Was sind Forex-Signale?

Was sind Forex Signale? Wie interpretiert man sie und wozu sind sie im Devisenhandel von Nutzen? Eine Einführung:

Forexsignale liefern die Preisschwellen, an denen eine Position gekauft oder verkauft wird, ebenso definieren sie die Grenzen für das Stopplossmanagement. Diese Signale werden durch manuelle oder computergestützte Analyse der Charts sowie durch fundamentale Überlegungen geliefert. Eine Reihe von Programmen, die in Expert Advisors integriert werden können (beispielsweise im MetaTrader), generiert automatische Forexsignale. Hierbei ist darauf zu achten, dass diese Programme auf Backtests beruhen und daher die Vergangenheit in die Zukunft übertragen. Das funktioniert nur begrenzt und bedarf der Überwachung durch den Trader. Wenn dieser feststellt, dass die Performance aufgrund der gelieferten Forexsignale nachlässt, muss er das Programm verlassen. Es haben sich dann Marktbedingungen geändert, frühere Berechnungen funktionieren jedenfalls für den gegenwärtigen Moment nicht mehr. Dieses Phänomen ist so alt wie die Märkte selbst.

Mechanische Handelssysteme gibt es schon seit Jahrhunderten, die modernen computergestützten Programme nehmen sie auf, machen sie schneller und effektiver, ändern aber nichts am Grundprinzip. Märkte sind per se nicht sicher zu prognostizieren, sie basieren auf einer großen Zahl von Wahrscheinlichkeiten.

Arten der Forexsignale und fundamentale Überlegungen

Zunächst ein kurzer Abriss der fundamentalen Forexsignale, die in die Überlegungen von Tradern grundsätzlich einfließen. Im Forexmarkt bewegen sich zumindest die großen Majorpaare wie EUR/USD, EUR/JPY, EUR/GPB, USD/JPY, GBP/USD, EUR/CHF, USD/CHF und noch einige weitere (alle Paarungen der großen Währungen Euro, US-Dollar, japanischer Yen, Britisches Pfund und Schweizer Franken) prinzipiell in großen Swings gegeneinander.

Der Hintergrund ergibt sich aus der Stärke der Währungsräume und beteiligten Volkswirtschaften, von denen auch über Jahrzehnte keine so schwach oder stark wird, dass ihre Währung gegen eine andere Majorwährung grenzenlos fällt oder steigt. Ein exorbitanter Trend nach oben oder unten wie bei manchen Aktien und Rohstoffen ist also generell ausgeschlossen, die Währungen streben gegeneinander ein Gleichgewicht an. Der große Swing ist freilich manchmal erst im Zehnjahreschart zu erkennen, doch auch auf kürzeren Zeitebenen werden immer wieder große Seitwärtsbewegungen festgestellt.

Forextrader gehen deshalb davon aus, dass an den Grenzen solcher Seitwärtsbewegungen eine Trendwende einsetzt oder, wenn etwa die Grenze eines Jahresswings durchbrochen wird, der Kurs wahrscheinlich bis zur Swinggrenze der nächsten Zeitebene läuft. Der Hintergrund der zeitweiligen Stärke einer Währung kann in Ereignissen wie der Eurokrise liegen, es ist dennoch zu beobachten, ob und wie sich diese auf eine Eurostärke oder -schwäche auswirkt. So hat die Eurokrise seit 2009 bis zum Beginn des Jahres 2013 zu einer Seitwärtsbewegung zwischen Euro und US-Dollar geführt, keinesfalls ist der Euro abgestürzt. Mit diesen fundamentalen Überlegungen nehmen Trader anschließend charttechnische Forexsignale ins Visier.

