Market Execution

Der einfachste Weg ist oftmals der Beste. Gilt das auch für den CFD-Handel? Die Market Execution auf dem Prüfstand.

Die Market Execution – auch “bestens” (Verkauf) oder “billigst” (Kauf) genannt – ist als Order-Typ ein bedeutendes Instrument für die Terminmarktpraxis. Beim Trading, Hedging und Switching wenden viele Trader diese Order permanent an, bei der auf Knopfdruck unmittelbar zum aktuell gültigen Preis das Wertpapier eingebucht wird. In liquiden Märkten beträgt die Zeitspanne weniger als eine Sekunde, viele Broker werben mit Ausführungen im Millisekundenbereich. Es gibt auch Trader, die niemals eine Market Execution aufgeben, sondern grundsätzlich Kaufstopps (Stop Buy) setzen.

Funktion einer Market Execution

Die Market Execution Order lösen Trader aus, wenn sie den aktuellen Preis für einen Kauf oder Verkauf für günstig halten und sich durch das Managen von Stop Loss oder Stop Buy Orders keinen Vorteil versprechen. Es gibt für diese Order keine Preisangabe, sie wird im Moment der Aufgabe unmittelbar ausgeführt – wenn der Markt liquide ist. In illiquiden Märkten könnte die Market Execution eine Weile im Orderbuch verweilen.

Der Broker kauft also sofort (heutzutage elektronisch) das Wertpapier zum derzeit günstigsten Preis oder verkauft es zum derzeit höchsten Preis. Allerdings gibt es auch bei der Market Execution Slippage. Hinsichtlich der Ausführungsgeschwindigkeit bietet diese Orderart keine Vorteile gegenüber einem gesetzten Kaufstopp oder Stop Loss.

Vor- und Nachteile der Market Execution

Im traditionellen Parketthandel mit Orderauslösung per Handzeichen oder telefonisch galt die Market Execution als bevorzugt gegenüber gesetzten Stop- oder Limit-Orders. Diesen Vorteil gibt es definitiv nicht mehr, im Gegenteil: Die menschliche Verzögerung bei der von Hand aufgegebenen Market Execution macht diese um Sekundenbruchteile langsamer als die Auslösung von programmierten Stop Loss oder Stop Buy Orders.

Doch darauf kommt es wohl in Wahrheit nicht an. Bei einer Market Execution entscheidet der Trader, wann gehandelt wird, er überlässt diese Entscheidung nicht dem Markt. Das kann vorteilhaft in günstigen Situationen sein, in denen ein Stop Buy oder Limit Buy die Entscheidung auf suboptimale Weise hinauszögern würde.

Jeder Trader kennt diese Situationen: Der Markt sieht nach dem Aufrufen sofort so aus, dass man jetzt investiert sein möchte. Der Kurs hat soeben wichtige Kauf-/Verkaufsmarken durchbrochen, dort hätten auch Kaufstopps stehen können. Dann ist die Market Execution für einen Kauf das Mittel der Wahl. Beim Verkauf ist sie kurz vor Handelsschluss anstelle der Stop Loss Order zu bevorzugen, wenn der Trader die Position keinesfalls über Nacht halten, sondern nun sein Tagewerk beenden, sich den Schweiß von der Stirn wischen und mit Frau und Kindern zu Abend essen möchte.

Doch es gibt freilich auch Nachteile: Wenn die Order aufgegeben wurde, kommt sie zur Ausführung, ein Korrigieren gibt es nicht mehr. Bei sprunghaften Kursen wünscht sich der Trader manchmal sehr eine Korrekturmöglichkeit, jedoch: Diese gibt es nicht. Er muss nun mit seinem Mausklick leben und bekümmert zuschauen, wie der Kurs unmittelbar nach der Aufgabe gegen ihn läuft, und zwar so schnell, dass ein Stop Loss gar nicht schnell genug programmiert werden kann. Zu allem Überfluss fällt in diesem Moment auch noch das Netz aus, alternativ ruft die Frau: “Das Essen ist fertig!” Daher gibt es Trader, die eine Market Execution nur für den Verkauf anwenden.

Fazit zur Market Execution

Für diese Order sollte es gute Gründe geben, wenn sie beim Kauf zum Einsatz kommt. Beim Verkauf kurz vor Handelsschluss spricht hingegen nie etwas gegen die Market Execution. Die Market Execution steht allen Stop- und Limit-Orders gegenüber.

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