Forex Grundlagen (Was ist Forex?)

Eine Einführung in den Handel mit Devisen

Forex bedeutet Foreign Exchange Market (wörtlich „Fremdaustauschmarkt“), damit ist der Tausch von Währungen gemeint.Andere Begriffe sind Devisenmarkt, Währungsmarkt und FX Market. Der Begriff resultiert aus der Geschichte der Forex-Märkte, auf denen lange Zeit – bis in die 2000er Jahre – an Devisenbörsen direkt Währungen gegeneinander getauscht wurden. Es kaufte also jemand an der Börse für eine Summe X Dollar eine Summe Y Euro. Das findet prinzipiell immer noch statt, ist aber für Privatanleger uninteressant, wenn sie an der Spekulation auf die Schwankungen zwischen den Währungen teilnehmen möchten. Für diese Spekulation werden heute derivate Instrumente vorwiegend in Form von CFDs und Knock-outs genutzt, mindestens 70 Prozent des Welthandels (auch bei Aktien, Rohstoffen und den darauf abgeleiteten Indizes) werden so abgewickelt, was der Öffentlichkeit bislang weitgehend entgangen ist.

Der moderne Forex-Markt gestaltet sich völlig dezentral, die meisten Devisenbörsen wurden abgeschafft (in Deutschland 1998). Vielmehr handeln die Marktteilnehmer direkt miteinander, was für Marktteilnehmer immer die Frage nach der verfügbaren Liquidität aufwirft. Auf dem Forex-Markt werden Anfang 2013 geschätzte 5 Billionen Dollar handelstäglich umgesetzt, zu dieser Liquidität müssen Broker einen Zugang haben, wenn sie eine sekundenschnelle Orderausführung auch bei großen Positionen im Millionenbereich gewährleisten möchten. Für den Zugang zu dieser Liquidität wurden inzwischen spezielle Marktplätze durch Banken- und Brokerkonglomerate geschaffen, viele Broker werben damit, dass sie daran teilnehmen.

Entwicklung des Forex-Marktes

Währungen wurden schon immer gegeneinander getauscht, die Kurse bildeten sich häufig lokal, wie das heute noch bei Geldwechslern beispielsweise im afrikanischen und vorderasiatischen Raum zu beobachten ist. Im Jahr 1880 schufen allerdings einige der weltgrößten und bedeutendsten Banken die Möglichkeit, dass auch Ausländer bei ihnen Konten einrichten und auf diesen Konten Devisen des Landes, in dem die Bank ihren Standort hat, gutschreiben lassen konnten. Es konnte also ein Brite in den USA ein Dollarkonto führen, was ihn zum Beispiel als Unternehmer zum wechselkursunabhängigen Binnenmarktteilnehmer machen konnte. Die dadurch entstehenden großen Vermögen mussten wieder irgendwann wieder in die Heimatwährung transferiert werden, es entstanden Devisenbörsen. Auch die Verlagerung der Produktion an ausländische Standorte erzwang einen Handel mit den Währungen, Rohstoffe wurden mittels inländischer Währungen an einem bestimmten Standort eingekauft, Arbeiter in dieser Währung bezahlt, die Produkte für andere Währungen an andere Standorten verkauft.

Daran hat sich übrigens bis heute nichts geändert, international operierende Industrien wie die Automobilbranche sind sehr stark von Währungsschwankungen abhängig. Diese Schwankungen beeinträchtigten zwischen dem letzten Drittel des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sehr stark die unter der Industrialisierung erblühende Weltwirtschaft, erste Rezessionen wie die Große Depression der 1930er Jahre und möglicherweise auch die katastrophalen politischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts sind auch auf unkontrollierbare Währungsschwankungen zurückzuführen. Die Staaten reagierten mit unterschiedlichen Versuchen der Bändigung, unter anderem mit mehrmaligem Einführen (und wieder Verwerfen) des Goldstandards, und einigten sich schließlich 1944 in Bretton Woods auf feste Wechselkurse. Diese hielten bis zum Beginn der 1970er Jahre, dann begann das Block-Floating der Europäischen Gemeinschaft gegen den US-Dollar, die Amerikaner gaben wiederum die Bindung des Dollars an das Gold auf, die Volatilitäten zwischen den Währungen erhöhten sich wieder. Durch die Euro-Einführung, der als Ecu schon seit den 1990er Jahren die europäischen Währungen sehr fest aneinander band, entstanden ab den 2000er Jahren die großen Währungsblöcke des US-Dollars, Euros, japanischen Yens, Schweizer Franken und des Britischen Pfunds.Inwieweit die großen asiatischen Währungen (China, Indien) in Zukunft eine überragende Rolle spielen werden, ist bislang schwer absehbar. Diese Währungen floaten seit der Freigabe der Wechselkurse und der Aufgabe des Goldstandards in den 1970er Jahren frei gegeneinander, mit Ausnahmen: So koppelte die Schweiz im Jahr 2012 ihren Franken gegen eine Untergrenze zum Euro von 1,20 CHF, um wirtschaftliche Verwerfungen einzudämmen. Prinzipiell gibt es aber keine „Währungskorridore“ mehr, es kann also eine Währung gegen die andere theoretisch unbegrenzt steigen oder fallen. Das passiert in der Praxis aus bestimmten Gründen nicht, vor allem nicht innerhalb der Majorpaare EUR/USD, GPB/USD, EUR/JPY, EUR/CHF, USD/JPY und so fort, also allen Paaren der großen Währungen gegeneinander.

Handel am Forex-Markt

Große Unternehmen halten nach wie vor in bestimmten Grenzen Währungsbestände und handelt direkt Euro gegen Dollar und so fort, selbst einige Mittelständler unter anderem in Grenzregionen zur Schweiz tauschen direkt Euro gegen Schweizer Franken, weil sie grenzüberschreitend mit Kunden und Lieferanten zu tun haben. Den Trader an der Börse muss das aber nicht interessieren, er kauft niemals direkt Währungen – die nötige Liquidität wäre viel zu hoch -, sondern spekuliert mit Derivaten auf die Währungsschwankungen. Haargenau dieselbe Spekulation unternehmen Konzerne übrigens auch, aus rein praktischen Gründen: Wenn ein europäisches Unternehmen in den USA produzieren lässt und zum Beispiel einen gegen den Euro fallenden Dollar erwartet, kann es sich mit einer gegenläufigen Derivateposition gegen mögliche Verluste versichern. Diese Spekulation kann natürlich aufgehen oder nicht, doch zu diesem Zweck sind Derivate – vor über hundert Jahren entstanden die klassischen Optionsscheine – ursprünglich erfunden worden (Optionen gab es vermutlich in anderer Form schon im alten Ägypten).

Auch im Interbankenhandel werden Währungen direkt gehandelt, vor allem die Zentralbanken werden zeitweise sehr aktiv, um Währungsschwankungen auszugleichen. Aufgrund dieses Handels kommt die enorme Liquidität im Forex-Markt zustande und verursacht großen Bewegungen, die der private Trader mit Derivaten für sich nutzt. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass gerade die Majors prinzipiell gegeneinander swingen, es fällt niemals der Euro gegen den Dollar auf null oder umgekehrt. Die Swings erstrecken sich aber über Jahre und Jahrzehnte. Wer heute ängstlich auf einen fallenden Eurokurs schaut, sollte daran denken, dass dieser gegen den Dollar im November 2003 bei 1,12 stand (Januar 2013: 1,34), zur Bargeldeinführung des Euro 2002 kostete auch einmal ein Euro nur 85 Dollarcent. Der Swing der beiden Währungen gegeneinander liegt zwischen diesem Tief und dem Hoch von knapp 1,60 Dollar für einen Euro im Jahr 2008.

Fazit zum Handel mit Devisen

Ein eigentlich einfache erfassbares Thema. Trotzdem hat dieser Milliarden- und Billionenschwere Handelsmarkt seine Tücken. Beim Handel mit kleinen Beträgen und großen Hebeln geht man z.T. beträchtliche Risiken ein. Lesen sie sich vorher intensiv ein, wie man handelt und die Risiken begrenzt.

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