Average Directional Index (ADX)

Er gehört zu den Grundwerkzeugen jedes Traders: der Average Directional Index.

Mit dem Average Directional Index (ADX) lässt sich die Trendstärke des Kurses messen. Sein Vorläufer war der DMI, der teilweise noch verwendet wird. Gegenüber diesem Directional Movement Index stellt der Average Directional Index eine geglättete Variante dar. Kursrichtungen sind durch diesen Indikator nicht zu erkennen, nur Trendstärken. Bei hohen Indikationswerten steigert sich der Trend, das trifft auf beide Trendrichtungen zu.

Entstehung und Herkunft

Welles Wilder stellte den ADX in seinem Hauptwerk „Neue Konzepte im technischen Trading” vor. Damit ist dieser Indikator ein Teil des Gesamtkonzepts von Wilder, das auch den DMI und die True Range umfasst. In bestimmten Perioden liefert der ADX sehr gute Aussagen zur Trendstärke, mit den Teilindikatoren +DI / -DI ist auch eine Richtungsbestimmung möglich. Wenn ein Tageshöchstkurs den des Vortages übersteigt, lässt sich ein Aufwärtstrend identifizieren. Die Differenz dieser beiden Kurse führt zum Aufwärtsindikator +DI, für die Normierung stellt die True Range eine Referenz und den Divisor dar.

Um den ADX zu berechnen, muss es einen DMI (Directional-Movement Index) geben, der aus +DI und -DI errechnet wird. Dessen Glättung wiederum ergibt den ADX. Dass es sich um Konzepte aus dem Aktienmarkt handelt, geht aus den vorgeschlagenen Perioden hervor. Nach Wilder funktioniert ein ADX am besten in 14 bis 18 Tagen.

Aussage

Die grundsätzliche Aussage betrifft die Trendstärke, die Trendrichtung ist unerheblich. Ein Average Directional Index unter 20 verweist auf einen trendlosen, ein Wert ab 45 auf einen stark tendierenden Markt. Man wendet den ADX nach wie vor aktiv im Aktienmarkt an, auch bei Rohstoffen mit längeren Trends ist er wirksam. Wenn er wirklich Werte unter 20 anzeigt, kommen alternativ Oszillatormodelle infrage.

Stärken und Schwächen

Zu den großen Vorzügen dieses Indikators zählen die Trendstärkebestimmung und die Möglichkeit, den Trendbeginn gut zu erkennen. Darüber hinaus zeigt der ADX auch Kursausbrüche gut an und lässt eine einwandfreie Bewertung solcher Geschehnisse zu. Wenn sich beispielsweise im Preischart ein Breakout ankündigt, der Average Directional Index aber gleichzeitig fällt, dürfte es sich so gut wie immer um einen False Breakout handeln. Auch die Oszillatorsignale einer Slow Stochastik filtert der ADX ausgezeichnet aus. Diesen Stärken steht die große Schwäche gegenüber, dass er dem Kursgeschehen nachläuft. Die zweite, selten anzutreffende Schwäche sind gelegentliche Fehlsignale.

Average Directional Index: Fazit

Wer als Anleger klassisches Positionstrading im Aktien- oder Rohstoffmarkt betreibt, findet im ADX ein ausgezeichnetes Werkzeug, um die Stärke von Trends auf einen Blick zu identifizieren. Gerade für das Risikomanagement – also das Setzen von Stop Losses – ist das essenziell. Der Aufbau einer Position gelingt ebenfalls auf diese Weise sehr gut. Bei einem langen Zeithorizont wirkt der Average Directional Index besser als im kurzfristigen Intradaytrading.

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