Filled Area Chart

Wir erklären welche Vorteile Filled Area Charts bieten.

Der Filled Area Chart wird durch ein Flächendiagramm gebildet, dessen Fläche zwischen der Chartlinie und den XY-Achsen ausgefüllt ist. Man verwendet farbliche Muster oder auch Schraffierungen. Diese Darstellung kommt bei der Einzeldarstellung von Assets im Linienchart schon standardmäßig zum Einsatz, sie ist noch besser für den Vergleich mehrerer Assets geeignet. Beim einzelnen Asset erhält die oben genannte Fläche eine andere Farbe gegenüber der sonstigen Fläche des Diagramms. Der Unterton wird leicht abgewandelt, ist aber gut erkennbar. Diese geänderte Flächendarstellung endet exakt an der aktuellen Zeitlinie.

Trader können den Kursverlauf im Filled Area Chart mit einem Wimpernschlag erfassen. Beim Vergleich zweier Assets enthalten die Flächen zwei verschiedene und bei Kursüberschneidungen zusätzliche Farben. Das hebt die visuelle Erfassung des Kursgeschehens in neue Dimensionen und verschafft dem Linienchart eine neue Geltung, ähnlich wie die Candlestickdarstellung den Balkencharts neue Dimensionen durch die vielen enthaltenen Informationen verlieh.

Aussage des Filled Area Charts

Die Kernaussage des Filled Area Charts ist dieselbe wie bei Liniencharts. Der Kursverlauf wird linear in Abhängigkeit vom Zeitverlauf dargestellt. Die ausgefüllte Fläche des Filled Area Charts ist gleichzeitig eine Mengenrelation: beim einzelnen Wertpapier die Menge zwischen Kursfortschritt ab dem Nullpunkt und aktuell sichtbarem Hoch, bei vielen Assets sogar Kursfortschritte einzelner Werte in Relation. Solche schnellen Vergleiche ermöglicht nur ein Filled Area Chart. Das war auch sein Ursprung, denn er wurde im späten 18. Jahrhundert für die visuelle, übersichtliche Erfassung von Mengen in einem Chart entwickelt.

Die Darstellung von mehreren, farblich verschieden gekennzeichneten Mengen im Filled Area Chart heißt “gestapeltes Flächendiagramm” und beim Überschneiden der Kurven (mindestens einmalig) auch “überlagertes Flächendiagramm”. Einzelne Überlagerungen sind durch unterschiedliche Farben zu erkennen, eine Darstellung, die erstmals August Friedrich Wilhelm Crome einsetzte (1753 – 1833, Statistiker im deutschen Staatsdienst und Professor für Kameralistik). Schon damals sollten solche Charts übrigens verschiedene wirtschaftliche Entwicklungen erfassen. Seit dem Aufkommen von computergenerierten Charttools in den 1980er gibt es den Filled Area Chart auch für Trader. Er geriet durch das Aufkommen der Candlesticks in den späten 1990er Jahren etwas in Vergessenheit, doch heute ist er wieder en vogue.

Ableitungen

Wie jeder Linienchart ermöglicht auch ein Filled Area Chart Ableitungen bezüglich des Kursverlaufes. Es sind Trends, Chartmuster, Unterstützungen und Widerstände erkennbar. Darüber hinaus ist mit dem Filled Area Chart ein noch schnelleres visuelles Erfassen von Relationen zwischen Hochs und Tiefs sowie dem Geschehen dazwischen möglich. Diese Darstellung wird noch wertvoller beim Vergleich mehrerer Assets.

Sinnvoller Einsatz

Überall, wo Liniencharts erwünscht sind, eignen sich mindestens ebenso gut die Filled Area Charts. Einige Börsentools verwenden sie grundsätzlich. Trader, die diese Darstellung kennen, möchten nicht mehr darauf verzichten. Beim Vergleich mehrerer Assets entfaltet ein Filled Area Chart all seine Vorzüge. Er stößt nur an Grenzen, wenn es zu viele Werte sind und des dabei auch noch zu viele Kursüberschneidungen gibt. Die dann entstehende Darstellung sprengt das visuelle Erfassungsvermögen, das natürlich bei einzelnen Tradern auf unterschiedlich gut ausgeprägt ist. Ein wichtiger Einsatzzweck von Filled Area Charts ist auch der Vergleich mehrerer gleitender Durchschnitte.

Stärken und Schwächen

Die Stärke ist die enorme Übersichtlichkeit von Liniencharts in dieser Darstellung, die sich beim Vergleich mehrerer Werte noch potenziert. Eine Schwäche ist die nicht so prägnante Darstellung von Hochs und Tiefs, die mit Balkencharts besser gelingt. Auch eignet sich der Filled Area Chart zwar gut zum Vergleich von Assets, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Bei zu vielen Mehrfachüberschneidungen ähnelt das entstehende Muster eher einem Flickenteppich.

Fazit zu den Filled Area Charts

Ein einzelnes Asset oder auch der Vergleich von zwei oder drei Werten ist viel besser im Filled Area Chart als in einem Linienchart darzustellen. Für das Trading im Forex- und CFD-Bereich ist diese Chartdarstellung recht gut geeignet, wenn nicht die Trader auf engstem Raum scalpen wollen. Dann werden sie vermutlich eher Bar Charts vorziehen.

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