Kaufman Efficiency Ratio

Mit Disziplin und dem richtigen Markt kann Kaufman's Strategie aufgehen. Wir sagen, was man beachten sollte.

Die Kaufman Efficiency Ratio basiert als Trading Strategie auf dem Markteffizienzmodell von Perry Kaufman, das er in “Smarter Trading: Improving-Performance in Changing Markets” näher beschreibt. Mit der interessanten Berechnung lässt sich der Trend eines Finanzinstrumentes hinsichtlich der Richtung identifizieren und in seiner Stärke bestimmen.

Der Handel in Richtung des Trends gilt als konservativer, aber sicherer Ansatz ist. Für die Trendbestimmung ist aber wichtig, den Trend vom “Marktrauschen” zu trennen. Mit Kaufmans Efficiency Ratio soll das gelingen.

Kaufman Efficiency Ratio: Funktionsweise

Die Kaufman Efficiency Ratio bestimmt das Verhältnis zwischen Volatilität und Kursrichtung. Im Ergebnis oszilliert ein Wert zwischen +1 und -1 mit dem Mittelpunkt bei 0. Sollte der Wert +1 erreichen, befindet sich das Finanzinstrument in einem vollkommen klaren Aufwärtstrend. Der gegenteilige Wert -1 zeigt einen vollkommenen Abwärtstrend. Diese beide Werte werden in der Praxis fast nie erreicht.

Wenn die Werte um 0 oszillieren, zeigen sie ziellose Bewegungen an, es gibt keinen Trend. Kaufman empfiehlt den Einsatz des Oszillators im 15-Minuten-Chart, manche Trader wenden ihn im Swing-Trading auch auf Tagescharts an. Wenn der Indikator den Wert +0,6 überschreitet, generiert er ein Kaufsignal, bei -0,6 wäre es ein Verkaufssignal.

Trader können auch eigene Werte einstellen. Es gibt einen Long- und einen Short-Schwellwert, die sich durch Indikatoren definieren lassen. Auch Überkauft- und Überverkauft-Signale lassen sich bei Werten über +0,9 und unter -0,9 bestimmen. Sollte die Kaufman Efficiency Ratio aus diesen Bereichen wieder in den normalen Bereich wechseln, könnte das sogar zu einer antizyklischen Position motivieren, ebenso aber zum Nachkauf in Trendrichtung.

Diese Stelle ist an der Kaufman Efficiency Ratio kritisch. Der Erfinder selbst empfiehlt Aktivitäten nur, wenn der Oszillator von der Nulllinie aus kommend in einen der beiden Extrembereiche gelangt. Die Kaufman Efficiency Ratio wird mit einer Stop Loss Order und einer Take Profit Order verbunden. Diese unterliegen klaren Definitionen:

  • Stop Loss: tiefstes Tief (Long-Position) oder höchstes Hoch (Short-Position) der letzten zehn Perioden
  • Take Profit: 2 x ATR (Average True Range) der letzten 20 Perioden

Stärken und Schwächen der Kaufman Efficiency Ratio

Zu den unzweifelhaften Stärken gehören die Berechnungsgrundlage (Relation von Volatilität und Kursrichtung) sowie der klar strukturierte Oszillator. Auch Kaufmans Anweisung, nur bei einer Oszillation von der Mittellinie in einen der beiden Extrembereiche zu handeln, hat sehr viel für sich.

Eine Schwäche ergibt sich aus dem mathematisch nicht eindeutigen Modell: Entweder ist der Wert +0,6 bis +0,9 eine Kaufzone, oder er ist es nicht. Wenn er es ist, wären auch Nachkäufe in Trendrichtung logisch, wie es Trader ja in der Praxis machen. Dann könnte es aber auch ein “Überkauft” geben, was die antizyklische Gegenposition indizieren würde. Davon rät Kaufman jedoch ab.

Kaufman Efficiency Ratio: Fazit

Diese Strategie kann bei disziplinierter Anwendung in Trendmärkten sehr gut funktionieren. Hierbei müssen sich die Trader allerdings recht strikt an Kaufmans Anweisungen halten. Für Nachkäufe oder das antizyklische Trading ist die Kaufman Efficiency Ratio wohl eher nicht geeignet.

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