XTrade Erfahrungen

Auf den ersten Blick wirkt der CFD-Broker schlicht und modern. In unserem Erfahrungsbericht erfahrt ihr mehr.

XTrade ist ein Forex- und CFD-Broker der australischen Gesellschaft O.C.M. (Online Capital Markets Pty Limited), die in Europa über die in Zypern zugelassene und durch die CySec lizenzierte Tochtergesellschaft XFR Financial Ltd. operiert.

Die Gründung dieses Brokers erfolgte 2002, das Handelsangebot und der Service fallen gut aus. CFD-Trader erhalten einen Support über 24 Stunden täglich.

Außerdem bietet XTrade umfangreiches Weiterbildungsmaterial an. Dazu gehören Webinare zur Handelsplattform, zum automatisierten Handel und zum generellen Agieren mit Wertpapieren und Derivaten. Auch die technische Analyse wird ausführlich behandelt. Heavy Tader können bei XTrade auf den internationalen Finanzmärkten rund 540 CFDs auf Aktienindizes und Aktien, Rohstoffe, Devisen und Anleihen handeln.

Keine Lust den ganzen Erfahrungsbericht zu lesen? Hier wird der Broker kompakt & einfach erklärt: Wie funktioniert XTrade?

Private Differenzkontakthändler erhalten auf XTrade nahezu dieselben Möglichkeiten institutionelle Investoren. Dazu gehört unter anderem der kostenfreie Intradayhandel zu fixen Spreads. Als Handelssoftware kommt der XTB Trader mit hoher Stabilität und Geschwindigkeit zum Einsatz. Auch Social Trading ist möglich, Trader können sich in einem Netzwerk verbinden und ihre Realtime Positionsausführungen austauschen.

Seriosität und Sicherheit

In Europa verfügt XTrade über eine CySec-Lizenz unter der Lizenznummer 108|10, damit geht er konform mit der MiFID-Richtlinie der EU für die Finanzmärkte. Die australische Lizenz trägt die Nummer ACN 140899476 und die AFSL Nummer 343628. Auch in anderen europäischen Staaten hält der Broker Lizenzen, so bei der deutschen BaFin.

XTrade Assets

Der Asset-Index bei XTrade ist ziemlich umfangreich.

Entsprechend den Anforderungen der CySec ist XTrade Mitglied im zypriotischen Einlagensicherungsfonds ICF, der Kundengelder bis 20.000 Euro zu 90 % schützt. Kundengelder verwahrt der Broker gesondert bei der Barclays Bank nach den Vorschriften der UK Financial-Conduct Authority (FCA). Zudem existieren stabile Beziehungen zu internationalen Banken, die unter anderem für die enorme Liquidität und die daraus resultierenden hervorragenden Preise sorgen.

Zum Angebot gehören die Mehrsprachen- und Mehrwährungsunterstützung, unterschiedliche Zahlungsmethoden und eine zuverlässige Handelsausführung.

Die Cloud-basierte Technologie von XTrade bürgt für den Zugriff von jeder Plattform aus. Das 24-Stunden-Support Center ist permanent für die Kunden da, die außerdem von einem Wirtschaftskalender und technischen Analysen sowie Diensten für Push-Benachrichtungen profitieren.

Handelsplattformen und -optionen

XTrade bietet einen WebTrader an, mit dem die Anleger CFDs auf Aktien, Forexwerte, Indizes und Rohstoffen handeln können. Der Assetindex umfasst deutlich über 500 Werte, Kommissionen werden nicht berechnet. Die Spreads bewegen sich im üblichen Rahmen, die finanzielle Abwicklung von Trades erfolgt zwei Arbeitstage ab Handelstag zum Wertstellungstag. Eine Ausnahme bildet der Mittwoch, wenn Positionen bis zum Freitag gehalten werden. Dann erfolgt die Abrechnung am Montag.

XTrade Apps

Auch XTrade bietet Apps für iOS, Android und Windows Phone.

Für den Handel stellt der Broker Risikomanagement-Tools bereit, die Limit- and Stop-Loss-Orders und das Managen des Kontos mit Hebel erlauben. Letzteres bedeutet, dass die Trader einen unterschiedlich hohen Hebel bei ihren CFDs einsetzen können.

 

Leider ist ansonsten zu den Funktionen des WebTraders nicht viel zu erfahren. Daraus lässt sich schließen, dass es sich um eine einfach aufgebaute Plattform mit unkomplizierten Ordermöglichkeiten handelt. Für den mobilen Handel stellt der Broker Apps für iOS, Android und Windows Phone bereit.

