Employment Situation

Auch die Arbeitsmarktsituation kann als Indikator dienen. Wir zeigen, wie man sich ihn zu Nutze macht.

Die Employment Situation ist die Arbeitsmarktsituation der USA, sie basiert auf Schätzungen und Berichten großer Unternehmen inklusive des öffentlichen Sektors. Es handelt sich um einen wertvollen Konjunkturindikator.

Daten der Employment Situation

Zu den erfassten Daten gehören neu geschaffene Stellen, die gezählt oder geschätzt werden. Sie stammen aus allen US-Bundesstaaten, aus 255 Metropolen und aus über 500 Wirtschaftszweigen, aber nicht aus der Landwirtschaft. Meldungen kommen von rund 400.000 größeren Unternehmen und staatlichen Stellen, wobei die Zahlen mehr oder weniger exakt ausfallen. Auch eine Einschätzung der Lage geben die Unternehmen bekannt. Sie repräsentieren ein Drittel des Arbeitsmarktes aller lohnabhängigen Beschäftigten.

Um die Employment Situation besser differenzieren zu können, schlüsselt man die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in einzelne Sektoren auf. Dazu gehören unter anderem die Industrie, das Baugewerbe, der Bergbau, das verarbeitende Gewerbe, der öffentliche Sektor und Dienstleistungen. Als Wirtschaftsstatistik wird diese Veröffentlichung sehr stark beachtet, da sie genau ist und eine gute Beurteilung der Konjunktur ermöglicht. Die Erhebung erfolgt immer am 12. des Monats, rund sechs bis sieben Wochen später am ersten Freitag des Folgemonats gibt das Bureau of Labor-Statistics die Daten bekannt (14.30 h MEZ). Wichtige Parameter sind:

  • neue und weggefallene Stellen (Erfassung seit 1939)
  • Arbeitslosenzahl und -quote mit Aufschlüsselung nach Geschlecht, Alter, Ethnie und Ausbildungsstand
  • Wochenarbeitszeit einschließlich Überstunden für einzelne Wirtschaftszweige
  • durchschnittliche Stunden- und Wochenlöhne aller Wirtschaftszweige (Erfassung teilweise seit 1909), guter Inflationsindikator
  • Dauer der Arbeitslosigkeit
  • Zahl der Erwerbspersonen und deren Anteil an der Gesamtbevölkerung
  • Gesamtzahl an Arbeitsstunden = frühes Signal für das Bruttoinlandsprodukt

Zur Employment Situation gehören zwei Berichte, der Current Employment Statistics-Survey und der Current Population Survey. Letzterer enthält Daten aus 60.000 US-Privathaushalten, um beispielsweise die Arbeitslosenquote zu erfassen. Der erste Bericht („Establishment Data“) bezieht sich auf Gehaltslisten, Stundenlöhne, Wochenverdienste und die Wochenarbeitszeit. Für die Landwirtschaft gibt es den Current Population Survey. In ihm sind landwirtschaftlich Beschäftigte erfasst, auch wenn sie unentgeltlich arbeiten. Beschäftigte werden generell erst ab dem 16. Lebensjahr erfasst. Als Schlüsselwerte gelten die Arbeitslosenquote und die Stundenlöhne.

Konjunktursensible Wirtschaftszweige sind auf diese Weise gut zu verfolgen, die Prognosequalität gilt als hoch.

Es findet eine Saisonbereinigung statt. Durch den Abstand zwischen Datenerhebung und -veröffentlichung gibt es eine Zeitverzögerung von mindestens einem Monat. Hinzu kommt ein mittelstarker Revisionsfaktor. Das BLS prüft monatlich die Daten und nimmt gelegentliche Korrekturen vor. Im Juni werden Daten des Vorjahres revidiert.

Der Arbeitsmarktbericht wirkt sich auf die Märkte relativ stark aus, er wird oft zitiert, selbst die FED richtet ihre Geldpolitik teilweise danach aus. Dabei ist zu beachten, dass die Saison (das Klima) großen Einfluss auf die Arbeitslosenzahlen hat.

Stärken

  • breite Datenbasis für die Gesamtwirtschaft
  • geringe Zeitverzögerung
  • gute Indikation für Lohndruck und Inflation

Schwächen

  • relativ hoher Revisionsfaktor
  • saisonale Verzerrungen

Wichtige Fakten:

  • Veränderungen in absoluten Zahlen
  • durchschnittliche Stundenlöhne
  • Arbeitsstunden

Fazit zur Employment Situation

Die Employment Situation gilt einigen Experten und auch Verantwortlichen der FED als wichtigster Wirtschaftsindikator. Trader sollten ihn daher für längerfristige Entscheidungen beachten, auch wenn die unmittelbaren Auswirkungen direkt nach der Veröffentlichung eher schwach ausfallen.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

24option Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 100 €
Wertung:
XM.com Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 5 €
Wertung:
Bonus:
MindesteinzahlungMin. Einzahlung
Wertung: