ECN Broker

Welche Vorteile bieten ECN Broker und was sollten Trader besonders beachten? Wir klären auf.

ECN Broker arbeiten in einem Electronic Communication Network. Dieses verbindet mehrere Liquiditätsanbieter miteinander, in der Regel Großbanken, große institutionelle Investoren und große Broker. Geschaffen wurden diese Netzwerke, als das technisch möglich wurde, also nach dem Jahr 2000. Die Intention war das schnellstmögliche Durchleiten von riesigen Forexpositionen. Inzwischen lassen sich Assets aller Art bei ECN Brokern handeln, jedoch dominiert der Forexhandel nach wie vor dieses transparente Marktmodell.

Wissenswertes zu ECN Brokern

Trader, die sich für ECN Broker interessieren, müssen die Dimensionen der gehandelten Liquidität verstehen. Es geht prinzipiell darum, dass Forexpositionen in vielfacher Lotgröße (also Vielfache von 100.000 Einheiten einer Währung) blitzschnell und mit geringsten Spreads gehandelt werden können. Dennoch lassen sich bei modernen ECN Brokern teilweise auch kleinere Positionen handeln, was sich allerdings nur dann lohnt, wenn die Mindestkapitalisierungsanforderungen für eine Kontoeröffnung nicht zu hoch ausfallen.

Sie können leicht eine fünf- bis sechsstellige Größenordnung erreichen. Das ist angesichts der Zielrichtung von ECN Handel auch verständlich. Ansonsten bestehen für ECN Broker keine Interessenkonflikte. Sie können mit engen Spreads die Kundenorders an ihr Handelsnetzwerk weiterleiten und jedem Kunden Einblick ins Orderbuch mit Level 2 Markttiefe gewähren. Wichtig zu wissen:

  • ECN-Spreads bilden sich allein durch das Marktangebot und die Nachfrage, eine Einflussnahme gibt es nicht.
  • ECN Handel in Reinform vermeidet alle Interessenkonflikte.
  • Die meisten ECN Broker nehmen Kommissionen.
  • Aufgrund des Kommissionshandels ist in einigen Assets (Majorpaare der Forex) und zu manchen Handelszeiten ein Handel mit 0,0 Pips Spread möglich.

Wie funktioniert das Electronic Comunication Network?

Elektronisch, mit blitzschnellen Leitungen und gigantischer Liquidität sind Pools der Liquiditätsanbieter miteinander verbunden. Auf die Gesamtmasse an Liquidität greift der ECN Broker für die Ausführung einer Kundenorder zu. Damit ist das ECN ein außerbörslicher Marktplatz, der vor allem für den FX-Handel wichtig sein kann. Er lebt von der Masse der Teilnehmer und ihren liquiden, unmittelbar abrufbaren Mitteln. Je mehr es davon gibt, desto effizienter können sich auf dem ECN Markt Preise bilden. Das bedeutet enge Spreads bei starker Markttiefe.

Der ECN Broker bindet den Tradingkunden mit seinem Konto direkt in das Liquiditätsnetzwerk ein. Dessen Teilnehmer tragen ihre Aufträge in das ECN Orderbuch ein, die dort durch andere Marktteilnehmer eingesehen werden können. Die Leistung des ECN Brokers besteht darin, den Zugang zum Netzwerk bereitzustellen und die Orders technisch abzuwickeln.

Vorteile

Zu den größten Vorteilen gehören blitzschnelle Orderausführungen mit wenig Slippage, enge Spreads und Transparenz durch den Einblick ins Orderbuch mit Level 2 Markttiefe. Allerdings profitieren Anleger mit riesigen Positionen am meisten von diesen Vorteilen. Tradern mit kleinen Konten ist der ECN Broker nicht unbedingt zu empfehlen. Wenn er nicht als Market Maker auftritt, hat er keine CFDs im Programm, sondern bestenfalls Mini- und Mikro-Forexlots (10.000 oder 1.000 Einheiten einer Währung).

Seine Kommissionen sind aber dem Lothandel angepasst, bei sehr geringem Kapitaleinsatz rechnet sich der Handel für den Trader nicht mehr. Auf einen Blick lassen sich für hoch kapitalisierte Investoren folgende Vorteile ausmachen:

  • enge Spreads
  • Einblick ins Orderbuch auf Level 2 Markttiefe
  • transparente Gebührenberechnung
  • Kostenersparnis bei sehr großen Positionen
  • höchste Liqiudität
  • direkter Zugang zum Pool des Interbankenmarktes

Unterschiede zu Market Makern und STP Brokern

ECN Broker sind wirklich reine Broker, sie erhalten ihre Vergütung nur für die Weiterleitung von Orders. Market Maker verkaufen selbst Wertpapiere an ihre Kunden, sie verrechnen Orderpositionen gegeneinander und hedgen sich gegen Kundenpositionen. Bei STP Brokern vermutet man manchmal Intransparenz. Allerdings ist zwischen STP und ECN Brokern kein gravierender Unterschied auszumachen, STP war einfach zuerst da. Die Prinzipien ähneln sich aber sehr.

Fazit

ECN Broker sind heute für den Handel großer Marktakteure unverzichtbar. Diese müssen als Bank oder Konzern Devisen in Größenordnungen von vielen Lots handeln und brauchen daher das Electronic Communication Network. Private Trader können bei anderen Brokern besser aufgehoben sein.

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