Flagge & Bärenflagge

Sie funktionieren in allen Märkten, auf allen Zeitebenen: die Flagge und ihr Gegenstück die Bärenflagge.

Flagge & Bärenflagge sind Wimpelformationen, die am “Fahnenmast” hängen und daher gut zu identifizieren sind. Im Aufwärtstrend heißt das bullishe Muster einfach Flagge, im Abwärtstrend nennt man sein bearishes Pendant Bärenflagge. Wichtig zu wissen: Eine Flagge bildet sich entgegen des vorherrschenden Trends. Jeder Trader hat dieses Bild schon einmal gesehen.

Die Chartformation Flagge erklärt

Die Flagge „hängt“ am Fahnenmast und existiert als bullishe oder bearishe Variante.

Bei der Bullenflagge wird ein aufwärtsgerichteter, hoher und einzelner Stab plötzlich rechts in einem Mini-Trendkanal von kleinen Abwärtsstäben gesäumt. Diese hängen am Stab herab wie eine Flagge am Mast. Die spiegelbildliche Bärenflagge hängt nach oben am Abwärtsstab. Nach einer Flagge sollte sich der vorherige Haupttrend fortsetzen.

Entstehung

Eine Flagge bildet sich nach dem Ausbruch in die Trendrichtung. Dieser Ausbruch findet im Rahmen des vorherrschenden Trendgeschehens statt, doch einige Händler glauben nach dem Ausbruch nicht an eine Trendfortsetzung oder haben schon vorher Kauflimits für die Gegenrichtung gesetzt. Die Kauflimits gelten als der Hauptgrund für eine Flaggenbildung, weil diese recht schnell passiert. So schnell treffen die Trader normalerweise keine Handelsentscheidungen.

Als zweiter wichtiger Grund gilt das Ausstoppen von Positionen in Trendrichtung. Einige Händler ziehen ihre Gewinnstopps sehr schnell nach. Gleichzeitig werden Positionen antizyklisch eingebucht, dadurch entsteht dieser typische Mini-Trendkanal mit den vielen kleinen Bewegungen als Flagge. Besonnene Investoren betrachten eine Flagge als Verschnaufpause des Kurses, der sich danach in Trendrichtung weiterentwickeln wird.

Ein erfahrener Trader erwartet nach jeder Kursexplosion eine Flagge beziehungsweise die Bärenflagge, daher folgt er mit seinen Gewinnstopps nur bis zur Hälfte des aufgelaufenen Gewinns. Sollte sich die Flagge weit oben (oberes Drittel) bilden und nur bis zur Hälfte des Ausbruchs führen, was auch ein wichtiges charttechnisches Signal bezüglich der Trendfortsetzung ist, so werden Gewinnstopps an der Hälfte des Fahnenmastes nicht gefährdet. Wenn alle Trader so handeln würden, entstünde möglicherweise viel seltener eine Flagge. Doch Trader gehen sehr differenziert an ihre Positionen heran. Einige von ihnen handeln beispielsweise konsequent antizyklisch, sie kaufen permanent entgegen dem Kursgeschehen und sichern sich mit dem Kurs durch einen Hedge ab. Auch solche Aktivitäten verursachen eine Flagge & Bärenflagge.

Diese Formationen gelten als sehr aussagekräftig bei einem flachen Idealverlauf. Sie sollten nicht zu stark hängen und auch nicht ausfransen. Wenn das passiert, könnte aus der Flagge ein Reversal entstehen. Auch eine kurze, breite Flagge kündigt eher den Trendbruch an. Verschiedentlich wird die Lehrmeinung publiziert, dass steile (stark hängende) Flaggen einen sehr heftigen Ausbruch in Trendrichtung ankündigen. So etwas gibt es wirklich, aber zu selten, als dass es als Lehrmeinung gelten darf. Das Gegenteil ist noch häufiger der Fall: Eine vollendete Flagge läutet das Reversal ein, wenn ihre Unter-/Oberkante durchbrochen wird.

Wie ist die Flagge zu erkennen?

Eine Flagge ist ein Minitrend am langen Stab entgegen der Haupttrendrichtung. Dieser Minitrend lässt sich durch parallele Linien begrenzen. Charttechnisch werden Flagge & Bärenflagge als tertiärformative Konsolidierungen klassifiziert, die den Haupttrend bestätigen. Rein zeitlich gesehen dauert die Ausbildung einer Flagge nicht lange – im Intraday-Geschehen vielleicht 40 bis 120 Minuten, im Monatstrend höchstens drei Tage. Der Umsatz kann innerhalb der Flagge rückläufig sein, aber das ist nicht zwingend. Beim nachfolgenden Ausbruch allerdings sind die Umsätze hoch, besonders im Aufwärtstrend gilt das als wichtiges Indiz für die Fortsetzung des Trends.

Handelsempfehlungen

Bei der echten Bullenflagge kann der Trader dem Trendkanal abwärts mit einem Kaufstopp folgen. Bei der Bärenflagge würden hierfür Put-Positionen eingesetzt, die nach oben mit dem Flaggentrend nachgesetzt werden. Trader, die schon vor Entstehung der Flagge oder Bärenflagge in Trendrichtung investiert waren, setzen ihre Stopps etwas unter die Hälfte des Fahnenmastes. Die Idealflagge erreicht sehr oft genau die Hälfte des Fahnenmastes.

Flagge & Bärenflagge: Fazit

Diese Formationen gibt es in allen Märkten, sie funktionieren zudem auf allen Zeitebenen. Das Signal ist sehr aussagekräftig und kann daher immer gehandelt werden.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

24option Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 100 €
Wertung:
XM.com Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 5 €
Wertung:
Bonus:
MindesteinzahlungMin. Einzahlung
Wertung: