Equivolume Chart

Er zeichnet sich durch große Vorteile und eine hohe Prognosequalität aus. Wir stellen den Equivolume Chart vor.

Der Equivolume Chart weist nicht nur den Preis und dessen Tendenz, sondern auch das Handelsvolumen aus. Dieses inkludiert er in die Darstellung seiner Boxen, die wie Candlesticks ohne Dochte aussehen. Sie liegen wie diese auf einer Zeit-Preis-Achse, sind weiß oder grün (bullish) beziehungsweise schwarz oder rot (bearish) und außerdem je nach dem feststellbaren Volumen unterschiedlich breit. Die gesonderte Darstellung des Handelsvolumens, die in anderen Darstellungen unter dem Chart sichtbar ist, kann somit entfallen. Das bestechende Arrangement der Preis-Umsatz-Kombination im Equivolume Chart könnte sich durchaus langfristig durchsetzen. Übrigens ist das nicht der einzige Chart mit so einer Intention, der Constant Volume Bar-Chart versucht dasselbe. Den Equivolume Chart hat Richard W. Arme Jr. entwickelt und erstmals 1999 vorgestellt (“Profits in Volume”).

Equivolume Chart: Aufbau

Auf den ersten Blick sieht ein Equivolume Chart aus wie ein normaler Candlestick Chart. Auf den zweiten Blick ist festzustellen, dass den Kerzen die Dochte fehlen, weil die Eröffnungs- und Schlusskurse nicht beachtet werden. Auch sind die Kerzen unterschiedlich breit. Außerdem gibt es unterschiedliche Farbdarstellungen: Wie üblich zeigen weiße oder grüne Kerzen eine steigende, schwarze oder rote Kerzen eine fallende Tendenz an. Hinzu kommen als Besonderheit Mischfarben, mit denen die Volumentendenz angezeigt wird. Damit enthält eine Kerze sehr viele Informationen.

Ein breiter Körper lässt sofort den hohen Umsatz während der Zeitperiode dieser Kerze erkennen. Auch gibt es sehr schmale Körper bis hin zu einem bloßen Strich. Als sehr interessante und unerhört wichtige Aussage darf die Korrelation zwischen der Länge und der Breite einzelner Kerzen gelten. Diese zeigt nämlich an, ob mit einem hohen Umsatz auch eine hohe Preisbewegung erfolgt. Ist das eine allgemeingültige Regel oder nicht? Equivolume Charts verifizieren diese Annahme. Trader werden schnell feststellen, dass durchaus nicht in jedem Fall ein hoher Umsatz auch eine starke Kursbewegung auslöst. An der Farbe einer Kerze (oder eher Box) ist erkennbar, ob Käufer oder Verkäufer dominierten.

Aussage

Wie andere moderne Balkendarstellungen – Candlestick oder OHLC – stellen auch Equivolume Charts die Kursbewegung auf der Zeitachse exakt dar. Perioden können beliebig ausfallen. Sie zeigen das Hoch und Tief der Periode, den Trend und das Volumen, nicht aber die Eröffnungs- und Schlusskurse. Die Boxenformen können ein hohes oder auch ein liegendes Rechteck, ein Quader oder ein Strich sein. Sie tragen eigene Namen wie Square, Oversquare, Narrow oder Power. Equivolume Charts weisen viele interessante Details auf, die es wert sind, angeschaut zu werden.

Ableitungen und Einsatzzweck

Wie üblich werden Kursbewegungen zeitbezogen angezeigt, es sind entstehende Trends, Widerstände, Unterstützungen und das Volumen zu erkennen. Aus dem Volumen lässt sich ein eventuell bevorstehender Breakout ableiten, weil diesem häufig eine Volumenerhöhung vorausgeht. Wichtig für Forex- und CFD-Trader: Diese Chartdarstellung lässt sich prinzipiell auf allen Zeitebenen und in allen Assetklassen einsetzen. Sie ist also mindestens so vielseitig wie eine Candlestick-Darstellung.

Stärken und Schwächen

Die Stärke der Equivolume Charts ist die Verknüpfung von Preistrend und Volumen. Eine Schwäche ist das Vernachlässigen von Eröffnungs- und Schlusskursen. Theoretisch könnten diese hinzugefügt werden, die Kerzen hätten dann Dochte und wären dennoch unterschiedlich breit. Warum man die Dochte weglässt, ist unklar. Möglicherweise gelten den Entwicklern der Equivolume Charts die Eröffnungs- und Schlusskurse als nicht so bedeutsam, doch die Trader sehen das offenbar anders. Vielleicht haben sich deshalb Equivolume Charts bei all ihren Vorzügen noch nicht flächendeckend durchgesetzt.

Equivolume Charts: Fazit

Forex- und CFD-Tradern sei geraten, einmal ihre Werte mit einem Equivolume Chart anzuschauen. Dieser bietet so große Vorteile und eine so hohe Prognosequalität, dass es erstaunlich erscheint, warum er sich nicht schon mehr durchgesetzt hat. Natürlich verlangt der Umgang mit dieser Chartdarstellung ein geübtes Auge und daher etwas Training, das sich aber lohnen dürfte.

Erfahrene Trader wissen es: Einer starken Preisbewegung geht oft eine Volumenerhöhung voraus, während der Preis anfangs noch relativ konstant bleibt. Das wäre also der Moment, in welchem sich der Anleger schon frühzeitig positionieren kann. Nicht umsonst gibt es viele volumenbasierte Indikatoren. Im Equivolume Chart ist nun dieser Zusammenhang sofort erkennbar, weshalb wir dieser Darstellung für das CFD- und Forex-Trading eine hohe Priorität einräumen.

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