Employment Cost Index (ECI)

Auch der Arbeitskostenindex kann als Indikator beim Forex, CFD oder Binär Handel dienen. Wir erklären seine Funktion.

Der Employment Cost Index ist der Arbeitskostenindex, den auf ähnliche Weise alle entwickelten Volkswirtschaften erheben. Mit dem Employment Cost Index ist der US-amerikanische ECI gemeint, der vierteljährlich veröffentlicht wird. Verantwortlich ist das Bureau of Labor-Statistics.

Daten des Employment Cost Index’

Die Daten weisen Lohnsteigerungen saisonbereinigt für das zurückliegende Quartal aus. Dabei unterteilen sie sich in die Bereiche Privatwirtschaft mit dem Fokus auf Industrie und öffentlicher Bereich. Neben den direkten Lohnzahlungen an die Arbeitnehmer werden auch die Arbeitgeberkosten für Sozialleistungen wie die Krankenversicherung ermittelt.

In den USA gibt es zwar nicht das in vielen Ländern Europas praktizierte System der gesetzlichen Krankenversicherung, aber die meisten Arbeitgeber beteiligen sich an den Kosten für die private Krankenversicherung ihrer MitarbeiterInnen, wie das wiederum in Deutschland für Privatversicherte auch der Fall ist. Kostensteigerungen für die Arbeitgeber in diesem Bereich gehören zu den Beschäftigungskosten und werden im Employment Cost Index dargestellt.

Die Veröffentlichung der aufbereiteten Daten durch das BLS erfolgt am letzten Werktag des dem Berichtsquartal folgenden Monats, also für das erste Quartal des Jahres Ende April. Die Zeitverzögerung ist daher relativ hoch, auch gibt es eine mittelstarke Revision. Trotz dieser für Analysen und Prognosen signifikanten Schwäche wird der Employment Cost Index zumindest in den USA sehr stark von den Finanzmärkten gewürdigt, wenn ihn auch die populäre Presse nur selten benennt.

Die Berichterstattung erwähnt häufiger Verbraucherpreisindizes wie den CPI. Dieser gilt zwar als wichtiges Maß für eine mögliche Inflation, doch der ECI ist auch wichtig, weil steigende oder fallende Arbeitskosten die Konjunktur deutlich und unmittelbar beeinflussen. Der frühere FED-Chef Alan Greenspan bezeichnete die Kenntnis und das Verständnis des Employment Cost Index’ als unerlässlich für das Verständnis der US-Wirtschaft. Die FED beachtet in ihren Entscheidungen diesen Index stark.

Auch in der EU wird ein Arbeitskostenindex auf Quartalsbasis berechnet, wobei wiederum eine Aufteilung in Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten erfolgt.Geleistete Arbeitsstunden werden ohne Krankheits-, Urlaubs- und Feiertage, aber mit Überstunden erfasst, die europäischen Zeitreihen reichen bis 1996 zurück. Hauptnutzer des europäischen Index’ ist die EZB, sie benötigt ihn für Standort- und Wettbewerbsanalysen. Die EU-Statistiker nutzen schon vorhandene Daten und verknüpfen sie neu, die Erhebungen finden national und bis hinab zu Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten statt.

Stärken

  • gute und tiefe Gliederung der Arbeitskosten nach Aufwandsarten
  • Gewichtung der Lohnkostenkomponenten für einzelne Wirtschaftsbereiche
  • sehr umfassende Datenerhebung

Schwächen

  • hohe Zeitverzögerung plus Revision
  • unmittelbarer Zusammenhang zur Wirtschaftsentwicklung nicht ohne Weiteres ablesbar

Employment Cost Index / Arbeitskostenindex: Fazit

Auch wenn solche Indizes “spröde” wirken, können mittel- bis langfristig orientierte Trader einen Blick darauf werfen. Die Arbeitskosten beeinflussen das Wirtschaftsgeschehen erheblich, weil sie die Arbeitgeber zu Neueinstellungen oder Entlassungen motivieren. Davon hängt in einem gewissen Umfang die Gesamtkonjunktur ab.

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