Charttechnische Forexsignale

Die reinen Chartsignale im Forexbereich basieren wie in allen anderen Assetklassen auf Trend-, Swing-, Ausbruchs-, Range- und 1-2-3-Strategien. Im Hinterkopf hat der Trader stets den großen Swing, doch dieser betrifft überwiegend die Zeitebene ab sechs bis zwölf Monaten, und viele Trader betrachten die Märkte auf Stunden-, Tages- und bestenfalls Wochenbasis, wofür es gute Gründe gibt. Wie bei jedem Trading muss auch im Forexmarkt mit Overnight-Gaps (Kurslücken) gerechnet werden, diese fallen sogar besonders intensiv aus, da schließlich Währungen rund um die Uhr auf der ganzen Welt gehandelt werden. Aus diesem Grund kann Daytrading auch und gerade für den Forexmarkt eine sehr sinnvolle Option sein. Folgende Signale kommen zum Einsatz:

  • Trendstrategien: Wählen Sie eine Zeitebene zwischen 15 bis 60 Minuten (beim Daytrading nicht höher) und beobachten Sie, ob zwei aufeinanderfolgende Stäbe ein höheres Hoch und gleichzeitig höheres Tief (oder umgekehrt bei Shortpositionen) bilden. Kaufen Sie beim Übersteigen des zweiten Hochs mit einem Stopp unter dem Tief des ersten Stabes unter Berücksichtigung Ihres Moneymanagements. (Die letzte Bemerkung kurz erläutert: Falls der Kurs dreht und Ihr Stopp erreicht wird, dürfen Sie nicht mehr als zwei Prozent Ihres verfügbaren Kapitals verloren haben.)
  • Swing + Break-out: Beobachten Sie die Ober- und Untergrenze eines Swings im Wochenchart. Setzen Sie an den Grenzen Stop-buys für eine Long-/Shortpositionen für eine Rückkehr in den Swing oder einen Break-out aus dessen Grenzen. Der Swing muss groß genug sein, damit innerhalb seiner Grenzen profitables Handeln möglich ist. Ein Break-out kann sehr weit führen, behandeln Sie in diesem Fall die Stopps wie bei einem Trend. Setzen Sie sie immer unter das Tief (bei Long) oder Hoch (bei Short) des vorletzten Stabes unter Berücksichtigung Ihres Moneymanagements.
  • Break-out + Range: Eine Range oder Leiste ist praktisch ein Miniswing mit zerfransten Rändern. Die Range hat konsolidiert, wenn die Schlusskurse von vier Stäben (gut in der OHLC-Darstellung zu sehen) im Bereich des fünftletzten Stabes liegen. Setzen Sie Kaufstopps rund 5% über und unter die Range für Long-/Shortpositionen.
  • 1-2-3-Formation: Der Kurs bildet ein Hoch, dann ein tieferes Tief. Sollte er das Hoch dieses Stabes übersteigen, ist das der Einstiegspunkt der 1-2-3-Formation. Setzen Sie den Stopp unter das tiefste Tief der Formation. Der Kurs kann nach Überschreiten des Punktes 3 zunächst konsolidieren. Die Formation funktioniert in beide Richtungen.

Es gibt noch mehr Signale, viele funktionieren allerdings nicht im Daytrading. Sämtliche bekannten Muster wie steigende, fallende und symmetrische Dreiecke, Doppel-Tops sowie doppelte und dreifache Böden, SKS und ihre inverse Form stammen aus dem Aktienmarkt und beziehen sich ausdrücklich auf Tagescharts. Natürlich gibt es so etwas auch im Forexmarkt, der ebenso theoretisch nach Tagescharts gehandelt werden kann, abervergessen Sie nicht die Gaps.

Wenn Sie sich für Daytrading im Forexbereich entscheiden, müssen Sie für jeden Wert tagtäglich eine Zeitebene finden, in der die beschriebenen Muster funktionieren. Das können mal 10, mal 15 und mal 30 oder 60 Minuten sein.

Fazit

Wir haben hier ein umfassendes Thema nur angerissen. Mit Forex-Signalen und deren Deutung sollten sie sich umfassend auseinandersetzen, wenn sie im Devisenhandel ihre Erfolgschancen maximieren wollen.

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