JFD Brokers Erfahrungen

JFD Brokers bietet gute Trading-Funktionalitäten. Welche Vorteile das hat, klärt unser Test.

JFD Brokers ist ein zypriotisches Unternehmen mit einer ultimativen Online-Tradingumgebung, die sich an erfahrene Privatinvestoren und sehr stark an institutionelle Partner richtet. Der Broker, den es seit 2011 gibt, bietet hervorragende Trading-Funktionalitäten, eine große Marktreichweite und höchste Liquidität, sehr schnelle Ausführungsgeschwindigkeiten und extrem wettbewerbsfähige Trading-Gebühren.

Die Plattform ging 2011 nach 18 Monaten proprietärer Entwicklung an den Start. Ende 2015 konnten Kunden aus insgesamt 60 Ländern von fünf Kontinenten geworben werden. Zu den Technologien gehören Expert Advisors, Black Boxes und Quants, HFT Strategien und ein MT4 Multi Account Terminal.

Sämtliche Kunden – auch Privattrader mit kleinen Konten – profitieren von STP/DMA Marktzugängen, die in einem breit aufgestellten Multi-Asset Angebot zusammengefasst werden. Der direkte Marktzugang erfolgt per Smart Order Routing zu 80 Börsen und 15 Tier1 Banken. Der Matched Principal Broker betreibt kein Market Making und kann an seine Kunden niedrigste Tradingkosten weitergeben. Das Einnahmemodell basiert auf Kommissionen.

Das Gesamtangebot umfasst Margin Trading, High Frequency Trading, Vermögensverwaltung, quantitative Systeme, CFDs und auch den Handel mit physischen Devisen.

JFD Brokers Fakten

Alle Fakten auf einen Blick.

Auf die Gleichbehandlung von privaten Tradern und institutionellen Investoren legt JFD Brokers sehr viel Wert. Neben dem Hauptsitz in Zypern gibt es eine Niederlassung in Bulgarien und einen starken Marktauftritt im deutschsprachigen Raum.

Die meisten Kunden von JFD Brokers agieren mit größeren Konten (50 % aller Konten im Bereich zwischen 20.000 und 500.000 Euro), auch entfallen die Umsätze etwa hälftig auf CFDs. Der Broker wird durch ein sehr qualifiziertes Management Team geführt, auch die Technologie kann sich sehen lassen: Die hauseigenen HFT-Systeme schaffen bis 50.000 Trades pro Sekunde.

Seriosität und Sicherheit

Das Unternehmen JFD Brokers Ltd. hält eine CySEC-Lizenz nach den MiFID-Richtlinien der EU und gleichzeitig Lizenzen bei der französischen ACP sowie bei der britischen FCA und der deutschen BaFin. Damit folgt der Broker der strengen europäischen Regulierung, die Kundengelder werden durch die Mitgliedschaft im zypriotischen ICF geschützt. Diese sichert Einlagen gegen eine Brokerinsolvenz bis 20.000 Euro zu mindestens 90 % ab. Die europäischen Lizenzen bevollmächtigen den Broker, im gesamten EU-Gebiet seine Dienstleistungen anzubieten.

Die jährlichen Bilanzen erstellen führende Wirtschaftsprüfer in Zypern. Die Eigenkapitalausstattung des Brokers übersteigt nach eigenen Angaben die regulatorischen Mindestanforderungen. Sicherheit für die Kunden entsteht auch durch das 100 % DMA/STP Agentur-Modell, bei dem der Broker Orders lediglich gegen eine Kommission an die Börsenplätze weiterleitet und nicht als Market Maker Gegenpositionen einnimmt. Damit sind sämtliche Manipulationen ausgeschlossen, die es nach Aussage von JFD Brokers bei Market Makern geben kann.

JFD Brokers verweist darauf, dass Market Maker, die selbst Wertpapiere – in der Regel CFDs – an ihre Kunden verkaufen und diese von ihnen zurückkaufen, in der permanenten Versuchung stehen, durch die Verluste ihrer Kunden Gewinne zu erwirtschaften.

