Diamant

Neben den klassischen Dreiecken gehört auch der Diamant zu den Chartformationen. Wir erklären die Bedeutung.

Die Chartformation Diamant ist eher selten zu entdecken, sie bildet sich vorwiegend in Aufwärtstrends und entsteht durch eine symmetrisch steigende und danach wieder fallende Volatilität. Das entstehende Bild sieht einem Diamanten ähnlich. In geometrischer Hinsicht handelt es sich um einen Rhombus. Er setzt sich aus einem symmetrischen Dreieck und dessen Umkehrung zusammen.

Die Chartformation Diamant erklärt

Diese Chartformation ist nur selten anzutreffen: Der Diamant.

Etwas schwer fällt die Interpretation eines Diamanten, denn es kann sich um eine Umkehr- oder Trendwendeformation handeln. Entscheidend ist das Bild rechts zum Abschluss: Dort ist ein symmetrisches Dreieck zu erkennen. Von diesem ist bekannt, dass anschließend der Kurs nach oben oder unten ausbrechen kann. Das trifft auch auf den Diamanten zu.

Entstehung

Ein Diamant ist an Hochs und Tiefs des Marktes zu beobachten, häufiger entsteht er an Hochpunkten. Es gehen ihm hohe Handelsaktivitäten voraus, wie sie in Bullenmärkten oft anzutreffen sind. Eine komplexe SKS-Formation könnte als potenzieller Diamant betrachtet werden, allerdings unterscheiden sich diese beiden Chartbilder auf ihrer rechten Seite: Dort sind bei der SKS die “Schulter” und ein “Nacken” zu erkennen, beim Diamanten läuft dort das symmetrische Dreieck spitz zu.

Der Diamant entsteht in trendlosen, aber volatilen Marktphasen. Kurz zuvor gab es fast immer einen Aufwärtstrend, jetzt tendiert der Kurs seitwärts bei relativ hohen Umsätzen, daher schwankt er. Möglich ist die Bildung einer großen Range. In dieser Range pendelt der Kurs ständig und zeichnet dabei zeitweilig einen Diamanten. Dieser ist eigentlich ein Ausdruck von Volatilität und nicht von einem Kurstrend. In einem Volatilitätschart wäre die Schwankung gut zu erkennen.

Der Markt ist unschlüssig, dabei aber sehr lebhafte, schließlich entlädt sich die Spannung rechts in einem Ausbruch. Ein Diamant lässt sich nur schwer als Fortsetzungs- oder Umkehrformation klassifizieren, dazu taucht er zu selten auf. In der Fachliteratur ordnet man ihn dementsprechend auch nicht ein, nur der Ausbruch an der rechten Spitze nach oben oder nach unten gilt als sehr sicher.

Diamanten erkennen

Visuell-geometrisch ist der Diamant ein Rhombus. Die Formation entsteht, weil von links kommend die Volatilität ansteigt, was zu einem symmetrischen, nach rechts offenen Dreieck führt, bis am Punkt der größten Volatilität (Mitte des Diamanten) diese wieder zu sinken beginnt und sich dadurch das symmetrische Dreieck auf der rechten Seite bildet. Grafisch lässt sich der Diamant durch Trendlinien an den Kursspitzen oben und unten identifizieren. Diese Zeichnung, wenngleich sie selten auftritt, ist im Chart so gut zu erkennen, dass die Trader eine Volatilitätsbetrachtung mit einem Tool meistens nicht vornehmen. Sie wird nur gelegentlich übersehen, weil sie sehr selten ist.

Auch ist das Kursgeschehen bemerkenswert: Es hat sich erst ein normales und anschließend ein umgekehrtes Dreieck gebildet, beide sind symmetrisch und gelten als Formation auch eigenständig als sehr aussagekräftig. Für die Koppelung dieser beiden Dreiecke zum “Diamanten” gibt es gewichtige Gründe, die man als “heftige Unschlüssigkeit” kennzeichnen könnte. Dann folgt der sehr starke Ausbruch mit einem kräftigen Gewinn, was vielleicht zum metaphorischen Namen des wertvollen Diamanten führte. Nach diesem Chartbild ist praktisch nie eine Seitwärtsbewegung zu erwarten.

Handelsempfehlungen

Gehandelt wird die Formation durch die Platzierung von Kaufstopps für Call- und Put-Positionen gleichermaßen. Diese sollten über und unter der großen vertikalen Mittelachse liegen, also dem Punkt der höchsten Volatilität des Diamanten. Dieser Punkt ist erst nach Vollendung der Formation zu erkennen. Trader könnten auch mit Kaufstopps der Verjüngung zur rechten Spitze folgen, doch das muss als heikel gelten, denn es könnte kleinere Fehlausbrüche geben.

Diamant: Fazit

Nach dieser seltenen Formation ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein heftiger Ausbruch zu erwarten. Daher können Trader ihre Kaufstopps ruhig etwas weiter wegsetzen. Wer hingegen vor der Ausbildung eines Diamanten schon offene Positionen stehen hatte, muss nun seine Verlustbegrenzungs-/Gewinnstopps heranziehen.

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