Scalping SCD Strategie

Eine ausgefeilte Strategie, die klassisches Scalping sinnvoll erweitert und automatisiert. Gibt es auch Nachteile?

Scalping SCD ist eine Strategie des Franzosen Stéphane Ceaux-Dutheil. Sein Ansatz gelangte 2011 ins Finale des Pariser Wettbewerbs „Trading Fair“. Es geht beim Scalping SCD darum, in sehr kurzer Zeit kleine Gewinne aus dem Markt zu nehmen. Die Haltedauer von Positionen bewegt sich höchstens im Minutenbereich.

Funktionsweise von Scalping SCD

Ceaux-Dutheil setzt vier technische Werkzeuge für die technische Analyse und das daraus resultierende Scalpen ein: einen Kerzenchart, Moving Averages, Bollinger Bänder sowie SCD Bänder, die rot und blau gekennzeichnet werden. Die Tools kommen auf einem 5-Minuten- und einem 12-Sekunden-Chart zum Einsatz. Mit dem 5-Minuten-Chart lassen sich potenzielle Trading-Signale aufspüren. Mithilfe des 12-Sekunden-Charts erfolgt eine Bewertung der Signale, die zur tatsächlichen Positionseröffnung führt. Für eine Positionseröffnung müssen mindestens drei Bedingungen erfüllt sein:

  • 1. Der 5-Minuten-Chart muss ein Signal identifiziert haben.
  • 2. Im 12-Sekunden-Chart müssen sich drei Moving Averages gekreuzt haben.
  • 3. Die Order muss abzusichern sein.

Die Handelsrichtung ergibt aus der Relation des Preischarts zu den gleitenden Durchschnitten. Notiert er über diesen, handelt der Trader long, ansonsten short. Den Preiskanal im 5-Minuten-Chart bildet ein rotes SCD Band, dessen Grenzen die EMAs 3 und 15 bilden. Bei starken Trends zeigt dieses SCD Bank den wirklichen Trend an. Wenn der Preischart den EMA 15 berührt, die jeweilige Kerze aber im roten SCD Band schließt, ergibt sich eine Einstiegsmöglichkeit. Es handelt sich also um einen Preisrücksetzer im Trend, der gescalpt wird.

Moderne Softwareprogramme liefern optische und akustische Signale, wenn sich diese Einstiegschance ergibt. Optisch werden bullishe Signale grün, bearishe Signale rot angezeigt. Wenn der 5-Minuten-Chart ein Signal anzeigt, muss der Trader den 12-Sekunden-Chart beobachten. Das Einstiegssignal wird durch das Kreuzen der drei Moving Averages 100, 130 und 160 bestätigt. Werden sie überschritten, ist es ein bullishes Signal, andernfalls handelt der Trader short. Die abgesicherte Order – die dritte Bedingung – ist eine mit dem Kaufstopp verbundene Stop Loss Order. Wenn eine Brokersoftware diese Orderart nicht enthält, sollte der Trader den Stop Loss manuell setzen, was viel Konzentration verlangt.

Scalping SCD: Stärken und Schwächen

Scalping an sich wird von einigen Tradern als sehr vorteilhaft empfunden, weil es die Handelszeiten auf wenige Minuten reduziert. Allerdings steht diesem Vorteil der Nachteil gegenüber, dass der Trader schnell sein und den Markt beobachten muss, außerdem darf die Technik nicht versagen (Internetverbindung, Brokersoftware). Doch die Scalping SCD Strategie von Stéphane Ceaux-Dutheil lässt sich in einen Expert Advisor programmieren, das ist ein sehr wichtiger und positiver Aspekt.

Die drei Bedingungen kann ein automatisches Programm überwachen beziehungsweise die dritte Bedingung – das Setzen der abgesicherten Order – selbst ausführen. Stéphane Ceaux-Dutheil nutzt selbst Bracket-Orders. Diese bestehen aus Stop Loss und Take Profit, beide Orders haben den gleichen Abstand zum Einstiegslevel.

Hier besteht der erste Nachteil: Das CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) betrüge in diesem Fall 1:1, was in der Tat bei Scalping-Ansätzen oft zu beobachten ist. Normalerweise handeln die meisten Trader erst ab einem CRV von mindestens 2:1, besser 3:1 oder noch günstiger.

Der zweite Nachteil ist die Notwendigkeit, die entsprechenden verbundenen Orders beim eigenen Broker auch vorzufinden, was nicht selbstverständlich ist. Wenn der Trader aber manuell handelt, wird dieses Scalping unter Berücksichtigung des ungünstigen CRV sehr riskant.

Doch der Erfinder Stéphane Ceaux-Dutheil hat seinen Ansatz noch verfeinert, indem er die Qualität von Signalen anhand der SCD Bänder beurteilt, die in seiner Chartsoftware unterschiedlich stark angezeigt werden. Auch sollen die Moving Averages dicht beieinander liegen und vor dem Signal relativ flach verlaufen sein. Auch diese Einstellungen lassen sich mit der entsprechenden Software überwachen.

Scalping SCD: Fazit

Bei Scalping SCD von Ceaux-Dutheil handelt es sich um eine ausgefeilte, automatisierbar Strategie, wenn der Broker die entsprechende Software anbietet. Es ist hinsichtlich der Klassifizierung eine Trendfortsetzungs-Strategie nach einer winzigen Kurskorrektur. Scalping SCD hebt das Scalping auf eine neue Stufe, sollte aber möglicherweise nur durch erfahrene Trader mit der entsprechenden Software umgesetzt werden.

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