Food Price Index

Die Bedeutung weltweiter Food Price Indizes für den Forex, CFD oder Binär Handel. Was steckt dahinter?

Einen Food Price Index ermitteln viele Staaten und Regionen wie die USA und Europa, er beschreibt die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise. Interessant ist in diesem Zusammenhang der FFPI (FAO Food-Price Index) der FAO. Das ist die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. In diesem Food Price Index werden die Weltmarktpreise von 55 Produkten erfasst, darunter Agrarrohstoffe und Nahrungsmittel.

FFPI Daten

Dem FAO Food-Price Index liegt das Konzept der Laspeyres-Formel zugrunde, mit der die Entwicklung von Agrar-Weltmarktpreisen berechnet wird. Die FAO klassifiziert die fünf Warengruppen Getreide, Fleisch, Milchprodukte, Zucker sowie Öle und Fette.

Jede Indexberechnung nach Étienne Laspeyres setzt ein Basisjahr mit dem Indexwert 100 an, für den Food Price Index der FAO liegt die letzte Referenzperiode in den Jahren 2002 – 2004. Der Food Price Index setzt Preise von Warengruppen aus dem Basisjahr zu den Güterpreisen des Berichtsjahres zusammen. Daraus entstehen fünf Teilindizes. Die Veröffentlichung erfolgt imm am ersten Donnerstag des Monats. Die fünf Teilindizes sind:

  • Meat Price Index (Fleisch)
  • Dairy Price Index (Milchprodukte)
  • Cereals Price Index (Getreide)
  • Oils Price Index (Öle und Fette)
  • Sugar Price Index (Zucker)

Der FAO Food-Price Index ist ein Indikator nicht nur für die Kostenentwicklung bei Lebensmitteln, sondern generell für die Inflation. Eine Trendwende am Agrarmarkt gilt als guter Frühindikator für Anleihen und damit den Rentenmarkt, denn Agrarrohstoffe tendieren den Anleihen bis zu sechs Monate voraus. Anleihezinsen und Agrarrohstoffpreise weisen einen engen zeitlichen Zusammenhang.

Auch sind Zusammenhänge zwischen FFPI und dem gewichteten US-Dollar-Index erkennbar. Ein fallender US-Dollar weist auf inflationäre Tendenzen ebenso wie auf tendenziell steigende Rohstoffpreise hin. Die Betrachtung aus Europa verläuft entgegengesetzt: Der starke US-Dollar bedeutet einen schwächeren Euro, was zum Gleichlauf von Eurokurs und Agrarrohstoffpreisen führt.

Stärken

  • guter globaler Überblick zu Lebensmittelpreisen
  • für Trader ist enger Zusammenhang zu Anleihen und dem Euro-Dollar-Kurs erkennbar

Schwächen

  • regionaler Bezug fehlt oder ist schwer darstellbar

Fazit zum FAO Food-Price Index

Es gibt diesen Index schon seit 1990, der Indexstand wurde damals auf 106,9 Punkte festgesetzt. Bis 1996 stieg der Index um 28,4 %, es gab auch ein Allzeittief im Mai 2002 mit nur 85,2 Punkten. Eine Verteuerung der wichtigen Grundnahrungsmittel erfolgte 2007 bis 2008, nicht umsonst brach in diesen Jahren die bislang schwerste Weltfinanzkrise der jüngeren Geschichte aus. Das bedeutet, dass der Food Price Index durchaus einen sehr sensiblen Indikator abgibt. Trader sollten ihn daher beachten.

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