Smart Markets Erfahrungen

Dieser Anbieter ist kein Broker, sondern eine Trading Company. Welche Vorteile das hat, klärt unser Test.

Der Forex- und CFD-Broker Smart-Markets gehört zur gleichnamigen Düsseldorfer GmbH, die ihren Tradern mit der AT Pro (Installationssoftware), der Advantage Web, dem MetaTrader 4 und Apps für Mobilgeräte umfangreiche Möglichkeiten des Handels anbietet. Es handelt sich bei Smart-Markets um eine 2010 gegründete Trading-Company, keinen Broker. Der Anbieter will die beste Kundenbetreuung dadurch garantieren, dass er mit einer Reihe von sehr guten, regulierten Brokern zusammenarbeitet.

Das Unternehmen wurde von Tradern für Trader gegründet und unterstützt daher deren Ziele vollumfänglich. Zum Ausbildungsprogramm gehören viele Live-Trading-Webinare, in denen die Smart-Markets Trader ihr persönliches Können beweisen und damit ihren Kunden die Chance geben, den Handel unmittelbar und mit Echtgeld nachzuvollziehen.

Die Konto-Sicherheit wird dadurch gewährleistet, dass Smart-Markets die Kundengelder segregiert, also getrennt verwahrt, und sie per staatlicher Einlagensicherung schützen lässt. Auch ist die Plattform technisch sicher verschlüsselt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Trader-Ausbildung, der Strategieentwicklung und in diesem Rahmen auch auf Individual-Schulungen. Zudem verspricht der Anbieter eine Best-Preis-Garantie, fixe Spreads ohne Mindestabstand und eine positive Slippage. Scalping ist bei Smart-Markets erlaubt.

Seriosität und Sicherheit

Smart-Markets ist praktisch eine Brokeragentur, leitet also die Trades an Broker weiter. Dabei werden nur Broker gewählt, die über entsprechende gesetzliche Regulierungen verfügen. Der wichtigste Partnerbroker ist CityIndex, er gehört zur GAIN Capital Holdings, die an der NYSE unter GCAP notiert ist und 1983 in Großbritannien entstand.

Smart Markets Konditionen

Der Broker Smart Markets bietet gute Konditionen.

Gegenwärtig (2016) gibt es neben dem britischen Hauptsitz Niederlassungen in Australien, Singapur, China, Dubai und Polen. Die Kunden kommen aus mehr als 50 Ländern der Welt, monatlich wickelt allein dieser Broker mehr als zwei Millionen Handelsgeschäfte ab. Er ist bei der britischen Finanzaufsicht FCA unter der Nummer 113942 zugelassen. Smart-Markets ist bei der BaFin registriert. Der Hauptbroker unterliegt der britischen Einlagensicherung bis zu 50.000 Pfund pro Kundenkonto über das Financial Services Compensation-Scheme.

Handelsplattformen & -optionen bei Smart-Markets

Der Broker bietet mehrere Handelsplattformen an. AT Pro ist eine selbst entwickelte Download-Plattform mit einem hervorragenden Chart-Tool, das den Handel aus dem Chart ermöglicht. Mehr als 100 Indikatoren sind vorinstalliert, auch Alarme kann sich der Trader einstellen. Außerdem bringt AT Pro vorgefertigte Handelsstrategien mit, welche der Anleger mit wenigen Mausklicks an seinen Stil anpassen kann. Sie laufen dann automatisch als Expert Advisors ab.

Wer selbst Alarme und eigene Handelssysteme programmieren möchte, kann das über die Programmiersprachen C#, Visual Basic oder .NET realisieren. AT Pro läuft auf Windows-Rechnern ab Win 7, es werden 2 GB RAM und ein 3,4 GHz Prozessor benötigt, dazu ein freier Speicherplatz von 200 MB und das MS Framework 4.0 mit seinen Servicepaketen. Für den rein webbasierten Handel steht Advantage Web zur Verfügung, damit können Trader Devisen und CFDs auf einer Plattform handeln. Zu den Funktionen gehören

  • One-Click-Handel aus dem Chart,
  • persönliches Layouting,
  • Watchlisten und
  • Multi-Charting.

Auf die Plattformen können Trader auch mobil mit iOS- und, Android-Devices, einem Windows Phone oder einem BlackBerry zugreifen. Die meisten Funktionen stehen auch mobil zur Verfügung, darunter Charts, Indikatoren, verschiedene Orderarten und Alarme. Die persönlichen Zugangsdaten bleiben bei der mobilen Nutzung dieselben.

Schließlich bietet Smart-Markets auch den bewährten MetaTrader 4 zum Download an. Der MT4 ist inzwischen sehr bekannt, er bietet vorinstallierte Indikatoren und Expert Advisors, den One-Click-Trade aus dem Chart, persönliches Layouting und die Option, über die Programmiersprache MQL4 eigene Programme zu schreiben.

Smart-Markets bietet für den Forexhandel Hebel zwischen 400:1 bis 20:1 an, auch können Trader eine Preistoleranz festlegen. Damit bestimmen sie in einer turbulenten Marktphase die maximale Preisabweichung, anschließend greift ein automatischer Stopp. Der Assetindex umfasst über 12.000 Werte aus den Anlageklassen Forex, Aktien, Indizes und Rohstoffe.

