If-Then Order

If-Then Order - sinnvolle Funktion oder überflüssiges Feature? Wir erklären die Hintergründe.

Die If-Then Order bedeutet “wenn-dann” und kann theoretisch beliebige Orders miteinander koppeln. Praktisch wird sie für das automatische Setzen einer Stop Loss Order nach dem Einbuchen einer Position aufgrund von Stop Buy oder Limit Buy verwendet. Sie kann aber auch vielseitiger eingesetzt werden. Für das Programmieren von Expert Advisors ist sie gemeinsam mit der OCO Order (One Cancels Other) unverzichtbar.

Funktion der If-Then Order

Die grundlegende Funktion ist simpel: Der Trader koppelt beispielsweise einen Kaufstopp (Stop Buy) mit einem Stop Loss oder mit einem Trailing Stop. Das ist das häufigste Szenario für die If-Then Order. Der Trader ist der Auffassung, dass sich ein Trend entwickeln könnte, sobald der Kurs die Schwelle xy überschritten hat. Daraufhin setzt er an diese Stelle für sein Wertpapier eine Stop Buy Order und koppelt diese per If-Then mit einem Stop Loss 15 Punkte unter dem Einstieg.

Anschließend geht der Trader in den Park spazieren, beobachtet ein wenig glückliche junge Pärchen, Kinder oder Hunde und füttert die Enten. Nach einigen Stunden kehrt er an den PC zurück und stellt fest, dass er

  • am Kaufstopp eingebucht wurde, der per If-Then Order gesetzte Stop Loss gehalten hat und der Kurs inzwischen rund 150 Punkte in den Gewinn gelaufen ist oder
  • er eingebucht und danach 15 Punkte unter seinem Einstieg ausgestoppt wurde, was kein Beinbruch ist oder
  • gar nichts passiert ist.

In jedem Fall sinniert der Trader dank If-Then Order diesem schönen Vormittag im sonnigen Park nach und freut sich über die Erfindung der If-Then Order, die ihm den Stress und Ärger mit all den suboptimalen Entscheidungen vor dem Rechner erspart hat.

Es gibt darüber hinaus noch viele weitere Szenarien. Mit If-Then könnten Kauflimits, Kaufstopps und Trailing Stop Orders gekoppelt werden. Der Trader könnte in seinem Geist all die verrückten Kapriolen des Kurses für die kommende Handelssession vorwegnehmen und mit If-Then und OCO Orders auf all diese möglichen Situationen mit einem Expert Advisor reagieren. Wenn er dann aus dem Park wiederkehrt, ist es sehr spannend, was so alles geschah.

Vor- und Nachteile der If-Then Order

Für das Koppeln einer Stop Loss Order mit der Stop Buy Order bringt die If-Then Order praktisch nur Vorteile mit sich. Der einzige Nachteil könnte sein, dass der Trader nicht genau weiß, wie sich die Volatilität bis zum Erreichen seines Kaufstopps entwickelt, ob also der von ihm angedachte Stop Loss (zum Beispiel 15 Punkte unter Einstieg) tatsächlich noch sinnvoll ist, wenn der Kurs diese Marke erreicht hat. Das wäre die einzige Gefahr, wenn ein Trader tatsächlich mit einem If-Then Orderzusatz die Dinge ihrem Lauf überlässt.

Ansonsten ist der Gedanke, dass nach dem Über-/Unterschreiten bestimmter Kursmarken eine neue Entwicklung beginnen könnte, die man per Kaufstopp mitnimmt, sich aber dabei per If-Then mit einem Stop Loss absichert, sehr vernünftig. Es erspart dem Trader die ständige Marktbeobachtung und das Fällen von Entscheidungen (über den Stop Loss), die scheinbar immer suboptimal sind.

Wenn nun eine If-Then Order zusammen mit dem OCO Orderzusatz und vielen verschiedenen Pending Orders zur Konstruktion eines Expert Advisors genutzt wird, muss der Trader geistig sehr beweglich sein. Trotzdem kann der Markt sehr irrationale Bewegungen vollführen. Daher ist mit der If-Then Order ein behutsames Umgehen gefragt.

If-Then Order: Fazit

Dieser Orderzusatz ist unglaublich nützlich für das Absichern programmierter Kaufstopps oder Kauflimits. Wer auf diese Weise vorgeht, also nur selten mit Market Execution, aber sehr oft mit Stop Buy oder Limit Buy arbeitet, sollte sich einen Broker suchen, der If-Then und OCO Orders im Programm hat. Die Anwendung sollte nur nicht übertrieben werden, damit sie den Trader nicht verwirrt und am Ende vollkommen ratlos zurücklässt.

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