Normalerweise sollten sie sich gegen jede Kundenposition mit einer Gegenposition hedgen und nur durch den Spread verdienen, doch das kann in der Praxis niemand überprüfen. Der Broker kann als Market Maker also überwiegend auf das Hedging verzichten und darauf vertrauen, dass die Mehrheit seiner Trader verliert, er also ohne Hedging ordentlich gewinnt. Das ist ihm nicht einmal verboten, führt aber zur krassen finanziellen Schieflage, wenn doch einmal die Mehrheit der Kunden gewinnt. Daher unterliegen Market Maker strengsten Auflagen durch die Regulierungsbehörden.

JFD Brokers verzichtet von vornherein auf dieses Modell, kommuniziert das auch lautstark und benennt im selben Atemzug eine Reihe von Market Makern, bei denen es zu einer Schieflage kommen könnte. Allerdings ist diese bloße Aufzählung kein Beweis dafür, dass diese Broker zumindest teilweise wirklich auf das Hedging verzichten. Wir wollen daher diese Aufzählung nicht wiederholen.

Einen breiten Raum widmet JFD Brokers der Vorstellung seines Managements, das aus Technologie- und Finanzexperten besteht. Es sind darunter auch in der deutschen Traderszene bekannte Namen wie Lars Gottwik, der sich schon in den frühen 2000er Jahren einen Namen als Trader und Schulungsleiter beim deutschen Portal Godmode-Trader gemacht hat und nun als Partner bei JFD Brokers eingestiegen ist. Unserer Redaktion ist Lars Gottwik gut bekannt, seine Expertise ist in der Tat unstrittig.

Handelsplattformen & -optionen bei JFD Brokers

Der Broker setzt den MetaTrader 4 als Handelsplattform ein und bietet auf dieser Basis den Handel verschiedenster Assetklassen an (insgesamt neun Klassen). Der Aktienhandel umfasst über 500 Werte, die mithilfe des direkten Marktzugangs (Direct Market Access) zu den Börsenplätzen XETRA (Deutsche Börse), London Stock Exchange), CHI-X, Turquoise, BATS, Euronext Amsterdam und Paris, Virt-x, NYSE, NASDAQ und weiteren Börsen auch aus Asien und dem Nahen Osten ermöglicht.

JFD Brokers Heatmap

Auf der Heatmap werden die aktuellen Spreads der beliebtesten Werte übersichtlich angezeigt.

Die Orders der Trader gelangen direkt an den jeweiligen Börsenplatz ins Orderbuch. Das ist allerdings ein Modell, das auch bei deutschen Discountbrokern üblich ist. Das Market Maker Modell wird vorrangig von CFD-Brokern vertreten, deren Wertpapiere auf Börsenplattformen gar nicht erst publiziert werden. Immerhin bietet JFD Brokers seinen Tradern das moderne Bridging & Smart Order Routing an, das den Vergleich zwischen Spreads auf einzelnen Märkten ermöglicht.

Neben den Aktien können die Kunden aktuell 11 Rohstoffe, 16 Indizes, Gold und Silber, vier Anleihen sowie 65 Währungspaare handeln. Spreads können schon ab 0 Pips beginnen, der Broker selbst verdient über ein für den Kunden günstiges Kommissionsmodell. Die Halfturn-Kommission für ein Minilot beträgt beispielsweise 40 Dollarcent, das ist wirklich sehr günstig. Der MetaTrader 4 ist eine hoch entwickelte Handelsplattform, die den Handel aus dem Chart, den Einsatz vieler Indikatoren und das Handeln per Expert Advisor (automatisches Handelsprogramm) ermöglicht.

Auf den MT4 können die Trader auch mobil zugreifen. Dabei stehen die üblichen Ordermöglichkeiten wie At Market, Buy & Sell-Limits, Buy & Sell Stops sowie Take Profit zur Verfügung. Auch der Zugriff auf das eigene Tradingkonto ist mobil möglich.

Demokonto und Ausbildungsprogramm

Trader können sich ein Demokonto einrichten und von einem umfangreichen Ausbildungsprogramm profitieren. Dazu gehören Power Webinare, deren Themen viel Technik zur Plattform umfassen, daneben Market Research, das Indextrading, einen Devisenradar, das Lesen von Candlesticks und vieles mehr.

