Chaikin Money Flow

Vor allem im Aktienhandel ist der Chaikin Money Flow nützlich. Wir erklären die Funktion.

Der Money Flow Indikator von Marc Chaikin stammt aus den 1980er Jahren, es ist ein Volumen-Indikator. Er geht der Frage nach, wohin sich das Geld bewegt. Zum Ansatz kommt die Indikation der Accumulation/Distribution: Akkumuliert ein Asset, fließt also Kapital zu, oder distributiert es (Kapital fließt ab)? Diese Aussagen trifft beispielsweise der A/D Indikator, mit dem Chaikin Money Flow fallen die Ergebnisse noch genauer aus. Der Erfinder Marc Chaikin arbeitete ab 1965 als Broker und gründete nach 1970 ein Beratungsunternehmen für Vermögensverwalter. Ab 1980 entwickelte er computergestützte Indikatoren.

Mit seinem Money Flow Indikator wollte er das On Balance Volume von Granville erweitern und verbessern. Dieses OBV findet sich nach wie vor in Softwareprogrammen und wird dementsprechend von Tradern genutzt, es weist aber Ungenauigkeiten auf. Chaikin konnte diese Schwächen wenigstens teilweise eliminieren. Seine Erfahrung als Broker für wirklich große Aktienpositionen war dabei sehr wertvoll, denn Chaikin wusste, wie millionenschwere Positionen den Markt beeinflussen.

Grundsätzliche Aussagen

Der Indikator Chaikin Money Flow berechnet eine Relation zwischen Tages-Close und Volumen. Er multipliziert die Aktienvolumina mit dem Schlusskurs und zeigt damit an, ob es eher Kauf- oder Verkaufsdruck gab. Das schlägt sich auch im Kursverlauf nieder. Die Berechnung erfolgt ähnlich wie bei der A/D-Linie (Accumulation/Distribution), der erste Schritt ist die Ermittlung des Closing Location Value (CLV), anschließend errechnet sich der A/D-Wert durch Multiplikation von CLV und Volumen. Das führt zum gewichteten CLV und von diesem zum Chaikin Money Flow durch das Aufsummieren des AD-Wertes über x Tage und die anschließende Division durch das Gesamthandelsvolumen dieser x Tage.

Marc Chaikins schlug als Standardeinstellung 21 Tage vor, also einen Handelsmonat. Bei größeren Perioden wird der Indikator glatter (weniger volatil) und sitzt in Ranges nicht mehr so schnell fest. Auf Wochen- oder gar Monatsbasis empfiehlt sich eine geringere Periodenanzahl.

Einsatz

Sollte der Chaikin Money Flow Indikator über der Nulllinie oszillieren, so zeigt er die stärkere Nachfrage an: Das Kapital akkumuliert im untersuchten Asset. Die Indikatoranzeige ist grün wie bei allen Indikatoren von Chaikin. Höhere Hochs im Indikator verweisen auf stärkeren Kaufdruck. Eine Notierung unter der Nulllinie verweist auf Distribution und Abgabedruck, diese Indikatoranzeige ist rot. Sie reagiert oft schon dann, wenn im Preischart noch kein Kursrückgang erkennbar ist.

Trader können sich für die Verkaufsrichtung positionieren. Bei Divergenzen mit dem Preischart liefert der Chaikin Money Flow ein wichtiges Warnsignal: Sollten sie dauerhaft bestehen, fließt wahrscheinlich Liquidität aus dem Markt ab, wenige Händler könnten nun mit geringerem Volumen einen überdurchschnittlichen Einfluss auf die Kurse nehmen. Der CMF-Indikator allein liefert nicht unbedingt alle nötigen Signale, andere Mittel ziehen die Trader für ihre Analyse zusätzlich heran.

Fazit

Der Indikator ist im Aktienhandel sehr brauchbar, vor allem bei normalen Trends mit den üblichen Rückschlägen ist er aussagekräftig. Bei einem unkontrollierbaren Randow Walk könnte er allerdings versagen. Zu empfehlen ist er für das längerfristige Positionstrading. Daytrader und auch Derivatehändler verwenden den Chaikin Money Flow eher selten, in diesem Zeitrahmen und in der Assetklasse der Forexpaare ist er nur begrenzt nützlich.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

24option Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 100 €
Wertung:
XM.com Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 5 €
Wertung:
Bonus:
MindesteinzahlungMin. Einzahlung
Wertung: