CFD Grundlagen (Was ist CFD?)

Was bedeutet eigentlich Contracts for Difference? Und wie funktioniert diese Anlage-Option?

CFDs sind Contracts for Difference, als Differenz-Geschäfte. Sie partizipieren an der Differenz zwischen dem Ankauf- und Verkaufspreis eines Basiswertes. Dieser Basiswert kann eine Aktie, ein Forex-Paar, ein Rohstoff, ein Index oder auch eine Anleihe sein. Der CFD bildet die Kursbewegung des Basiswertes 1:1 ab, ohne dass der Anleger diesen Basiswert besitzen muss.

Da ein CFD mit einer Hebelwirkung ausgestattet ist, kann er sehr preiswert sein. Die Hebel fallen unterschiedlich aus, sie können zum Beispiel nur 1:5 oder auch 1:1000 betragen. Mit diesem Hebel folgt der CFD ohne schwer durchschaubare Parameter wie eingepreiste Volatilität oder Aufgeld dem Kurs des Basiswertes. Dieser kann steigen oder fallen, mit dem entsprechenden CFD (Call oder Put) kann der Anleger in beiden Richtungen gewinnen.

Was ist ein Forex-CFD?

Als Forex wird der Foreign Exchange Market bezeichnet, also der Devisenmarkt. Es handelt sich um den mit Abstand größten Markt der Welt, das Tagesvolumen beträgt fünf bis sechs Billionen Dollar (Stand: Anfang 2016). Auf diesem Markt handeln Banken, Unternehmen und private Anleger Devisen.

Normalerweise werden dabei Lot-Größen eingesetzt, also 100.000 Einheiten einer Währung. Seit einigen Jahren sind auch Mini- und Micro-Lots handelbar, das sind 10.000 oder 1.000 Einheiten einer Währung. Mit einem Forex-CFD allerdings lässt sich die Kursschwankung eines Devisenpaares gehebelt abbilden. Es können 100 Euro genügen, um auch an kleinen Schwankungen etwa im Verhältnis zwischen Euro und US-Doller teilzuhaben. Wenn das Währungspaar sein Kursverhältnis um wenige Pips ändert, kann das für den CFD eine Preisänderung um 20 oder 50 Prozent (natürlich auch mehr) bedeuten.

Wie wird mit CFDs gehandelt?

Die Funktionsweise beim Handel von CFDs ist einfach. Der Anleger sucht sich einen auf CFDs spezialisierten Broker (z.B. WH SelfInvest, CMC Markets oder IG Markets) und legt dort ein Kundenkonto an, das er kapitalisieren muss. Dann entscheidet er über den Handelsverlauf eines Basiswertes.

Wenn er der Meinung ist, dieser Wert könne im Kurs steigen, kauft der Anleger einen Call-CFD. Das funktioniert ohne Laufzeitbegrenzung, in der Regel ohne Gebühren und ohne komplexe Rechnungen. Der Trader hinterlegt mit dem Kauf des CFDs beim Broker eine Margin: Wenn der Hebel 1:100 beträgt, wäre es eine Margin von 1,0 %. Bei Aktien-CFDs gewinnt der Trader sogar Ansprüche auf Dividendenzahlungen. Beim Kauf und Verkauf des CFDs berechnet der Broker fast immer einen Spread, also eine Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis. Damit finanziert sich der Broker.

In der Praxis könnte der Handel so ablaufen, dass der Trader einen CFD für 100 Euro auf einen steigenden Dax-Kurs kauft (Call oder Long). Zum Zeitpunkt des Kaufs steht der Dax bei 10.000 Punkten. Der CFD bewegt sich mit jedem Dax-Punkt um einen Euro. Sollte der Dax auf 10.100 Punkte steigen, könnte ihn der Anleger für 200 Euro abzüglich Spread – oft ein Punkt oder ein Euro – wieder verkaufen. Bei 100 Punkten Kursdifferenz hätte der Trader mit inkludiertem Spread also 99 Euro = 99 % gewonnen.

Das funktioniert natürlich auch umgekehrt: Sinkt der Dax im Kurs, fällt der CFD im Preis. Bei 100 Punkten Kursrückgang wäre er wertlos. Die Margin des Traders wäre aufgebraucht, sie hätte bei 1,0 % gelegen. Der Hebel betrüge in diesem Fall 1:100. Mit einem Stopploss kann sich der Trader gegen einen allzu hohen Verlust schützen.

Stärken & Schwächen von CFDs

Zu den unzweifelhaften Stärken zählt, dass der Trader bei einem steigenden und einem fallenden Kurs gleichermaßen verdienen kann und dass er außerdem nur sehr wenig Kapitaleinsatz benötigt, um den CFD zu handeln. Um den gleichen Gewinn ohne CFD zu erzielen, müsste der Trader bei einem Hebel von 1:100 das hundertfache Kapital einsetzen.
Das Verlustrisiko ist zwangsläufig hoch. Eine Nachschusspflicht, über die gelegentlich etwas zu lesen ist, gibt es zwar bei fast keinem CFD-Broker. Wenn der Einsatz aufgebraucht ist, endet der Trade im Totalverlust. Der Stopploss kann diesen Verlust begrenzen. Doch die Handelsverläufe sind rasant. Trader müssen sehr schnelle Entscheidungen treffen können und ein sehr ausgewogenes Risikomanagement betreiben, um mit hoch gehebelten CFDs wirklich etwas zu verdienen.

Fazit zum CFD-Trading

Mit CFDs können Trader hoch gehebelt an Kursbewegungen verschiedener Basiswerte partizipieren. Die Richtung dieser Bewegung spielt dabei keine Rolle. Auch im Forexbereich werden heute zunehmend CFDs anstelle von echten Währungslots eingesetzt.

Die Kapitaleinsätze können sehr niedrig ausfallen, das Verlustrisiko ist allerdings hoch. Zudem bedarf es für das CFD-Trading eines spezialisierten Brokers, der solche Produkte im Angebot hat. Die Vielfalt beim CFD-Handel ist sehr groß, denn praktisch alle gängigen Assetklassen werden inzwischen durch CFDs nachgebildet.

Die Funktionsweise besticht durch ihre Transparenz und das unkomplizierte Handling. Durch den geringen Kapitaleinsatz eignen sich CFDs trotz des hohen Verlustrisikos auch für Privatanleger.

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