Demokonto und Ausbildungsprogramm

Trader können sich ein Demokonto einrichten, was bei diesem Broker absolut zu empfehlen ist. Wie der WebTrader genau funktioniert, ist nämlich vor einer Anmeldung kaum herauszufinden.

Im Bildungsbereich werden CFDs generell erläutert, die bei XTrade die vorrangigen und bei vielen Assets ausschließlichen Handelsinstrumente sind. Die Assets werden nochmals – jedes für sich – gesondert erörtert. Die Differenzkontrakte (CFDs) wurden als Hebelinstrumente in Großbritannien 2005 erfunden, eigentlich um die dortige Börsenumsatzsteuer zu umgehen. Der zweite Grund war, dass man abseits der klassischen Optionsscheine mit ihren schwer verständlichen griechischen Kennzahlen nach Derivaten suchte, die gehebelt, aber absolut korrelativ mit dem Underlying mitlaufen. So etwas gab zu diesem Zeitpunkt schon in Deutschland, denn hier waren 2003 die adäquat aufgebauten Knock-outs erfunden worden.

Absolut korrelativ bedeutet: Wenn das Underlying sich um einen bestimmten Punkt- beziehungsweise Pip-Wert bewegt, läuft das Derivat stets auf dieselbe Weise mit. Bei einem CFD auf den Dax könnte das ein Cent beim CFD-Wert sein, wenn der Dax sich um einen Punkt bewegt. Bei klassischen Optionsscheinen ist das anders, diese können sich stärker oder schwächer mitbewegen (zum Beispiel unter dem Einfluss der Volatilität), außerdem unterliegen sie einem Zeitwertverfall.

Solche Mechanismen erläutert XTrade auf seiner Webseite. Hinzu kommen diverse Erläuterungen zum technischen Ablauf des Handels, allerdings in einigen Fällen auf Englisch. Da der Webdesigner das in ein Frame gepackt hat, übersetzt es auch nicht der Browser.

Banking, Service und Support

Für eine Kontoeröffnung ist offenbar keine Mindestkapitalisierung erforderlich, der Broker gibt das jedenfalls nicht bekannt. Das wäre nicht ungewöhnlich, viele CFD-Broker und erst recht die klassischen Discount-Broker verlangen keinen Mindestbetrag, um ein Konto einzurichten. Es ist lediglich eine Kontoverifizierung erforderlich.

Dazu benötigt der Broker bestimmte Ausweisdokumente, die der Trader einscannen und mailen kann (empfohlene Einstellung 200 dpi, Grautönung, JPEG, Auflösung 24 Bits). Die Gesamtzusendung per Mail darf 10 MB nicht übersteigen. Der Lichtbildausweis muss den Namen und das Geburtsdatum des Traders deutlich wiedergeben, es kann sich auch um einen Reisepass oder Führerschein handeln. Für den Nachweis der Adresse reichen die Kunden eine aktuelle Rechnung eines Versorgungsunternehmens, einen Kontoauszug oder eine Miet- oder Hypothekenvereinbarung ein (nicht älter als drei Monate).

Für die Kontokapitalisierung kommen diverse Zahlungsmethoden wie Banküberweisung, Kreditkarten und zahllose eWallets infrage. Beachten sollten die Trader, dass zwar Ein- und Auszahlungen kostenlos sind, der Broker jedoch Kosten bei Inaktivität auf dem Konto in Rechnung stellt. Aktuell (Herbst 2015) sind es fünf Dollar pro Monat (wahrscheinlich auch fünf Euro). Die Inaktivität wird nach drei Monaten festgestellt.

Fazit zu XTrade

Der Broker punktet sicher mit guten Konditionen und einem sehr großen Assetindex, auch ist das Angebot eines WebTraders wahrscheinlich für die meisten Trader sehr praktisch. Natürlich wünschen sich manche Kunden dennoch den MetaTrader, den viele Broker im Programm haben. Dass ein Konto keine Mindestkapitalisierung erfordert, darf als angenehm empfunden werden und entspricht bei klassischen Brokern längst dem Standard.

Kritisch ist die Inaktivitätsgebühr zu betrachten. Es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass ein Trader permanent handelt. Pausen von drei Monaten sind nicht ungewöhnlich. Auch fehlen auf der Webseite von XTrade für unangemeldete Nutzer wichtige Informationen. Über den WebTrader ist praktisch nichts zu erfahren.

Wenn ein Trader keine Bedenken hat, ein wenig zu experimentieren, kann er durchaus das Angebot von XTrade nutzen.