XForex Erfahrungen

Keine deutsche Lizenz, aber dafür praktisch jede andere in Europa. Was das bedeutet, klärt unser Test.

XForex ist ein australischer Forex- und CFD-Broker mit Hauptsitz in Sydney, der als innovatives internationales Unternehmen von Forex-Händlern, Technik- und Finanzexperten gegründet wurde. Der Broker setzt eine eigene Online-Handelsplattform ein, die auf sehr viel Zuspruch stößt und speziell für das Devisengeschäft konzipiert wurde.

Die Gründung erfolgte erst nach 2012, anschließend wuchs der Broker rasant und beschäftigt Ende 2015 schon mehrere Hundert Mitarbeiter. Kunden aus über 140 Ländern greifen auf die Plattform zu, auch hat der Broker Geschäftsstellen in namenhaften Finanzzentren auf der ganzen Welt eingerichtet. Der Erfolg basiert ganz sicher auch darauf, dass erfahrene Händler an der Entwicklung der Handelsplattform beteiligt waren. Diese sind mit den Bedürfnissen von Tradern bestens vertraut.

Die Profit versprechende Kombination besteht aus kompromissloser Professionalität in allen Finanzfragen und Flexibilität beim Online-Handel. Der Broker bietet seinen Kunden ständig aktualisierte Finanzmarktnachrichten an, der Support ist 24/5 erreichbar. Auch punktet der Anbieter mit niedrigen Spreads und bester technischer Unterstützung. Die Software erfordert keinen Download und steht auch mobil zur Verfügung.

Die Informationsinstrumente von XForex richten sich an Handelseinsteiger ebenso wie an fortgeschrittenere Trader, auch Systeme zur professionellen Marktanalyse gehören dazu. Für Schulungen stehen Videos und Informationspakete zur Verfügung. Hinzu kommt auf Wunsch ein persönliches Markttraining. Die Handelsplattform von XForex ist sehr sicher und entspricht den jüngsten technischen Standards.

Seriosität und Sicherheit

Das zuverlässige, renommierte Handelsunternehmen ist sowohl durch die australische Finanzaufsicht als auch durch diverse weitere Behörden reguliert und verfügt über die entsprechenden Lizenzen. Damit hält der Broker weltweit die strikten Richtlinien für Finanzmarktgeschäfte ein, die in Europa durch die MiFID-Richtlinien der EU definiert werden. Dazu gehören auch die Sicherheit der Kundengelder und die Finanzberichterstattung.

In Australien hält der Broker eine ASIC-Lizenz (Australian-Securities and Investment Commission) unter der Nummer AFSL 343628 / ACN 140899 476, in Europa wurden Lizenzen durch alle beziehungsweise alle wichtigen Finanzmarktbehörden vergeben.

Dazu gehören die britische FCA, die Banque de France, die in Frankreich die Finanzaufsicht innehat, die spanische CNMV, die italienische CONSOB, die dänische FSA, die polnische PFSA, die schwedische FI, die niederländische AFM, die belgische FSMA, die FMA in Liechtenstein, die luxemburgische CSSF, die slowakische NBS, die litauische LSC, die slowenische SMA, die Finantsinspektsioon von Estland, die bulgarische FSC, die tschechische CNB, die finnländische FIN-FSA, die portugiesische CMVM, die österreichische FMA, die ungarische MNB und last, not least die zypriotische CySec.

Die deutsche BaFin fehlt hingegen, was uns rätseln lässt und Fragen über Fragen aufwirft. Aber die Einlagen der Kunden sind sicher, sie werden bei renommierten europäischen Depositenbanken verwahrt.

Handelsplattformen und -optionen

Der Broker bietet über seine webbasierte Plattform den Handel mit Aktien-, Rohstoff- und Index-CFDs, Forexpaaren und auch Bitcoin-CFDs an.

Es werden keine Kommissionen verlangt, der Handel findet mit festen Spreads statt, die bei Forexwerten schon mit drei Pips auf Majors beginnen. Trader können automatische Gewinn- und Verluststopps festlegen sowie Profidiagramme und Videoanleitungen nutzen sowie über 70 Devisenpaare per CFD mit Hebelwirkung (bis 1:400) handeln. Bei Index- und Rohstoff-CFDs reicht der Hebel bis 1:200. Im Rohstoffsektor werden Metalle, Energie- und Agrarrohstoffe angeboten.

XForex Bitcoin Konditionen

Die Konditionen für den Handel mit Bitcoins.

Der Handel mit Bitcoins dürfte auf sehr viel Interesse stoßen, die Wechselkurse der virtuellen Währung gegen den US-Dollar und den Euro sind sehr volatil und basieren auf dem lebhaften Handel, dessen Volumen stetig zunimmt. Das dürfte auch daran liegen, dass die Bitcoins elektronisch limitiert sind, mehr als 21 Millionen BTC sollten nicht generiert werden. Im Jahr 2015 wurde die Zahl von 11 Millionen Bitcoins bereits überschritten.

Zu den Handelsinstrumenten auf XForex gehört auch ein automatischer Stopp zum Schutz der Einlagen eines Traders. Das verhindert eine Nachschusspflicht.

