Take Profit

Alle Gründe für und gegen die Take Profit Order als Alternative zum Trailing Stop.

Take Profit ist Order zum Verkauf eines Wertpapiers nach dem Erreichen eines bestimmten Kursstandes. Damit wird automatisch der Gewinn auf das Konto des Traders gebucht, wenn das Wertpapier diesen Kurs erreicht. Allerdings nutzen nicht viele Trader eine Take Profit Order, deren Anwendung sich durch bestimmten Betrachtungen der Chance-Risiko-Relation ergibt. Ein Trailing Stop, ein von Hand nachgezogener Stop Loss oder die Market Execution vor Tagesschluss gelten als sinnvollere Mittel des Verkaufs.

Take Profit: Funktionsweise

Der Trader programmiert eine Verkaufsorder beim Erreichen eines Kursstandes, also ein Sell Limit für das entsprechende Wertpapier. Wenn es sich um ein Call-Derivat handelt, wird die Order über dem gegenwärtigen Kursstand des Underlyings angesiedelt sein, beim Put-Derivat darunter. Sollte das Papier diesen Kurs erreichen, löst das System automatisch den Verkauf aus. Es ist hierbei mit Slippage zu rechnen.

Trader wählen oft einen Kursstand, dessen Erreichen sie aufgrund einer begonnenen Bewegung für denkbar halten und der zu ihrer CRV-Berechnung passt (Chance-Risiko-Verhältnis). Diese besagt Folgendes:

Wenn es einen natürlichen Stop Loss für eine Position gibt, der zum Beispiel 15 Punkte von meinen Einstiegspunkt entfernt liegt, wenn ich also dieses Risiko sinnvollerweise eingehen muss, dann lohnt sich das für mich, wenn der zu erwartende Gewinn nicht nur mindestens ebenso hoch, sondern am besten doppelt oder dreimal so hoch ausfallen kann. Das CRV sollte also mindestens 2:1, besser 3:1 betragen. Noch mehr ist immer gut.

Es gibt Trader, die unter einem CRV von 3:1 nicht handeln. Sie berechnen den logischen Stop Loss und sagen: Die dreifache Punktzahl zwischen meinem Einstieg und diesem Stop Loss müsste ich gewinnen können, sonst lohnt es sich nicht. Wenn sie dieses Kursziel für realistisch halten, setzen sie dorthin eine Take Profit Order und gehen schlafen.

Vor- und Nachteile der Take Profit Order

Der Vorteil ist der ruhige Mittagsschlaf des Traders, der sich auf diese Weise seiner Sache sehr sicher ist. Denn sehen Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, ein Mensch, der sich von daheim aus, vollkommen vereinsamt, verängstigt wegen des vielen Geldes, das er in jeder Minute in Umlauf bringt, vor den Rechner setzt und eine Order nach der anderen programmiert, der muss sich auch einmal ausruhen dürfen. Das ist sein Lohn für diese harte Fron. Wenn er dann aufwacht, schaut er auf den Bildschirm und hat durch die Take Profit Order im Schlaf sein Geld verdient. Davon erzählt er abends beim Bier seinen Freunden, die sich noch immer im Büro schikanieren lassen müssen. Das wären die Vorteile.

Der Nachteil ist: Eine Take Profit Order verhindert, dass sich der Kurs noch weiter entwickeln kann. Schließlich wird das Wertpapier an dieser Stelle verkauft. Auch basiert die Bestimmung dieses Kursziels auf der sehr gewillkürten Annahme, dass am CRV etwas dran ist. Hierbei handelt es sich aber nur um eine Betrachtungsweise – der Markt macht, was er will, egal was Sie sich für Kursziele ausrechnen. Dier Trailing Stop wirkt viel sinnvoller, wenn man auf das Mittagsschläfchen nicht verzichten möchte.

Take Profit: Fazit

Take Profit kann ein Mittel sein, um Gewinne mitzunehmen, wenn eine Marktbeobachtung aktuell nicht möglich ist. Einige Trader operieren damit erfolgreich, jedoch darf diese Handlungsweise hinterfragt werden.

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