Gleitender Durchschnitt

Er dient als Basis für viele technische Indikatoren: die Bedeutung und Funktion des Gleitenden Durchschnitts.

Der gleitende Durchschnitt gehört zu den Standardanwendungen der technischen Analyse. Er basiert mathematisch auf der Glättung von Datenreihen durch einen gleitenden Mittelwert. Anleger kennen den gleitenden Durchschnitt als GD oder als MA von Moving Average. Er kann als einfacher MA (SMA) oder exponentieller MA (EMA) angegeben werden. Die Anwendung gleitender Durchschnitte auf Datenreihen stammt aus der Wissenschaft und Technik, sie richtet sich nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Zu diesen zählt die Gewichtung von einzelnen Datenpunkten, die auf unterschiedliche Weise vorgenommen werden kann.

Bei Anwendungen für börsliche Preischarts haben sich der SMA und der EMA durchgesetzt, es gibt aber noch weitaus mehr Varianten. Der Unterschied zwischen SMA und EMA lässt sich vereinfacht so darstellen: Während der SMA jedem Datenpunkt dasselbe Gewicht beimisst, nimmt dieses beim EMA der Entfernung vom Messzeitpunkt exponentiell ab. Das führt zu einer stärkeren Glättung der Datenreihe.

Aussage

Ein Trend gleitet innerhalb seines GD und bricht, sobald er diesen verlässt. Es entstehen dabei Kauf- und Verkaufssignale, Stopplosses werden an den GD angepasst. Trader und Analysten können am gleitenden Durchschnitt sofort den Durchschnittskurs des Wertpapiers erkennen, wobei dieser mit ansteigender Zeit beziehungsweise Periodenzahl immer glatter wird. Es ergibt sich ein klareres Bild, das Trends besser erkennbar macht. Allerdings wäre die Vermutung, dass sich der Trend nun in dieser Weise fortsetzen muss, ein Fehlschluss. Wenn jedoch ein nach vorn versetzter gleitender Durchschnitt vom Kurs gekreuzt wird, dann ist das ein bedeutendes Ereignis, das auf einen Trendbruch verweist.

Die modernen Analysetools berechnen unterschiedlichste gleitende Durchschnitte, Standardperioden laufen beispielsweise über 38 und 50, 100 oder 200 Tage. Die modernen Programme erlauben es, dass Trader beliebige gleitende Durchschnitte einstellen, die zu ihrem persönlichen Zeithorizont passen. Der gleitende Durchschnitt führt nicht zu einer Prophezeiung, sondern zeigt grundsätzlich den Trend im betrachteten Zeitraum an.

Einsatz

Die wichtigste Funktion gleitender Durchschnitte ist ihre Aussage darüber, ob der Trend noch intakt ist. Diese Funktion erfüllen sie in jedem Zeitfenster bis hinunter zum Minutenchart, wenn das eingesetzte Analysetool diese Einstellung erlaubt. Ein Trendbruch kündigt sich durch eine bestimmte Art der Abweichung an, nämlich der überproportionalen Verbreiterung von SMA oder EMA. Man könnte dabei zunächst an eine erhöhte Volatilität glauben, doch in Wahrheit wird der gleitende Durchschnitt verlassen: Der Trendbruch wird nun unmittelbar erfolgen oder ist schon erfolgt. Für den Trader ist das ein Signal, hier seine Kauf- oder Verkaufsstopps zu setzen.

Der GD kann noch bei einem weiteren Vorhaben behilflich sein: Er ermöglicht es, Zielmarken für den Take Profit zu setzen. Im Aktienbereich verwenden die Händler hierfür sehr gern den GD 200. Durch dessen Fortzeichnung kann der Trader erkennen, wohin der Kurs eigentlich führen müsste. Es wäre angebracht, dort für einzelne Positionen ein Verkaufslimit zu platzieren. Wenn sich der Kurs über dem GD bewegt, gilt er als einwandfrei bullish, darunter ist er bearish.

Gleitender Durchschnitt: Fazit

Der GD in seinen verschiedenen Ausprägungen – vorrangig als SMA oder EMA – ist die Basis von vielen technischen Indikatoren. Es hat keine wunderbare Prognosekraft, das müssen Trader beachten. Für die Analyse ist er jedoch sehr wertvoll.

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