Stop Loss Order

Der Stop Loss gilt als unverzichtbar. Gibt es Alternativen zur Absicherung der Orders?

Eine Stop Loss Order sichert ein Wertpapier gegen einen Kursrückgang ab. Ab einem bestimmten Kursrückgang wird das Wertpapier automatisch verkauft. Damit lassen sich Verluste begrenzen und Gewinne sichern.

Funktion der Stop Loss Order

Die Funktion von Stop Loss besteht in der Verlustbegrenzung und der Gewinnsicherung. Diese Bereiche gehen ineinander über. Kurz nach dem Buchen begrenzt der Stop Loss den möglichen Verlust bei einem sofortigen Kursrückgang des Wertpapiers. Wenn sich dessen Kurs wie erwartet entwickelt und in den Gewinn läuft, sichert der Stop Loss den bisher aufgelaufenen Gewinn.

Es handelt sich um die bekannteste Order, viele Händler verzichten niemals auf sie. Allerdings ist sie nicht zwingend: Jedermann kann auch ein Wertpapier ohne Stop Loss laufen lassen und damit den Totalverlust in Kauf nehmen.

Zwar verweisen Theoretiker immer wieder auf die Bedeutung der Stop Loss Order für das Risikomanagement, doch das ist nicht ganz exakt. Es steht jedem Anleger frei, sein Risiko – beispielsweise fünf Prozent pro Position in Relation zum Gesamtkapital – per Stop Loss zu begrenzen oder aber alternativ viele kleine Positionen ohne Stop Loss einzubuchen, deren Totalverlust auch nur je ein Bruchteil des Gesamtkapitals betragen würde (bei fünf Prozent wären es 20 gleichgewichtete Positionen). Insofern sollten Händler den Stop Loss kritisch hinterfragen.

Stärken und Schwächen

Zu den unzweifelhaften Stärken gehören die ursprünglichen Funktionen der Verlustbegrenzung oder Gewinnsicherung. Um eine Position, die per Stop Loss abgesichert ist, muss sich der Händler wenigstens intraday nicht mehr kümmern.

Es gibt aber auch Schwächen, die in der vorangegangenen Argumentation schon erkennbar werden. Vielfach ist zu lesen, ein Stop Loss müsse zwingend den Verlust auf zwei, fünf oder 1,5 % des Gesamtkapitals begrenzen. Diese Zahlen – jedenfalls 1,5 – 2,0 % – stammen aus dem Aktienhandel und machen dort bei einem gut diversifizierten Portfolio möglicherweise Sinn. Im Derivatehandel sind sie fragwürdig bis obsolet.

Nicht umsonst gibt es inzwischen Binäre Optionen ganz ohne Stop Loss (allerdings mit Early Closure, einer Funktion für die Gewinnsicherung). Wer schon einmal CFDs oder Knock-outs gehandelt hat, weiß, dass mit zwei bis fünf Prozent Verlustbegrenzung kein Blumentopf zu gewinnen ist – die Scheine werden fast immer durch Kursschwankungen ausgestoppt, obwohl die generelle Richtung stimmt.

Händler müssen also immer den Stop Loss und das damit verbundene Risikomanagement im Gesamtkontext betrachten. Sie könnten 100 Scheine ohne Stop Loss Order einbuchen und würden damit – wenn alle Scheine dasselbe Geld kosten – pro Position nur noch ein Prozent ihres Kapitals riskieren. Wenn dann wenigstens einige Scheine die gewünschte Richtung einschlagen, könnten sie langsam einen Stop Loss erhalten, dadurch würde sich das Risiko noch weiter reduzieren.

Diese Vorgehensweise ist andererseits mühsam und verhindert nicht, dass ein Risiko bestehen bleibt, bis genügend Scheine genügend weit in den Gewinn gelaufen sind.

Fazit zum Stop Loss

Der Stop Loss gilt nach wie vor als unverzichtbares Instrument von Händlern, jedoch sollte er von seinem Mythos als einziges Mittel der Risikobegrenzung befreit werden. Diese kann genauso gut über die Gewichtung einzelner Positionen vorgenommen werden, wie es bei Binären Optionen ohnehin Usus ist.

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