Aroon Up and Down

Das Anzeigen neuer Trends zählt zu den Stärken des Aroon Up and Down. Welche Schwächen stehen dem gegenüber?

Der Indikator Aroon Up and Down wurde durch Tushar Cande in den 1990er Jahren entwickelt. Er zeigt an, ob ein Wertpapier tendiert oder seitwärts läuft. Auch die Stärke des aktuellen Trends lässt sich ablesen. Dieser Indikator konnte sich durch seine übersichtliche Darstellung durchsetzen. Der Entwickler Chande hält inzwischen neun US-Patente zur Finanzanalyse, er hat etliche weitere Indikatoren entwickelt. Sein Aroon Indikator, zu dem auch ein gleichnamiger Oszillator gehört, trägt den Sanskrit-Namen für “Morgendämmerung”, den ihm der indischstämmige Tushar Chande wegen der Intention des frühzeitigen Aufzeigens von Trends verlieh.

Aussage

Die Aroon Up und die Aroon Down Linien messen die Perioden seit den letzten Kurshochs und -tiefs. Auf einer Skala zwischen 0 und 100 zeigt immer die 100 ein neues Hoch oder Tief für 14 Perioden an (Empfehlung des Entwicklers: 14 Tage). Es lässt sich mit dieser Aussage feststellen, inwieweit die Kurse tendieren oder seitwärts laufen. Wenn sich die Linien zum nächsthöheren Indikatorwert kreuzen, kennzeichnet das einen Trendbeginn nach oben oder unten.

Sollte nun die jeweilige Linie (grün für aufwärts, rot für abwärts) im Extrembereich über 80 verharren, bleibt der Trend erhalten. Werte beider Linien unter dem Indikatorwert 80 zeigen eine Seitwärtsbewegung an. Eine Kreuzung der Linien bedeutet einen Trendwechsel. Die Höhe des Indikatorwertes lässt Rückschlüsse auf die Kontinuität des Trends zu: Je näher der Wert der 100 kommt, desto sicherer läuft der Trend. Das beschreibt nur die Stabilität, nicht die Trendstärke, die Indikatoren wie etwa der ADX anzeigen.

Einsatz

Für die schnelle Identifizierung von Trendwechseln ist der Aroon Up & Down sehr gut geeignet, der in modernen Programmen wie dem MetaTrader zu den Standardwerkzeugen gehört. Expert Advisors können damit Positionen eingehen oder diese auflösen. Ein Überschreiten von Aroon Signallinien zeigt das ansteigende Momentum an, ein Unterschreiten entsprechend das abfallende Momentum. Auch ohne Expert Advisor nutzen Trader den Indikator gern wegen seiner sehr leichten Lesbarkeit. Die meisten Anwender orientieren sich an den Werten über der Signallinie, bei Seitwärtsbewegungen handeln sie nicht. Erst beim Indikatorwert über 80 buchen sie Call- oder Put-Positionen, beim Unterschreiten des Wertes überprüfen sie bestehende Stopplosses.

Fazit

Der Aroon Up and Down hat unzweifelhafte Stärken, nämlich das schnelle Anzeigen neuer Trends sowie ihrer Stabilität. Er kann für verschiedene Perioden angewendet werden. Ohne den Indikator würden die Trader ständig zwischen verschiedenen Zeitebenen wechseln, um neue Hochs/Tiefs des Kurses festzustellen und zu analysieren, ob ein Trend noch hält.

Gemäß seiner Ursprungsintention ist dieser Indikator wirklich relativ schnell, auch seine Übersichtlichkeit ist beeindruckend. Er bringt jedoch auch zwei Schwächen mit: Die Trendstärke zeigt er nicht an, daher ist er nur ein Zusatzwerkzeug. Kein Trader handelt erfolgreich ausschließlich mit einem Aroon Up & Down Indikator. Zudem ist er – das ist die gravierende zweite Schwäche – natürlich auf die schon entstandenen, messbaren Ereignisse angewiesen, er kann nicht antizipieren. Doch eine übersichtliche Unterscheidung zwischen Trend oder Seitwärtsphase ist mit dem Aroon Up & Down Indikator sehr gut möglich.

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