Übrigens greift JFD Brokers auf das Webinarprogramm von Godmode-Trader zu, was durch den Kontakt mit Lars Gottwik naheliegend ist. Der Broker betreibt auch einen eigenen YouTube-Channel für die Ausbildung der Trader.

Banking, Service und Support bei Smart-Markets

Trader können sich ein Konto einrichten, das mit mindestens 500 Einheiten (Dollar, Euro, Pfund) kapitalisiert werden muss. Die höchste Einzahlung pro Tag beträgt per Safecharge 2.000 Dollar, per Union Pay 16.300 Dollar.

Der Broker selbst erhebt für Ein- und Auszahlungen keine Gebühren, diese entstehen aber vonseiten der Kreditkarten- oder eWallet-Anbieter, manchmal auch bei Banken. Wer die beiden Partnerunternehmen Safecharge oder Union Pay nutzt, muss mit Kosten zwischen rund vier bis 22 Euro pro Transaktion rechnen, wobei Einzahlungen kurioserweise deutlich höher belastet werden als Auszahlungen.

JFD Brokers Spreads

Im Vergleich schneidet JFD Brokers bei den Spreads sehr gut ab (zumindest laut eigenen Angaben).

Kunden können sehr gern auch von einem eigenen Referenzkonto aus Überweisungen tätigen oder auf dieses Konto auszahlen lassen, das müsste dann kostenlos möglich sein. Die Gebühren für Kreditkarten und eWallets können unter Umständen bei ein bis zwei Prozent des Zahlbetrages liegen. Zahlungen sind in einer beliebigen Währung möglich.

Die Auszahlung per Banküberweisung muss über ein Formular beantragt werden, das Kunden ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben, einscannen und dann an den Broker mailen müssen. Das erscheint sehr unkomfortabel und wirkt abschreckend.

Komfortabler ist das JFDs Online-Zahlungssystem per Safecharge, allerdings ist es mit Gebühren verbunden. Der Kontakt mit dem Broker ist per Mail, Chat und über eine deutsche Hotline (Montag bis Freitag von 07.30 bis 22.00 Uhr) möglich.

Fazit zu JFD Brokers

Der Broker ist gut reguliert, wirkt seriös, in seiner Kommunikation aber sehr emotional. Seitenhiebe auf die Konkurrenten aus der Branche sind ansonsten eher ungewöhnlich. Technisch ist JFD Brokers mit dem MetaTrader gut aufgestellt, die Technik wird auch sehr stark betont. Es ist allerdings nicht ersichtlich, ob der MT4 heruntergeladen werden muss oder browserbasiert zur Verfügung steht, Letzteres wäre die modernere Lösung.

Auch ist nicht erkennbar, für welche Mobilprogramme eine App zur Verfügung steht (Android, iOS, Windows Phone, BlackBerry?), was ebenfalls als Manko erscheint. Zugunsten von JFD Brokers wollen wir annehmen, dass der Anbieter auf den bewährten MetaTrader 4 fokussiert, dieser aber wahrscheinlich herunterzuladen ist.

Der Assetindex ist gut ausgebaut und übertrifft das Angebot der meisten Forex- und CFD-Broker. Zu beachten ist, dass CFDs ausdrücklich nicht kommuniziert und wahrscheinlich auch nicht angeboten werden, was die krasse JFD-Kritik an den Market Makern erklären würde: CFD-Broker sind durchweg Market Maker. Für die Trader bedeutet das nun, dass sie ganze Aktienpakete, Futures und Forex-Lots (hier: ab Mini-Lot) handeln und auf die Hebelwirkung von CFDs verzichten müssen. Das würde wiederum erklären, warum überwiegend institutionelle Investoren bei JFD Brokers handeln, die ohnehin etwas mehr Kapital in die Hand nehmen.

Auch ist das Ausbildungsprogramm nicht unbedingt für absolute Einsteiger geschaffen worden, an die sich dieser Broker daher wohl kaum richtet. Wir empfehlen ihn erfahrenen Privattradern mit genügend Kapital sowie institutionellen Anlegern.