giropay

Das sichere Online-Bezahlsystem giropay wird vor allem deutschen und österreichischen Kunden angeboten.

Das Online-Bezahlverfahren giropay wird von Brokern vor allem für deutsche Kunden beziehungsweise Kunden aus Deutschland und Österreich bereitgehalten. Teile der deutschen Kreditwirtschaft führten giropay ab 2006 ein, später erfolgte die Vernetzung mit österreichischen Banken. Mit giropay konnte das Online-Banking optimiert werden.

Über giropay

Die Basis von giropay ist eine Online-Überweisung, die mit diesem System besonders sicher und unkompliziert ablaufen soll. Wie bei ähnlichen Systemen – etwa PayPal – erhalten potenzielle Zahlungsempfänger eine sofortige Zahlungsgarantie, wenn das Konto des Zahlungsanweisers gedeckt ist. Gründer der Giropay GmbH waren die Postbank, die zum Sparkassenverbund gehörende Star Finanz, die Fiducia IT und die GAD als Vertreter der Volksbanken Raiffeisenbanken.

Händler werden über Acquirer als Lizenznehmer angeworben. Die giropay-Kunden benötigen für die Bezahlung keine Software oder gesonderte Registrierung, nur ein Girokonto, mit dem Online-Banking nötig ist. Dabei müssen sie freilich Kunde einer der rund 1.500 teilnehmenden Banken und Sparkassen sein. Beteiligt sind neben den Sparkassen, der Postbank und den Volks- und Raiffeisenbanken auch die DKB, comdirect und weitere Regionalbanken.

Funktionsweise

Mit giropay zahlen Kunden direkt von ihrem Girokonto aus. Sie wählen im Onlineshop oder beim Broker das Zahlungsverfahren giropay aus und benennen ihre kontoführende Bank. Bei Brokern dürfte diese Bank schon für das Referenzkonto hinterlegt sein, sodass dieser Schritt entfällt. Technisch ähnelt giropay aus Sicht des Kunden der Sofortüberweisung, das Verfahren ist aber meistens unkomplizierter durchzuführen.

Nach dem Klick auf “Bezahlen” erfolgt die automatische Weiterleitung zum Log-in bei der eigenen Bank, wo dieses per NetKey und PIN erfolgt – also genau wie bei einer Sofortüberweisung. Die Überweisung wird schließlich mit einer TAN autorisiert. Seit April 2016 können teilnehmende Geldinstitute bei Kleinbeträgen bis 30 Euro auf die TAN verzichten. Kunden nutzen giropay grundsätzlich kostenlos. Die Datensicherheit gilt als sehr hoch, sie wurde nie – im Gegensatz zur Sofortüberweisung – angezweifelt.

Händler erhalten als Zahlungsempfänger umgehend eine unwiderrufliche Zahlungsgarantie. Für Trader bedeutet das: Wenn sie per giropay von ihrem Girokonto Geld auf das Tradingkonto überweisen, sollte dieses dort sofort (fast sekundengenau) gutgeschrieben werden, womit giropay die Funktion eines eWallets erfüllt, obwohl es keines ist (es bietet schließlich kein gesondertes Konto an).

Vor- und Nachteile

Folgende Vorteile bietet giropay:

  • sicheres, unkompliziertes Verfahren
  • für Kunden kostenlos
  • blitzschneller Geldtransfer auf ein Tradingkonto
  • auch für Händler bzw. aus Sicht des Zahlungsempfängers (also des Tradingkontos) sehr sicher

Diese Nachteile stehen dem gegenüber:

  • nicht von allen Geldinstituten angeboten
  • zwar komfortabel, doch es gibt noch einfachere Möglichkeiten

Fazit

Dieses Verfahren ist eigentlich sehr elegant, es könnte in Deutschland von 35 Millionen Kunden genutzt werden. Jedoch ist es weniger bekannt als die Sofortüberweisung, die wiederum sehr ähnlich funktioniert. Viele Kunden von Sparkassen, Raiffeisenbanken, der DKB, comdirect und weiterer teilnehmender Regionalbanken werden gar nicht wissen, dass sie giropay nutzen könnten und was das eigentlich ist. Das hat rein kommunikatorische oder marketingtechnische Gründe.

Trader, die bei einer der genannten Banken ihr Konto führen, sollten diese Variante ruhig einmal ausprobieren. Mit dem österreichischen eps-System ist giropay inzwischen durchgehend vernetzt. Allerdings bleibt die Frage offen, ob der Broker für die Nutzung von giropay ein Entgelt erhebt. Möglich wäre dies durchaus, denn die Händler – als solcher tritt der Broker auf – müssen pro Transaktion etwas bezahlen (wie bei Kreditkarten). Die Gebühren betragen maximal 0,89 % des Umsatzes und minimal 0,33 €/Transaktion plus ein kleines Durchleitungsentgelt (sog. PSP-Gebühr) im Centbereich.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

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