Directional Movement Index (DMI)

Welche Bedeutung hat der Directional Movement Index und welche Funktion erfüllt er? Wir klären auf.

Der DMI – Directional Movement Index – hilft bei Trendwechseln. Die Darstellung besteht aus zwei Signallinien, der Trendwechsel findet bei ihrer Überkreuzung statt. Der DMI darf nicht mit dem ADX verwechselt werden. Beide Indikatoren stammen von Welles Wilder und gehören zu seinem Gesamtkonzept, wobei der DMI die Vorstufe des ADX war. Das Directional Movement Concept von Wilder besteht aus:

  • DMI (Directional Movement Index)
  • ADX (Average Directional-Movement Index)
  • TR (True Range)

Das Konzept stammt aus den 1970er Jahren und bezog sich auf den Aktienmarkt. Inzwischen hat sich die Sichtweise etwas geändert, weshalb der ADX heute häufiger angewendet wird. Doch auch ein Directional Movement Index kann zumindest bei Aktien immer noch hilfreich sein. Er zeigt beim Trend die prozentuale Stärke an. Der ADX übernimmt die Berechungen des DMI und glättetet sie, was meistens hilfreicher ist. Einige Trader verwenden jedoch im Aktienhandel auf längere Sicht nach wie vor den DMI und weitere Derivate des Konzepts von Wilder. Dazu gehört etwa noch der interessante ADXR.

Aussagen

Nach Welles Wilder lassen sich Trends durch höhere Hochs / tiefere Tiefs gut identifizieren. Dieses Konzept wird in der Tradingliteratur bis in die frühen 1990er Jahre als Standard zitiert, viele Trader glauben auch heute (2016) noch daran. Jedoch sollten sie beachten, dass durch den Handel mit den automatischen Programmen der Expert Advisors, die es etwa seit 2007 in relativ ausgereifter Form gibt, laufend Minibewegungen entstehen. Einige frühere Konzepte müssen daher mit Vorsicht betrachtet werden.

Sollte es jedoch einen Trend mit höheren Hochs und tieferen Tiefs geben, dann können der Indikator +DMI die Aufwärtsbewegung, der -DMI die Abwärtsbewegung anzeigen. Zwischen diesen beiden Indikatoren besteht eine Relation, das ist der eigentliche DMI. Er erlaubt die Quantifizierung der Bewegungsrichtung, die zunächst recht chaotisch erscheint, damit aber ein realeres Bild liefert als der glättende ADX. Mit dem ADXR lässt sich wiederum der ADX noch mehr glätten.

DMI im Einsatz

Für die Berechnung des DMI ermitteln moderne Softwareprogramme die Differenzen, die aus den Hochs und Tiefs vieler Zeiteinheiten entstehen. Der Vergleich ergibt sich durch die Darstellung von +DMI und -DMI innerhalb der True Range als Funktionen. Die TR (True Range) kann auch Gaps implizieren. Nach der Theorie von Welles Wilder ist die True Range eine Spanne zwischen Höchst- und Tiefstkurs eines Handelstages, auch zwischen dem gestrigen Schlusskurs und einem heutigen Hoch oder Tief kann sie gemessen werden.

Der +DMI und der –DMI führen zu einer generellen Trendrichtung: Im Aufwärtstrend liegt der +DMI über dem –DMI und umgekehrt. Bei Kreuzungen wechselt der Trend, das Auseinanderdriften der beiden Werte kennzeichnet die Trendstärke, die mit größerer Differenz steigt. In Blue Chips sowie bei Industrie- und Agrarrohstoffen ist ein DMI gut geeignet, in der Forex nur begrenzt. Trader sollten einen Zeithorizont von 14 Tagen einnehmen. Diesen schlug auch Wilder vor.

DMI: Fazit

Im Daytrading kommt der Directional Movement Index kaum zum Einsatz. Trader können ihn aber unterstützend zum Aufbau von Aktienpositionen nutzen, die sie lange halten möchten. Ein Test bezüglich der eigenen Handelsgewohnheiten lohnt sich auf jeden Fall.

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