Chartformationen

Wir erklären die Bedeutung der wichtigsten Chartformationen für den Forex & CFD Handel.

Chartformationen sind für die technische Analyse unerlässlich, vielleicht sind sie sogar deren wichtigstes Element. Trader sollten sie zweifellos kennen, auch wenn sie nicht jede Chartformation handeln müssen.

Was sind Chartformationen?

Es handelt sich hierbei um charakteristische Kursbewegungen, mit denen eine Trendfortsetzung oder -wende und ebenso ein Ausbruch vergleichsweise sicher zu prognostizieren sind. Sie erscheinen als ganz bestimmtes Bild, das “Chartformation” oder “Kursmuster” genannt wird. In Trendverläufen liefern sie frühe Ein- und Ausstiegssignale. Die Kursverläufe in den Märkten lassen sich in Trend- und Stagnationsphasen sowie Gegenbewegungen zu einem Trend unterteilen.

Die Gegenbewegungen sind Korrekturen, können aber auch einen Trendbruch und anschließend eine Stagnation und/oder einen Gegentrend andeuten. Um eine eindeutige Korrekturphase handelt es sich, wenn eine Bewegung gegen den Haupttrend entsteht, aber nicht unter dessen Ausgangspunkt führt. Korrekturen oder Trendwenden lassen sich an bestimmten Chartformationen sicher ablesen. Der Handel dieser Formationen sollte prozyklisch in Trendrichtung erfolgen.

Trader kennen solche Formationen unter anderem als Flagge, Schulter-Kopf-Schulter, Dreieck, Doppeltief/-hoch oder Untertasse. Chartformationen lassen sich in die beiden Kursmuster für Trendfortsetzungen oder eine Trendwende unterscheiden.

  • Trendfortsetzungen sind beispielsweise Flaggen und Dreiecke.
  • Trendwendemuster sind zum Beispiel Doppelhochs und -tiefs oder die Schulter-Kopf-Schulter-Formation und ihre Inversion.

Zu beachten ist dabei, dass sich die Chartformationen für eine Trendfortsetzung und den Trendbruch anfangs ähnlich sehen können. Trader sollten zudem wissen, dass Chartmuster auf Naturgesetzen basieren, es gibt sie auch in der Technik oder etwa bei der grafischen Darstellung von Hochwasserereignissen.

Vielfach wird vermutet, dass sie entstehen, weil “alle sie handeln” und dass sie folglich auch verschwinden könnten, wenn “alle sie kennen und nicht mehr handeln”. Doch dem ist nicht so. Es gab sie immer (auch ohne charttechnische Theorien) und wird sie immer geben. Sie sind der visuelle Ausdruck bestimmter natürlicher Vorgänge. Das Handeln der Marktteilnehmer ist so ein natürlicher Vorgang, der bestimmten Gesetzen unterliegt.

Sollte man sich mit Chartformationen auskennen?

Die wichtigste Aussage in diesem Kontext lautet, dass Trader die Chartformationen weitgehend kennen sollten, sie aber keinesfalls komplett handeln müssen. Das liegt daran, dass niemand genau sagen wann, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Chartformation prognosefähig ist. Diese Versuche gab es natürlich, etwa in der Art: Diese SKS könnte mit 70%iger Wahrscheinlichkeit einen Ausbruch bewirken. In der Praxis lässt sich das aber nicht mit belastbaren Daten festmachen.

Zudem spielen weitere Aspekte beim Traden eine Rolle, darunter vorrangig das Money- und Risikomanagement. Wenn also ein Trader eine SKS (Schulter-Kopf-Schulter) entdeckt, der logische Stopp aber für sein Kapital zu weit wegliegen würde, sollte er sie nicht handeln. Dennoch bereitet ihn diese Chartformation auf mögliche künftige Ereignisse vor, die sich vielleicht besser handeln lassen. Chartformationen entstehen aus so zwingenden Gesetzen der menschlichen Handelsaktivitäten, dass ihre Kenntnis einfach zum Traden dazugehört. Sie entstehen aus Angst, aus Gier, aus Gerüchten und Ad-hoc-News und manchmal am frühen Morgen, wenn alle Anleger beschwingt handeln.

Die bekanntesten Chartformationen

Es gibt einige Chartformationen mit hoher Gewinnwahrscheinlichkeit, die auf allen Zeitebenen zu beobachten sind. Sie bieten eine vergleichsweise verlässliche, aber keine absolute Indikation. Ihre Ausbildung kann Minuten, Stunden, Tage und Wochen dauern. Hier einige Beispiele für die bekanntesten Chartformationen:

  • Doppelhoch und -tief (Double Top and Bottom): Diese Umkehrformation ist leicht zu erkennen, der Kurs bildet ein W- oder M-Muster am Ende eines Trends.
  • Kopf und Schulter (Head and Shoulder): Die Preise steigen, fallen wieder und steigen noch höher, bilden einen Kopf und oft noch eine Schulter.
  • Kanäle (Channels): Hiermit lassen sich die inneren und äußeren Grenzen des aktuellen Kurstrends definieren. Die Zeichnung erfolgt durch obere und untere Trendlinien.
  • Rechtecke (Rectangles): Solche Muster zeigen einen Ausbruch (Breakout) nach oben oder unten an.
  • Flaggen und Wimpel: Hier haben wir einen guten Indikator für die Trendfortsetzung nach einer Konsolidierungsphase.

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