
  • ECN Konten greifen direkt auf einen riesigen Liquiditätspool zu und erlauben daher auch Orders mit großen Volumina. Hier werden variable Interbank-Spreads angeboten, FXOpen schlägt keine zusätzlichen Pips auf. Jedoch wird wie üblich eine Provision in Dollar pro Million Umsatz erhoben. Die Mindesteinzahlung beträgt hier 1.000 Euro oder Dollar.

Als Zahlungsmöglichkeit stehen die Banküberweisung in unterschiedlichsten Währungen, Kreditkartenzahlungen und diverse eWallets zur Verfügung, für europäische Trader sind hierbei WebMoney, Skrill und Neteller interessant. Der Broker bedient alle Zahlungsvarianten rund um den Globus. Auszahlungen sind mit Gebühren belegt, bei Überweisungen sind es 30 Euro, bei Kreditkarten 2,5 % (auch Einzahlungen kosten 1,5 %) und bei eWallets kleine Gebühren zwischen 0,8 – 6,0 % (für Skrill 2.29 % + 22 Eurocent, für Neteller 2,5 % + 29 Dollarcent).

Fazit zu FXOpen

Der Broker hat sich offensichtlich in den letzten zehn Jahren zu einem seriösen Anbieter entwickelt und ist technisch ausgezeichnet aufgestellt. Lediglich einen echten WebTrader dürften die Kunden vermissen, der Trend geht aber allgemein in diese Richtung. Downloads gelten als überholt, weil Menschen heutzutage den Rechner oft wechseln und weil es beispielsweise das Chromebook gibt, auf dem solche Downloads überhaupt nicht funktionieren.

Auch ihr Smartphone wechseln die Menschen so oft, dass sie sich nicht laufend eine neue MetaTrader-Version herunterladen möchten. Das wäre also ein Manko, das aber auch viele andere Broker aufweisen. Der Bereich des Social Tradings wiederum ist mit dem Zulu- und dem Mirror-Trader sowie der zusätzlichen PAMM-Technologie ganz hervorragend aufgestellt, obwohl der Broker das eher nebenbei vermerkt. Trader sollten sich diese Tools unbedingt anschauen.

Ein Demokonto gibt es, ein Ausbildungsprogramm praktisch nicht. Das Banking ist wiederum sehr freundlich, differenziert und großzügig angelegt, nur die Auszahlungsgebühren belegen wir an dieser Stelle mit harscher Kritik und weisen die Kollegen von der Karibik an dieser Stelle darauf hin, dass sie hier noch nachbessern müssen. Ansonsten wischen sie sich irgendwann die Nase. Solche Gebühren sind bei Forexbrokern vollkommen unüblich.