Demokonto und Ausbildungsprogramm

Ein Demokonto bietet der Broker nicht an, aber ein umfangreiches Ausbildungsprogramm. Dazu gehören:

  • individuelles Training
  • „Pro-Trader“-Leitfaden
  • Finanzkalender
  • Forex-Bewertungen
  • Handelsideen
  • Ankündigung wichtiger Ereignisse

Der Trader-Leitfaden liefert umfangreiche Anleitungen zum Handeln und richtet sich auch an Einsteiger. Es werden die Vorteile des Forexhandels und dessen Grundkonzepte erläutert, ein Wörterbuch befasst sich mit allen wichtigen Begriffen, die Orderarten werden erläutert, auch kommen gewinnträchtige Strategien und Taktiken zur Sprache. Die Anleitungen stehen als Text und Video zur Verfügung. Bei diesen Taktiken wiederum können die Trader auch einen Demo-Modus wählen.

Banking, Service und Support

Die Kunden können zwischen zwei Kontomodellen wählen, dem niedrig kapitalisierten Standard-Konto und einem Premium-Konto. Hier einige Unterschiede im Überblick:

  • Standard-Konto: Mindesteinlage 100 Dollar oder Euro, nur Online-Training
  • Premium-Konto: Mindesteinlage 1.000 Dollar oder Euro, individuelles telefonisches Training (unbegrenzt)

Die sonstigen Leistungen beider Kontomodelle sind nahezu deckungsgleich, die Kunden können mit einer Hebelwirkung bis 1:400 handeln, erhalten tägliche, wöchentliche und monatliche Auswertungen zu ihrem Handelskonto, den Zugriff auf Live-Updates von den Finanzmärkten, einen Finanzkalender und vieles mehr.

XForex Kontomodelle

Die zwei Kontomodelle auf XForex im Detail.

Die Konten können mit Kreditkarten, Überweisungen und diversen eWallets kapitalisiert werden. Der Kontakt ist per Mail, Chat und eine deutsche Telefonnummer möglich: +49 4030187131. Damit dürfte es auch einen deutschsprachigen Support geben. Ein Unterstützungszentrum bietet den Chat in der Muttersprache des Traders, die technische Fernunterstützung und auch das Übermitteln von Beschwerden an.

Sehr gut ausgebaut ist der FAQ-Bereich, hier bleibt wirklich keine Frage offen. Er beginnt mit der Erläuterung, wie Gelder vom eigenen Konto abzuheben sind. Hierfür – das ist wichtig zu wissen – müssen die Trader eine Abhebung im entsprechenden elektronischen Formular auf der Webseite des Brokers beantragen, anschließend müssen sie allerdings ein Formular ausdrucken und an die Adresse des Brokers schicken. Das ist sehr ungewöhnlich und gilt auch bei Auszahlungen auf das eigene Kreditkartenkonto. Es müssen auch alle Angaben im Formular inklusive Swift/IBAN-Code sehr exakt getätigt werden, sonst erhält der Trader sein eingezahltes und ertradetes Geld nicht wieder. Bei Unklarheiten empfiehlt der Broker, sich doch mit der eigenen Bank in Verbindung zu setzen.

Des Weiteren beschreiben die FAQs die Vorteile des Brokers inklusive der benutzerfreundlichen Handelsplattform, die sich über jeden Browser öffnen lässt, beschreiben die Sicherheitsfeatures und erläutern die Ablaufregeln. Hier gibt es ein komplexes System: Wenn ein Händler eine Position eröffnet, ist diese zunächst mit einem automatischen Ablaufdatum versehen. Der Trader kann sich jedoch durch Punkte seines Gewinns eine Verlängerung erkaufen.

Auch technisch werden die Trader gut beraten. Übrigens erfordert eine Ansicht der Chart-Diagramme von XFores die Installation von Java. Ebenfalls ist für die Trader wichtig, dass XForex eine Gebühr für inaktive Konten erhebt. Diese beträgt monatlich fünf Dollar oder Euro und wird fällig, sobald über mehr als drei Monate auf dem Konto nicht gehandelt wurde. Es genügt eine Transaktion innerhalb von drei Monaten, um diese Gebühr zu vermeiden.

Fazit zu XForex

Der Broker ist technisch sicher gut aufgestellt und bietet zahllose Handelsmöglichkeiten an, allerdings bleiben Fragen offen.

Die fehlende BaFin-Registrierung vermerken wir hier als Kuriosum, doch die Zusendung eines unterschriebenen, papiernen Dokuments für eine Auszahlung stößt auf Unverständnis und kann auch nicht mit den Gepflogenheiten auf dem australischen Markt erklärt werden – bei anderen australischen Brokern gibt es das nicht. Von keinem anderen Broker ist so etwas bekannt, jedenfalls nicht unserer Redaktion, die in den letzten drei Jahren etwa 500 Binär-, Forex- und Discountbroker analysiert hat.

Die Gebühr für inaktive Konten ist der nächste Punkt, der Unverständnis auslöst, denn so etwas ist von Forexbrokern kaum bekannt, allerdings bei Binärbrokern häufiger anzutreffen. Diesen Fragen zur Arbeitsweise des Brokers stehen relativ gute Handelskonditionen gegenüber, die wir nicht unerwähnt lassen wollen.

Es verbleibt in Bezug auf XForex ein gemischtes Bild.