Zur Demonstration stellt Smart-Markets für unangemeldete Besucher der Webseite einige CFDs auf den Dax, den Dow Jones, den FTSE 100 und den S&P 500 vor, außerdem werden noch sieben Major-Währungspaare aufgelistet. Hierbei geht es um beispielhafte Spreads, die in der Tat sehr klein sind. Die fixen CFD-Spreads beginnen bei 0,4 Punkten (Indizes) oder einem Pip (Forex).

Für die Orderausführung gibt es eine Preisverbesserungstechnik, um auftretende Slippage im positiven Fall an den Kunden weiterzugeben. Slippage (Differenz zwischen Orderkurs und Ausführung) kann negativ, aber auch positiv ausfallen, viele Broker geben nur die negative Slippage an den Kunden weiter. Bei Smart-Markets können Trader die negative Slippage begrenzen. Das ist wichtig, weil Märkte so volatil mit einem so starken Momentum sein können, dass eine Slippage durchaus über 30 Punkte betragen kann. Des Weiteren bietet Smart-Markets garantierte Stopps an, allerdings nicht für alle Werte. Sie müssen zudem über den Support gesondert gebucht werden.

Demokonto und Ausbildungsprogramm

Trader können für jede der Handelsplattformen ein Demokonto einrichten, erhalten dann – offenbar ohne Zeitbegrenzung – reale Kurse für ihren virtuellen Handel und außerdem ein persönliches Coaching. Für die Traderausbildung gibt es Webinare durch die Trader von Smart-Markets, die selbst aktiv handeln. Teilweise werden in den Webinaren Grundlagen der Märkte und des Handels erörtert, teilweise können Trader am Live-Trading der Profis teilnehmen. Das ist sehr zu empfehlen, eine bessere Ausbildung gibt es praktisch nicht.

Smart Markets Handelsplattformen

Allzeit bereit: Smart Markets begleitet euch mit seinen Handelsplattformen überall hin.

Der Webinarleiter gibt in solchen Fällen direkt bekannt, wie er selbst positioniert ist, Trader können das mit dem eigenen Konto nachvollziehen. Natürlich kann es dann auch Situationen geben, in denen ein Webinarleiter nicht handelt, weil nicht in jedem Markt ein gewinnbringender Handel möglich ist – auch das ist eine wertvolle Lektion für hyperaktive Einsteiger.

Auf umfangreiche Erörterungen, E-Books oder Videos verzichtet Smart-Markets allerdings. Möglicherweise geht der Anbieter davon aus, dass es die Erläuterungen zu den Handelsgrundlagen schon so umfassend im Netz gibt, dass sie sich im Rahmen eines Brokerangebots erübrigen.

Banking, Service und Support bei Smart-Markets

Der Anbieter ist per Mail und eine Düsseldorfer Telefonnummer zu erreichen, als Handelskonto steht eine Variante ohne Mindestkapitalisierung zur Verfügung. Das Konto wird in Großbritannien geführt, die Einzahlung kann per Überweisung oder Kreditkarte in Euro erfolgen. Auszahlungen erfolgen per Knopfdruck ohne Limit oder Gebühren, allerdings stets auf demselben Weg wie die Einzahlung – also entweder auf ein Bank- oder auf ein Kreditkartenkonto des Kunden.

Der minimale Abhebungsbetrag liegt bei 50 Euro, ab 5.001 Euro ist vor der Auszahlung der Support zu kontaktieren. Da die Konten durch den britischen Partnerbroker geführt werden, muss sich der Trader um seine Kapitalertragssteuer selbst kümmern. Bei deutschen Brokern würde diese direkt ans Finanzamt (Abgeltungssteuer) als anonyme Quellensteuer überwiesen werden.

Fazit zu Smart-Markets

Zu beachten ist bei diesem Anbieter, dass es sich um eine Agentur und keinen selbstständigen Broker handelt. Kommuniziert wird zwar auf der Webseite, dass man mit mehreren seriösen, regulierten Brokern zusammenarbeiten möchte, doch bislang – Januar 2016 – scheint es tatsächlich nur den einen Partnerbroker CityIndex aus London zu geben.

Das ist natürlich nicht schlimm, es wirkt höchstens etwas kurios. Möglicherweise handelt es sich um einen auf den deutschen Markt fokussierenden Vertriebskanal der britischen GAIN Capital Holdings. Die Webseite von Smart-Markets wirkt insgesamt sehr abgespeckt, das erscheint sympathisch, lässt aber Fragen offen. Wie groß der Assetindex wirklich ist, konnten wir erst nach längerem Suchen feststellen, dabei ist für unangemeldete Besucher kein Überblick über die vorhandenen Assets möglich.

Es bleibt das Fazit, dass es sich bei Smart-Markets offenbar um den Versuch handelt, ein Brokerangebot einmal auf transparente Weise zu kommunizieren und außerdem über einen inländischen Partner zu präsentieren. Angesichts der spärlichen deutschen Angebote auf diesem Markt ist dieser Versuch durchaus zu begrüßen, zumal die Konditionen gut ausfallen.