Histogram Chart

Wir erklären, wie man die Stärken eines Histogram Charts richtig einsetzt.

Der Histogram Chart ist eine alte Darstellung in der Statistik, es gibt sie etwa seit dem 17. bis 18. Jahrhundert. Sie zeigt die Häufigkeitsverteilung von metrisch skalierten Werten. Diese müssen dafür in Klassen unterteilt werden. Die Börsianer griffen den Histogram Chart mit der Entstehung der computergenerierten Indikatoren ab den 1970er Jahren auf. Volumenbasierte Indikatoren – etwa der MACD – werden immer als Histogram Chart abgebildet. Eine Klassendarstellung von Daten kann in der Technik auch mit variablen Breiten von Chartsäulen erfolgen. Histogram Charts für börsliche Indikatoren weisen jedoch immer Säulen mit gleicher Breite auf.

Aufbau von Histogram Charts

Der Histogram Chart besteht aus Säulen beziehungsweise Rechtecken mit unterschiedlicher Höhe und bei Börsenindikatoren stets mit derselben Breite. Diese Säulen führen meistens von einer Nulllinie in beide Richtungen, über ihre unterschiedlichen Längen lässt sich ein Linienchart zeichnen. Dieser Linienchart ist nicht der Kurs des Wertpapiers, sondern eine Darstellung der relativen oder absoluten Klassenhäufigkeiten durch die Flächeninhalte. Jede Säule steht für die Häufigkeitsdichte pro Zeiteinheit. Dem liegen Indikatorwerte zugrunde, darunter das Volumen, gleitende Durchschnitte oder Werte wie die Volatilität.

Aussage und Ableitungen

Jeder Histogram Chart zeigt die Wahrscheinlichkeitsdichte seiner kontinuierlichen Zufallsvariablen an. Im Fall eines Börsenindikators ist der Verlauf der Häufigkeitsverteilung abzulesen. Er ergänzt die zusammenfassenden Daten aus dem Kurschart. Außerdem liefert ein Histogram Chart als Wertpapierindikator zusätzliche Aussagen zu den preisbestimmenden Faktoren, also zum Volumen, zur Volatilität oder zur Verteilung von Durchschnittswerten. Spezifikationsgrenzen sind die Extremwerte im Kurs, des Weiteren Divergenzen und somit bevorstehende Trendwechsel.

Eine mögliche Ableitung liefert der Histogram Chart des MACD, der den Unterschied zwischen dem MACD und dessen Signalleitung darstellt. Trader erkennen daran Konvergenzen und Divergenzen. Sollte der MACD Histogram Chart kleiner werden, ändert sich vom betreffenden Wertpapier die Kursrichtung, ebenso kann eine Trendverlangsamung eingetreten sein. In so einem Fall rückt die MACD-Linie näher an ihre Signalleitung. Bei Divergenzen erhöhen sich die Säulen des Histogram Charts, der MACD beschleunigt in Trendrichtung.

Die Divergenz ist zu erkennen, wenn der MACD Histogram Chart bereits Veränderungen zeigt, welche im Preischart noch nicht zu sehen sind. Dieser folgt in der Regel kurz darauf dem Histogram Chart, der damit die Funktion eines vorlaufenden Indikators übernimmt. Alsbald bewegen sich Histogram und Preis Chart in eine Richtung. Wenn der Histogram Chart anschließend wieder schrumpft, lässt sich daraus die bevorstehende Trendwende ablesen. Durch den Histogram Chart sind gleichfalls Kauf- und Verkaufssignale zu erkennen (Kreuzen der Nulllinie nach oben oder unten).

Sinnvoller Einsatz

Histogram Charts sind oft wie beschrieben vorlaufende Indikatoren, allerdings dürfen sie nicht als prophetisches Wundermittel betrachtet werden. Wie gut sie funktionieren, hängt von der Assetklasse, der betrachteten Zeiteinheit und der Art der Indikation ab. Für das Positionstrading im Aktienhandel können sie im Grunde genommen immer eingesetzt werden. Sie können aber im Intradaytrading versagen. Das bedeutet, beim Trading von schnellen Forex-Paaren oder CFDs auf Indizes und volatile Rohstoffe wie Gold sind sie mit Vorsicht zu betrachten. Was funktionieren kann, ist das Indextrading über eine Woche, wobei der Histogram Chart in Rhythmen von einer Stunde oder 30 Minuten arbeiten sollte. Bei ruhigem Kursverlauf kann das durchaus funktionieren.

Stärken und Schwächen

Eine generelle Stärke von Histogram Charts ist ihre Darstellung derjenigen Wahrscheinlichkeitshäufungen, die im Preischart nicht ersichtlich sind. Sollten die Rahmenbedingungen – Indikation, Asset, Zeiteinheit – stimmen, bieten diese Charts eine vorlaufende Indikation, die sehr hoch zu würdigen ist. Die entstehenden Kauf- und Verkaufssignale sind ebenso brauchbar wie die angezeigten Konvergenzen und Divergenzen. Eine Schwäche ist die fehlende Universalität, denn der Histogram Chart funktioniert nur bei bestimmten Assets und in bestimmten Zeiteinheiten. Bei falscher Anwendung büßt er seine vorlaufende Funktion ein und verleitet zu Fehlentscheidungen. Es gehört viel Erfahrung zur Anwendung von Histogram Charts.

Fazit zu den Histogram Charts

Forex- und CFD-Trader mit einem Zeithorizont von einer Woche oder länger sollten ruhig beispielsweise den MACD mit seinem Histogram Chart hinzuziehen. Dann wäre zu beobachten, wie dessen Signale im Wochenverlauf funktionieren. In günstigen Fällen sind Trefferquoten um 70 – 80 % zu erwarten. Wer sich unsicher ist, lässt Forexwerte vorerst aus und fokussiert auf bestimmte Aktien-CFDs. Gut tendierende Werte sind generell geeignet. Der Histogram Chart kann dann mit gut austarierten Perioden genau diejenige Zeitspanne indizieren, über welche der betreffende CFD laufen soll.

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