Kriterien zur CFD-Brokerwahl

Wir haben Kriterien zusammengestellt, nach denen man einen CFD-Broker auswählen sollte.

Wer mit CFDs handelt, benötigt hierfür einen guten Broker. Die Besonderheit beim CFD-Handel besteht darin, dass diese Derivate in der Regel vom Broker selbst emittiert werden, der somit als Market Maker auftritt. Das bedeutet: Der Trader kauft sie vom Broker und verkauft sie an diesen zurück. Bei anderen Derivaten erfolgt eine Platzierung an der Börse, es sei denn, der Trader entscheidet sich für den OTC-Handel mit dem Emittenten.

Normalerweise sollte nun der CFD Broker am Spread der CFDs etwas verdienen und sich ansonsten gegen die Positionen seiner Kunden hedgen, so weit das erforderlich ist. Doch Broker können immer darauf spekulieren, dass ihre Kunden überwiegend verlieren. Sie würden auf das Hedging verzichten und an den Verlusten ihrer Kunden etwas verdienen, bei einer Schieflage – es gewinnen wider Erwarten doch mehr Kunden, als der Broker kalkuliert hatte – könnte der Broker in die Insolvenz schlittern.

Auch könnte er in Versuchung geraten, seinen Kunden ungünstige Kurse zu stellen. Daher ist die Zuverlässigkeit und Seriosität eines CFD Brokers eines der Hauptkriterien bei der Auswahl. Dasselbe betrifft übrigens Broker für Binäre Optionen.

Marktübersicht CFD Broker

Es gibt eine ganze Reihe von CFD Brokern auf dem deutschen Markt, viele haben ihren Sitz im Ausland. Einige der Broker sind vollkommen auf CFDs und den Forexhandel spezialisiert, andere wie der Discounter flatex verkaufen nur nebenher auch CFDs, vermitteln aber in der Hauptsache “klassische” Derivate und sonstige Anlagen zwischen den Banken als Emittent, dem Kunden und gegebenenfalls dem gewählten Börsenplatz. Mit Jahresende 2015 wurde durch ein Fachmagazin folgendes Ranking der hierzulande tätigen CFD Broker ermittelt, das freilich keine vollständige Liste darstellt. Wir haben unsere Erfahrungsberichte direkt verlinkt, damit ihr euch bei Bedarf ein genaueres Bild der Broker machen könnt.

Diese Broker weisen teilweise recht unterschiedliche Geschäftsmodelle auf. Einige wie FXCM, xtB Broker und FX flat kommen ausdrücklich aus dem Forexbereich, andere bieten ein breites Spektrum an, zu dem auch CFDs gehören. Das beträfe wie erwähnt den Discounter flatex, aber auch den S Broker und den IG Broker.

Auch die Social Trading Plattform ayondo ist ein reiner CFD Broker, obgleich doch der Fokus hier auf dem Social Trading liegt. Doch die Betreiber haben sich entschlossen, einzig CFDs als Handelsinstrument zu nutzen, wenn ein Follower-Kunde sein Konto mit dem eines Leaders koppelt.

Welche Kriterien gilt es bei der Auswahl des CFD Brokers zu beachten?

Es sind mindestens acht Kriterien, welche die Trader beachten sollten, wenn sie einen CFD Broker auswählen. Ganz vorn steht die Sicherheit für die Trader, die sich unter anderem an der Regulierung des Brokers ablesen lässt. Die anderen Kriterien sind nicht prioritär geordnet. Es mag immer Anleger geben, die auf den einen oder anderen Fakt ein größeres Gewicht legen.

  • Regulierung und sonstige Sicherheit: Ein CFD Broker sollte einwandfrei über mindestens eine nationale Finanzaufsichtsbehörde reguliert werden. Wenn es sich um einen EU-Broker handelt, unterliegt er damit in seiner Arbeitsweise den MiFID-Richtlinien der EU, die für einen hohen Anlegerschutz sorgen. Die sonstige Sicherheit betrifft die Datenverschlüsselung und die Sicherheit der angelegten Gelder, am besten über einen Einlagensicherungsfonds.
  • Provisionen/Spreads: Provisionen sollten CFD Broker so gut wie gar nicht verlangen. Sie verdienen normalerweise am Spread, das gehört zu den ungeschriebenen Spielregeln der Branche. Dieser sollte natürlich so niedrig wie möglich ausfallen.
  • Höhe der Ersteinzahlung: Diese kann gar nicht niedrig genug ausfallen. Doch manche Broker verlangen eine Kontokapitalisierung in vierstelliger Höhe. Trader schrecken hiervor vollkommen zu recht zurück. Dem stehen Broker gegenüber, bei denen es überhaupt keine Untergrenzen gibt.
  • Hebel/Margin: Es gibt Broker mit sehr hohen Hebeln bis 1:2.000. Das können risikofreudige Trader durchaus als vorteilhaft empfinden. Mit der Margin ist im Grunde die Mindestanlage pro CFD gemeint. Auch hier wünschen sich die meisten Trader niedrige Summen.
  • Trading-Plattform: Die Software des Brokers fließt immer in die Beurteilung mit ein, obgleich sich hier Standards durchgesetzt haben.
  • Asset-Index: Wie viele Werte können beim Broker gehandelt werden? Aus welchen Anlageklassen stammen sie? Es gibt hierbei zwar sehr große Unterschiede, doch genügen den meisten Tradern auch wenige Assets.
  • Service: Ein guter, deutschsprachiger, ständig erreichbarer Support gilt natürlich als vorteilhaft, ist aber nicht selbstverständlich.
  • Bildungsprogramm: Wer in die Thematik des CFD-Handels neu einsteigt, wird über ein umfangreiches Ausbildungsprogramm des Brokers begeistert sein.

Was macht einen guten CFD Broker aus?

Von den oben genannten Punkten sind einige überaus bedeutsam, andere gelten aus Sicht von Fachleuten als marginal. Die Regulierung und die Sicherheit der angelegten Gelder und der Daten sollten über alle Zweifel erhaben sein. Von unregulierten Brokern sollten sich die Trader unbedingt fernhalten. Ebenso muss die Forderung einer hohen Mindesteinzahlung aus suspekt gelten. Es gibt Broker ohne jede Mindestkapitalisierungsforderung. Wer dort mit einem Euro handeln möchte, kann das tun. Die übrigen Punkte sind nicht so wichtig, dass sie Ausschlusskriterien darstellen.

CFD Brokerwahl: Fazit

Trader sollten bei der Wahl des Brokers ihrem Instinkt vertrauen und keinem unregulierten Broker Unsummen anvertrauen. Auch ein vorgeblich gut aufgestellter Support und tausend Erläuterungen auf der Webseite ändern nichts an der entstehenden Unsicherheit.

Die Erläuterungen – all das, was Broker als “Bildungsprogramm” verkaufen – schreiben Online-Autoren für Groschenpreise zusammen. Der Informationsgehalt ist oft sehr dürftig, in einigen Fällen stimmt nur die Hälfte aller Aussagen. Wenn bei einem unregulierten Broker hingegen Geld verschwindet, ist das ein harter, schmerzlicher Fakt.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

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