Turtle Soup Strategie

Nicht zu verwechseln mit dem Turtle Trading von Dennis und Eckhardt. Was sollte man beachten?

Turtle Soup ist eine Tradingstrategie von Linda Bradford-Raschke, die damit die bekannte Turtle Trading Strategie aus den 1980er Jahren aufgriff. Diese stammte von William Eckhardt und Richard Dennis, die eine Gruppe von Trading-Anfängern auf eine bestimmte Weise schulten und der dabei angewandten Strategie den Namen “Turtle Trading” verliehen.

Es handelte sich um langfristiges Positionstrading mit Aktien. Linda Bradford-Raschke zielt allerdings mit Turtle Soup auf kurzfristiges Daytrading, außerdem kehrt sie die grundlegende Philosophie des Turtle Tradings um.

Funktionsweise von Turtle Soup

Das Turtle Trading von Dennis und Eckhardt handelt längerfristige Trends. Prinzipiell funktionieren Trendfolger, allerdings entwickeln die entsprechenden Strategien viele Fehlsignale. In der Regel führen weniger als die Hälfte aller eingegangenen Positionen zu einem Gewinn, der wiederum bei langfristigen Trends sehr hoch ausfallen kann. Damit ist Trendtrading insgesamt bei guten, langen und starken Trends erfolgreich.

Beim Turtle Trading werden beispielsweise Positionen nur bei neuen Wochen- oder Monatshochs eingegangen. Jeder Trader mit ein wenig Erfahrung weiß, dass nach so einem Hoch ein Rückschlag beinahe vorprogrammiert ist. Linda Bradford-Raschke entwickelte daher Turtle Soup mit dem Ziel, gerade diese Rückschläge zu handeln, die offensichtlich nach mehr als der Hälfte aller trendfolgenden Signale entstehen.

Die Erfolgsquote muss auf diese Weise über 50 % liegen, das Trading insgesamt müsste bei gutem Risikomanagement erfolgreich sein.

Turtle Soup ist also eine Umkehrung des Turtle Tradings. Die Strategie soll sich für Forexpaare eignen, bei denen auf 30-Minuten-Charts gehandelt wird. Ein Kaufsignal entsteht, wenn der Kurs ein neues Tief unter den vorhergehenden fünf Perioden erreicht. Umgekehrt entsteht ein Verkaufssignal bei einem neuen Hoch über den vorhergehenden fünf Perioden.

Es werden nicht alle auf diese Weise entstandenen Signale gehandelt. Ein Zeitfilter blockiert Signale außerhalb der Handelszeit, was im Forex-Trading wichtig ist, der Signalfilter ermittelt aus einem 21-Perioden- und einem 30-Perioden-EMA Long- und Shortsignale. Long handelt der Trader bei einem schnellen über dem langsamen EMA, umgekehrt entstehen Short-Signale. Die Position wird per Trailing Stop verfolgt, der anfänglich mit der dreifachen Average True Range der letzten 20 Perioden unter dem Einstiegskurs liegt.

Dieser sehr weite Stop Loss soll nur selten erreicht werden. Auch einen Take Profit bei neuen Extremen gibt es. Die Berechnungsurtbasis sind immer die letzten fünf Perioden. Zudem schlägt die Autorin ein Schließen jeder Position – aufgrund welcher Signalbasis auch immer – zum Schlusskurs einer 30-Minuten-Candle vor.

Turtle Soup: Stärken und Schwächen

Der Grundgedanke des Systems ist nicht falsch: Wer Trends nach neuen Hochs oder Tiefs handelt, wie es das Turtle Trading vorsieht, muss mit Rückschlägen rechnen. Diese sind in der Tat handelbar. Das Turtle Soup System wirkt aber relativ mechanisch bis starr. Nicht beachtet wird offensichtlich, dass die Rückschläge in Trendfolgern ja sehr unterschiedlich groß ausfallen. Trader sollten daher vorsichtig agieren.

Turtle Soup: Fazit

In Tests wurde nachgewiesen, dass die Turtle Soup Strategie im Forexbereich wirklich erfolgreich funktionieren kann. Trader sollten die ungewöhnliche Vorgehensweise beachten: Es findet praktisch nur antizyklisches Trading mit dem Ziel von häufigen, kleinen Gewinnen statt.

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