Dreifachtief (Triple Bottom)

Welche Empfehlungen und Signale lassen sich vom Dreifachtief ableiten? Wir klären auf.

Das Dreifachtief (der Dreifachboden oder Triple Bottom) ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kurse im Abwärtstrend dreimal am gleichen Preisniveau aufsetzen und zwischenzeitlich zweimal bis zum gleichen Kursniveau nach oben schwingen. Sollte dieses Kursniveau im Zuge des dritten Aufschwungs durchbrochen werden, dann ist das Dreifachtief vollendet. Das bedeutet ein Kaufsignal.

Die Chartformation Dreifachtief (Triple Bottom) erklärt

Das Dreifachtief zeigt drei untere Kursspitzen mit zwei Aufschwüngen dazwischen.

Ein Triple Bottom vollführt gegenüber dem Doppeltief einen Schwung mehr. Der dritte Schwung nach oben unterstreicht nach landläufiger Auffassung nachhaltig die Signalwirkung für die Trendwende. Das Unterschreiten eines Dreifachbodens ist wiederum ein sehr starkes Verkaufssignal. Der Triple Bottom entsteht, weil die Anleger eine Bodenbildung erwarten.

Entstehung des Dreifachtiefs

Ein Dreifachtief entsteht am häufigsten über mehrere Tage im Aktienmarkt und kann dann zum Positionstrading verwendet werden. Auch Aktienindizes und Industrierohstoffe weisen oft Triple Bottoms auf, Forexwerte und Edelmetalle hingegen seltener. Dort wäre auch die Signallage unklar. Bei Devisenpaaren herrscht ein Swing, in welchem oft der Triple Bottom einem vorherigen Doppeltief auf einer höheren Ebene folgt. Das Dreifachtief löst sich aber nicht lehrbuchmäßig mit eindeutigem Schwung aufwärts oder abwärts auf. Das liegt auch am Verhalten der Marktteilnehmer.

Große Händler platzieren ihre Orders über und unter dem Dreifachtief, innerhalb dessen Preisspanne Scalper und Expert Advisors weiterhandeln. Davon ist der Devisenbereich besonders betroffen, weshalb hier ein Dreifachtief zwar entstehen kann, jedoch die weitere Entwicklung sehr unklar ist. Im Aktien- und Rohstoffmarkt hingegen ist das mehrmalige Aufsetzen auf einem bestimmten Preisniveau, das zur typischen Figur des Dreifachtiefs führt, geradezu typisch.

Identifizierung eines Dreifachtiefs

Das Dreifachtief lässt sich rein visuell im Chart sehr gut deuten, es zeigt drei untere Kursspitzen und zwischen ihnen zwei Aufschwünge, all das in etwa auf demselben Niveau. Ein Dreifachtief muss allerdings von der inversen SKS unterschieden werden (umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation), diese kann ein recht ähnliches Bild aufweisen. Sie weist jedoch in den Spitzen unterschiedliche Kursniveaus auf. Ihre mittlere tiefe Spitze liegt zudem deutlich unter den umgekehrten “Schultern”.

Wenn ein Dreifachtief sich nicht ordnungsgemäß auflöst, kann sich daraus eine Range bilden, die ihre Grenzen zwischen Preisspitzen (oben und unten) des Triple Bottoms findet. Handelsempfehlungen werden daher strikt und ausschließlich für Bereiche außerhalb der Triple Bottom Formation gegeben. Ein Range müsste anders gehandelt werden als das Dreifachtief. Unter anderem können hier Kauf- und Verkaufsstopps dichter herangezogen werden. Der Dreifachboden muss daher durch Auszählung identifiziert werden. Bei mehr als dreimaligem Aufsetzen auf einem Preisniveau bildet sich eine große Range. Diese sogenannte “Schiebezone” kann im Aktienmarkt bis zu 18 Tage anhalten.

Handlungsempfehlungen für das Dreifachtief

Gerade beim Handelsansatz wird die Unterscheidung zwischen Dreifachtief und Range/Schiebezone sehr deutlich. Aus Ranges bricht der Kurs in eine Richtung aus. Ranges bilden waagerechte Grenzen an den Preisspitzen aus, außerhalb dieser Grenzen können Kaufstopps für Call- und Put-Positionen liegen. Beim Triple Bottom kann ein Ausbruch hingegen über einem mittleren Aufschwung nach oben führen. An diese Stelle würde niemand in einer Range einen Kaufstopp setzen.

Shortpositionen können unter beiden Formationen eingegangen werden, auch die Verlustbegrenzungsstopps für Longpositionen liegen dort. Beim Handel des Dreifachtiefs sind die Assetklassen zu unterscheiden. Im Aktienmarkt und bei Industrierohstoffen ist Dreifachtief ein deutliches Signal für die Trendwende, während in Aktienindizes ein Dreifachtief zwar häufig zu beobachten ist, sich aber grundsätzlich nach oben oder unten auflösen kann. Das trifft umso mehr zu, wenn es innerhalb einer größeren Range auftritt (Woche oder Monat).

Fazit zum Dreifachboden

Der Dreifachboden liefert gute Signale entweder für eine Trendwende nach oben (vorrangig im Aktienmarkt und bei Industrierohstoffen) oder für einen Break-out in beide Richtungen. Hierbei ist zu beachten, dass der Kurs erst in eine und dann in die andere Richtung ausbrechen kann. Gerade in Aktienindizes ist nach dem Triple Bottom gelegentlich das Aufschaukeln der Volatilität zu beobachten. Daher gilt die Formation vor allem im Aktienmarkt als eindeutig, ansonsten sollten Trader das Dreifachtief eher vorsichtig handeln.

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