TrendPlus Strategie

Ein klassisches Instrument des CFD Handels. Gibt es auch Nachteile? Wir haben uns TrendPlus genauer angeschaut.

TrendPlus ist eine Strategie, bei der eine Korrekturbewegung gesucht wird, die einen klaren Trend aufweist. Das wäre nach einem Rückgang ein stark steigender Markt oder nach einem Kursanstieg ein plötzlich stark fallender Markt. Der Trader geht Positionen in Richtung des kurzfristig unterbrochenen Trends ein.

Das Szenario ist nicht sehr häufig, doch die TrendPlus Strategie führt zu einer hohen Trefferquote. Pro Woche und Asset können auf diese Weise ein bis zwei Trades entstehen, die Positionen werden dann mehrere Tage lang gehalten. Da diese Strategie auf dem Grundprinzip der Trendfortsetzung basiert, funktioniert sie in jedem Markt.

TrendPlus: Funktionsweise

Auf den ersten Blick wirken die Komponenten dieser Strategie einfach, denn der Trader nutzt lediglich Bollinger Bänder und einen Trendfilter auf der Basis des MACD (moving-average convergence and divergence). Doch diese beiden Komponenten müssen genauestens aufeinander abgestimmt werden.

Ein Beispiel liefert der EuroStoxx50 im 15-Minuten Chart, der täglich 14 Stunden gehandelt wird. In einer Woche ergeben sich damit 280 Perioden. Die Marktpreise können sich innerhalb und außerhalb von Bollinger Bändern bewegen, doch die TradePlus Strategie basiert nur auf außergewöhnlichen Bewegungen außerhalb der Bollinger Bänder. Deren Breite muss wie üblich definiert werden. Hierzu kommt bei derTradePlus Strategie die dreifache Standardabweichung zum Einsatz, doch es soll auch möglich sein, mit engeren Bändern zu arbeiten. Dabei sind allerdings häufigere Fehlsignale zu erwarten.

Die verwendeten Signale von TrendPlus sind sogenannte „Rebounds“. Diese entstehen erst, wenn der Marktpreis nach dem Verlassen des Bollinger Bandes wieder in dieses zurückkehrt. Der MACD Filter besteht aus zwei GDs (gleitenden Durchschnitten) von 11 und 33 Perioden, die auf einen Tag berechnet werden. Auf ATR-Basis (Average True Range) wird ein Bereich um die Nulllinie berechnet, der einen fehlenden Trend kennzeichnet.

Der Trader positioniert sich long, wenn der Marktpreis von unten in das Bollinger Band zurückkehrt und der Markt gleichzeitig stark aufwärts tendiert. Umgekehrt sind Short-Positionen bei einer Rückkehr des Preises von oben in das Bollinger Band im starken Abwärtstrend möglich. Die Positionen werden bei gegenläufiger Bewegung geschlossen: Bei der Longposition wäre das eine Rückkehr des Marktpreises von oben in das Bollinger Band, bei der Short Position von unten. Natürlich könnten die Trader alternativ auch mit Stop Loss oder Trailing Stop arbeiten.

Stärken und Schwächen von TrendPlus

Die Stärke der TrendPlus Strategie besteht in der Logik der Bollinger Bänder. Diese zeigen tatsächlich den funktionierenden Trend an. Sollte es hiervon eine Abweichung geben und der Kurs dann wieder in das Band zurückkehren, funktioniert der Trend weiter, während der Trader einen sehr günstigen Einstiegskurs erwischt hat. Das ist das Ziel jedes Trendtradings, für das es im Übrigen auch andere Methoden gibt, etwa auf der Basis von Candlesticks oder OHLC-Bars. Das beweist nur, dass der Ansatz stimmt.

Eine Schwäche könnte die Willkür der Periodenfestlegung und -zählung sein. Es hat sich herausgestellt, dass bestimmte Strategien in manchen Perioden bei manchen Assets funktionieren, mit anderer Zählung jedoch nicht. Die zweite Problematik ergibt sich aus dem Stop Loss. Die Position erst zu schließen, wenn genau dieses Handelssystem den Gegentrend anzeigt, erscheint verspätet. Trader müssen also mit einzelnen Assets, Perioden und ihrem Stop Loss Management ein wenig experimentieren.

Fazit zu TrendPlus

Die TrendPlus Strategie basiert auf klassischen Mitteln der technischen Analyse. Doch es fand eine Verfeinerung und Perfektionierung statt. Mit der Strategie lassen sich Korrekturbewegungen handeln, was in praktisch allen Assetklassen und vielen Zeitperioden möglich sein sollte. Die Trader sollten nur beim gewählten Finanzinstrument auf die Einstellung ihrer Perioden achten und ihr Stop Loss Management überdenken.

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