21h52 Strategie

Diese Strategie ist für den US-Markt gedacht, kann aber gut an die Börse angepasst werden. Wir zeigen, wie das geht.

Die Strategie 21h52 stammt vom Trader John F. Carter und ist ein Daytrading-Ansatz, der sich auf die letzten 45 Handelsminuten im US-amerikanischen Markt konzentriert. Die Uhrzeit 21.30 h gilt als Schlüsselzeitpunkt für den späten Handel.

Carter war selbst Parketthändler und konnte seine Kollegen beobachten, die sich nach halb zehn irrational verhielten. Daraufhin beschloss Carter, dieses Verhalten als Grundlage für eine Tradingstrategie zu nutzen, die glatt um 21.52 h beginnt.

Funktionsweise von 21h52

Viele Parketthändler warten bis 21.30 h, ob der Markt vielleicht noch einmal dreht. Nachdem die Händler um diese Uhrzeit ihre Positionen eröffnen, kann eine prognostizierte Bewegung an Fahrt verlieren oder sogar ihre Richtung wechseln. Doch die Händler halten gerade um diese Uhrzeit an verlustreichen Positionen fest, so Carters Beobachtung.

Kurz vor Börsenschluss – sprich um 21.52 h – müssen sie dennoch die Positionen schließen. Das verursacht chaotische, rasche Kursbewegungen so ähnlich wie morgens 09.00 h im europäischen Markt, wenn all die fest programmierten Orders abgefischt werden. Solche Ereignisse führen zuverlässig zu Marktbewegungen mit großer Übertreibung. Bei der 21h52 Strategie kommt noch der dünne Markt hinzu, der besonders heftig ausschlägt.

Carter empfiehlt daher auf der Grundlage von Ein-Minuten-Charts das Eingehen einer Position im Dow Jones oder S&P Mini, wenn der Preis um zehn Punkte vom Preis um 21.30 h abweicht. Sollte der Preis nach unten abweichen, positioniert sich der Trader mit der 21h52 Strategie long, umgekehrt short.

Dahinter steckt die Überlegung, dass die Händler um 21.30 h “falsche” Positionen eingegangen sind, diese bis 21.52 h stehen ließen und sie nun schließen müssen, was die Gegenbewegung verursacht. Davon profitiert der Trader mit der 21h52 Strategie.

Stärken und Schwächen der 21h52 Strategie

Die Stärke der Strategie, die sich für Europäer am ehesten morgens zur 09.00 h Eröffnung umsetzen lässt, besteht in der tatsächlichen Marktübertreibung in bestimmten Minuten. Es ist die Zeit für Scalper, die sonst ewig vor dem Bildschirm verharren müssen, bis sie eine brauchbare Bewegung erwischen.

Um diese Stärke auszunutzen, dürfen europäische Trader keinesfalls die Begrifflichkeit “21h52” wörtlich nehmen. In Deutschland könnte um diese Zeit kaum gehandelt werden, höchstens OTC sind bei einigen Brokern Trades möglich. Außerdem bezieht sich Carter ausdrücklich auf das US-amerikanische Parkett, das in verschiedenen Zeitzonen zwischen New York und Chicago stattfindet. Wenn es in New York 21.52 h ist, schlafen die meisten deutschen Trader ohnehin: In der Winterzeit (MEZ) ist es bei uns dann 03.52 h.

Doch das spielt keine Rolle. Deutsche Trader können die Zeit um 09.00 h nutzen und dann eine schnelle Bewegung für einen Scalp nutzen. So weit so gut.

Die Schwäche der Strategie besteht in der tatsächlichen Unvorhersehbarkeit, in welche Richtung die schnellen Bewegungen wirklich stattfinden. Carter mag noch so gut beobachtet haben: Dass 10 Punkte unter dem Kurs von 21.30 h eine Aufwärtsbewegung bewirken müssen, erscheint sehr spekulativ.

Fazit zur 21h52 Strategie

Die reine Scalping-Strategie ist durchaus sehr interessant und kann auf ähnliche Börsensituationen in Europa übertragen werden. Trader, die daran interessiert sind, sollte einmal über einige Wochen die 09.00 h Eröffnung beispielsweise des Dax’ beobachten. Andere Assets eignen sich weniger (Gold, Währungen, Öl), weil sie international fortwährend gehandelt werden, der europäische 09.00 h Zeitpunkt also für die asiatischen oder amerikanischen Händler kein besonderes Ereignis ist.

Beim Dax ist hingegen in der Tat um 09.00 h praktisch täglich eine heftige Kursschwankung zu beobachten, die long oder short gehandelt werden kann. Die Richtung bleibt allerdings unklar. Wer sie scalpen will, muss sehr flink agieren können.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

24option Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 100 €
Wertung:
XM.com Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 5 €
Wertung:
Bonus:
MindesteinzahlungMin. Einzahlung
Wertung: