Open Trade Strategie

Die Open Trade Strategie folgt sehr strikten Vorgaben, die nicht so richtig zum dynamischen Trading passen will.

Open Trade konzentriert sich als einfache Strategie auf die erste Handelsstunde für den Einstieg in eine Position. Diese Variante haben schon etliche Autoren beschrieben, sie kann zweimal täglich – bei der Eröffnung der europäischen und der amerikanischen Märkte – angewendet werden. Es ist eine Strategie ausschließlich für das Daytrading, pro Asset werden täglich ein bis zwei Positionen eingegangen.

Funktionsweise von Open Trade

Die Strategie geht davon aus, dass statistisch gesehen die meisten Indizes in der ersten halben Stunde nach der Markteröffnung einen Trend aufzeigen. Entscheidend sind allerdings die Hoch- oder Tiefpunkte dieser Anfangsperiode.

Zwischen dem Hoch und dem Tief der ersten 30 bis 40 Minuten kann sich ein Preiskanal ausformen. Wenn der Kurs aus dem Kanal ausbricht, kann der Trader in diese Richtung eine Position eingehen. Idealerweise setzt der Trader zwei Kaufstopps für je eine Call- und eine Put-Position über und unter diesen Preiskanal. Wenn eine der beiden Positionen eingestoppt wird, erhält sie einen Stop Loss oder Trailing Stop, der Kaufstopp für die andere Richtung wird gelöscht.

Es gibt für Open Trade ein Kursziel, an welchem der Trader eine Take Profit Order platzieren kann. Dem steht ein Stop Loss gegenüber. Wichtig zu wissen: Beide Orders stehen nach Auskunft vieler Publikationen in exakt demselben Abstand zum Einstiegskurs, was ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1:1 impliziert (relativ ungünstig). Doch auch die Average True Range mit ihrer Indikation durch die eigentliche Volatilität kann für die Bestimmung dieser Abstände herangezogen werden. Die ATR schwankt allerdings. Gute Softwareprogramme für Open Trade zeigen automatisch die ATR-Ausstiegspunkte und den geeigneten Stop Loss.

Stärken und Schwächen von Open Trade

Zunächst einmal stimmt es durchaus, dass sich aus den ersten 30 bis 40 Handelsminuten oft ein Tagestrend ableiten lässt. Allerdings erscheint an “Open Trade in Reinkultur” einiges willkürlich, so etwa die Bestimmung einer Phase von exakt 30 oder 40 Minuten, in welcher der Markt seine Richtung finden soll. Noch kritischer wären ein Take Profit und ein Stop Loss im selbem Abstand zum Einstiegskurs zu bewerten.

Normalerweise sollten Trader von einem CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) von wenigstens 2:1, besser von 3:1 und noch optimaler ausgehen. Wenn es sich um einen Tagestrend handeln sollte, wäre ein Trailing Stop indiziert. Es obliegt dem Urteilsvermögen der Trader, Open Trade entsprechend an ihre eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Open Trade Fazit

Open Trade basiert in der Tat auf dem sinnvollen Grundgedanken, dass die Eröffnung sehr wichtige Impulse liefert. Die Strategie kann darüber hinaus bei der Eröffnung der US-Märkte am Nachmittag nochmals eingesetzt werden.

Trader müssen aber wissen, dass nach einer Eröffnung alles Mögliche passieren kann: Der Kurs kann nämlich zuerst nach oben und dann nach unten oder umgekehrt ausbrechen. Gerade Indizes, für welche diese Strategie gedacht ist, verhalten sich besonders unberechenbar.

Der zweite Knackpunkt ist die relativ strikte Angabe von 30 oder 40 Minuten (manche Autoren: genau 40 Minuten) für die Festlegung des ersten Preiskanals. Von dieser genauen Vorschrift sollten sich interessierte Trader freimachen. Ansonsten ist Open Trade für Daytrader ein wirklich interessanter Ansatz.

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