LOHP Strategie

Wenn der Erfinder schon skeptisch gegenüber seiner Strategie ist - was taugt die "Low of-the High Period"?

Die LOHP Strategie ist eine Reversal Strategie und steht der HOLP Strategie gegenüber. LOHP heißt “Low of-the High Period”, HOLP bedeutet gegensätzlich “High of-the Low Period”. Beide Strategien stammen vom Trader John F. Carter. LOHP generiert Verkaufssignale nach einem Kursanstieg, HOLP macht das Gegenteil. Mit beiden Umkehrstrategien geht der Trader eine Position mit dem Trendwechsel ein.

Funktionsweise der LOHP Strategie

Obgleich John F. Carter in seinen Publikationen die Reversal Strategien eher skeptisch betrachtet, hat er doch ein System entwickelt, mit welchem sie funktionieren könnten. Sein maßgeblicher Faktor ist die Kursentwicklung, die sich an Bars (Kerzen, OHLC-Stäben) ablesen lässt. Bei einer LOHP Strategie entsteht ein Short-Signal, wenn nach längerem Preisanstieg der Kurs an den Balken erkennbar seine Richtung wechselt.

Eine Position soll der Trader mit der LOHP Strategie eingehen, wenn es nach 20 Perioden einen höchsten Schlusskurs gibt. Um diesen Schlusskurs herum muss es einen Balken mit einem höchsten Hoch geben. Es muss sich hierbei nicht zwingend um den letzten Balken der Formation handeln. Wenn das Tief dieses Balkens unterschritten wird, eröffnet der Trader eine Short-Position. Dieser folgt er mit einem Stop Loss oder Trailing Stop.

Carter schlägt die Strategie mit Tagescharts und allen Assets vor. Sie soll auch mit 30- und 60-Minuten-Balken funktionieren.

LOHP Strategie: Stärken und Schwächen

Die Strategie ist an sich logisch und wird bei bestimmten Assets gut funktionieren, wenn der Kurs nicht nach dem Reversal in eine Seitwärtsphase übergeht und daher den Stop Loss verletzt.

Als Schwäche darf ausgemacht werden, dass Reversals per se als unzuverlässig gelten, wie es Carter ja selbst skeptisch befürchtet, und dass die strenge Zählung von 20 Perioden als gewillkürt erscheint. Niemand kann sagen, dass nach 20 Perioden ein Reversal logischer ist als nach 10 oder 30 Perioden.

Fazit zur LOHP-Strategie

Mit der LOHP Strategie lassen sich Reversals vom Aufwärts- in den Abwärtsmarkt handeln. Das kann bei Assets, die per se zu Swings tendieren (praktisch alle Forex-Werte) gut funktionieren. Trader sollten dabei auf ihren Stop Loss achten und auch überprüfen, ob die vorgeschlagenen 20 Perioden wirklich hilfreich sind. Immerhin kann diese Strategie auf alle Assets angewendet werden, es lohnt sich also, sich mit ihr zu beschäftigen.

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