GFD Order

In der Theorie einfach und praktisch, in der Praxis gibt es jedoch einige Stolpersteine. Wir zeigen, wo diese liegen.

GFD ist ein Orderzusatz, er bedeutet “Good For Day”. Diese Order bleibt bis zum Ende des jeweiligen Handelstages bestehen. Das Ende für automatische Orders setzen die Broker in vielen Fällen auf 20.00 h fest.

Das ist deshalb zu beachten, weil der offizielle Handelsschluss im Parketthandel vielfach um 17.30 h liegt (Deutschland), in New York gar um 16.00 h Ortszeit. Der OTC-Handel kann wiederum oft zwischen 08.00 – 22.00 h und manchmal auch rund um die Uhr durchgeführt werden.

GFD Order: Funktion

Wenn Trader eine Stop Buy, Stop Loss oder Limit Buy Order mit GFD aufgeben, erlischt sie ohne Ausführung durch das Marktgeschehen automatisch zum angegebenen Zeitpunkt.

Über diesen Zeitpunkt muss sich der Trader zwingend informieren, weil es die verschiedensten Möglichkeiten gibt. Diese hängen vom Broker ab, weil es auch CFD-Broker gibt, bei denen manche Forex- und Rohstoffwerte rund um die Uhr zu handeln sind, außerdem hängen sie vom Wertpapier selbst ab. Bei vielen Aktien endet (in Deutschland) der Handel tatsächlich um 17.30 h, bei den von ihnen abgeleiteten Derivaten ebenfalls. In anderen Fällen wird weitergehandelt.

Es ist zu empfehlen, dass Trader diesen Handelsschluss für eine GFD Order immer wieder neu in Erfahrung bringen. Der Handel nach Parkettschluss weist viele Eigenheiten auf, Indizes wie der Dax etwa tendieren nach 17.30 h plötzlich zu eigenartigen Kurssprüngen und nehmen noch einmal einen Trend – oft entgegengesetzt ihres Tages-Haupttrends – auf. Der Sinn der GFD Order besteht aber gerade darin, solche irrationalen Bewegungen nicht mehr zu handeln.

Obwohl die GFD Order am Ende eines Handelstages erlischt, wird sie auch von Positionstradern verwendet, die damit eingebuchte Positionen nicht gefährden und/oder im OTC-Markt keine neuen Positionen mehr einbuchen wollen.

Vor- und Nachteile der GFD Order

Der Vorteil besteht darin, dass aktive Trader mit vielen Positionen sich zum Handelsschluss nicht darum kümmern müssen, welche offenen Orders sie noch im System haben, die sie über Nacht nicht halten wollen. Daytrader können damit ihren Handel für diese Session sauber beenden, ohne befürchten zu müssen, dass noch eine Position ungewollt eingebucht wird und sie sich am nächsten Morgen – womöglich nach einem gegenläufigen Gap – mit ihr konfrontiert sehen.

Nachteilig sind zunächst einmal die unklaren Handelsschlüsse wie oben beschrieben. In der Praxis ist es wirklich schwer, den Handelsschluss für ein Aktienderivat oder eine Forexposition zu ermitteln. Für Letztere gibt es vielleicht zwischen Montag bis Freitagnacht überhaupt keinen Handelsschluss, unter Umständen greift daher der GFD Orderzusatz gar nicht. Good For Day könnte Trader auch zur Fahrlässigkeit verleiten. Sie vertrauen darauf, dass irgendwann zwischen 17.30 h und 20.00 h alle ihre Orders vom Tisch sind, doch dann werden sie überraschend im OTC Markt eingebucht.

GFD Orderzusatz: Fazit

GFD ist ein Feature, das eigentlich sinnvoll konzipiert wurde, praktisch aber einer hohen Kontrolle bedarf. Trader, die immer dieselben Werte beziehungsweise die Derivate auf diese Werte handeln, kommen damit wahrscheinlich gut zurecht. Allen anderen Tradern ist zu raten, dieses Tool genau zu überprüfen.

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