3-Bar Inside-Bar Strategie

Was lange währt... muss auch mal modernisiert werden - die 3-Bar Inside-Bar Strategie verbindet Altes mit Neuem!

Beim 3-Bar Inside-Bar handelt es sich um ein bestimmtes Balken- oder Kerzenmuster, das sich um einen inneren Balken gruppiert. Die daraus resultierende Strategie stammt von Johann Prathap, der sie im März 2011 erstmals in einem Fachmagazin vorstellte und sie für die Rohstoffe Gold, Silber und Öl empfahl.

Funktionsweise des 3-Bar Inside-Bars

Ein Inside Bar hat seinen Hoch- und Tiefpunkt innerhalb der Grenzen eines vorangegangenen Balkens. Das 3-Bar Inside-Bar Muster entsteht, wenn der erste der drei Balken den Schlusskurs seines Vorgängers überschreitet, der zweite Balken ein echter Inside Bar ist und der dritte Balken den Inside Bar wiederum überschreitet.

Johann Prathap empfiehlt Tagescharts der angegebenen Rohstoff-Assets, doch es sollen auch Stunden- und 30-Minuten-Bars möglich sein. Nach der Bestätigung des Musters geht der Trader mit der Eröffnung des nachfolgenden Balkens eine Position per Market Execution (zum Marktpreis) ein. Der Stop Loss soll 0,75 % unter dem Einstiegskurs platziert werden.

Stärken und Schwächen des 3-Bar Inside-Bar Musters

Die Stärke besteht in einem klaren charttechnischen Handeln. Das Muster ist auch nicht vollkommen neu, es gehört im Grunde seit Jahrzehnten zum Standardrepertoire von charttechnisch orientierten Tradern. Neu ist bestenfalls der Fokus auf die angegebenen Assets Gold, Silber und Öl sowie die Empfehlung, diese auf Basis des 3-Bar Inside-Bar Musters mit Tagescharts zu handeln. Das trägt den aktuellen Marktentwicklungen der 2000er Jahre Rechnung und sollte von Tradern durchaus beachtet werden.

Kritisch ist die fixe Angabe der Verlustabsicherung bei 0,75 % unter Einstieg zu bewerten, das erscheint sehr unflexibel. Beim Handel mit Derivaten weiß der Trader gar nicht, was die 0,75 % bedeuten sollen: Beziehen sie sich auf das Derivat oder auf das Underlying?

Als weitere Schwäche könnte die zunehmende Verwässerung von reinen Chartindikation im letzten Jahrzehnt bezeichnet werden. Diese entsteht durch den zunehmenden High Frequency Handel und dabei dem Einsatz von Expert Advisors. Moderne Programme gehen heute Positionen im Nanosekundentakt ein und kümmern sich dabei nicht mehr um die Charttechnik.

Natürlich fragt nun der Trader, wonach sich denn diese Programme richten. Vermutlich gehen sie laufend Kaufpositionen in beide Richtungen ein und koppeln jeweils den Kaufstopp per If-Then Order mit einem knappen Stop Loss, der alsbald zum Trailing Stop wird. Die Kaufpositionen verschiebt das Programm automatisch mit dem Kurs, sodass ständig ein Kaufstopp-Korridor um das Chartgeschehen herum entsteht. Chartmuster identifizieren die Programme wahrscheinlich nur selten. Das ist allerdings eine Hypothese.

Wie Expert Advisors im HF-Handel tatsächlich agieren, weiß niemand und wird sich zwischen den einzelnen Händlern auch unterscheiden. Zu beachten ist, dass auf diese Weise inzwischen deutlich über die Hälfte des weltweiten Börsenhandels abgewickelt wird, sodass Chartmuster obsolet werden könnten.

Fazit zum 3-Bar Inside-Bar

Diese Strategie greift bewährte Handlungsweisen auf und bezieht sie auf das moderne Handelsgeschehen bei bestimmten Rohstoffen. Der grundsätzliche Ansatz ist vernünftig, bezüglich der Angabe der fixen Verlustbegrenzung erscheint Kritik angebracht.

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