Keil

Wie man Keilformationen erkennt und warum sie selten gehandelt werden. Wir klären auf.

Die Chartformation “Keil” hat ihren Namen von ihrem Aussehen, sie sieht so aus wie ein echter Keil. Dieser ist durch zwei Trendlinien gekennzeichnet, die in flachem Winkel aufeinander zulaufen. Der bullishe Keil entsteht am Ende eines Abwärtstrends, der bearishe Keil (sehr selten zu beobachten) folglich am Ende des Aufwärtstrends. Da dieses Szenario kaum anzutreffen ist, betrachten wir hier nur den bullishen Keil. Dieser zeigt einen nachlassenden Abwärtsdruck an, das ist gut an der unteren, sich verflachenden Trendlinie zu erkennen. Die bullishen Marktteilnehmer können sich aber noch nicht durchsetzen, daher bildet sich zunächst diese Keil-Formation. Sie verweist auf einen bevorstehenden Ausbruch nach oben.

Bullisher Keil erklärt

Die Abbildung zeigt einen bullishen Keil, es existiert aber auch eine bearishe Variante.

Ein Keil hat eine flacher werdende Trendlinie, diese entsteht durch fallende Volatilität und (beim bullishen Keil) durch nachlassenden Verkaufsdruck. Das Handelssignal verweist immer auf einen Ausbruch entgegen der vorherigen Richtung, was sich in der Bezeichnung des Keils als “bullish” oder “bearish” niederschlägt. Erwähnenswert ist noch, dass diese Chartformation eher nicht zu den Favoriten der meisten Trader gehört, denn ihre Trefferquote ist nicht allzu hoch.

Wie entsteht der Keil?

Ein bullisher Keil entsteht bei nachlassender Verkaufsaktivität. Er ist in allen Märkten zu beobachten. Das deutlichste Indiz für die nachlassenden Verkäufe wäre die flacher werdende Abwärtstrendlinie. Schon in diesem Moment strömen erste Käufer in den Markt, doch sie können sich noch nicht durchsetzen. Verkäufer lösen sukzessive ihre Put-Positionen auf, sie stellen auch ihre Verkaufsaktivitäten ein. Damit wechselt der Markt allmählich vom bearishen zum bullishen Markt. Das braucht naturgemäß seine Zeit, daher entsteht der typische Keil.

Bearisher Keil erklärt

Beispiel für einen bearishen Keil.

Zeitangaben für eine Keilbildung können nur relativ ausfallen. Positionstrader, die sich an Tagescharts orientieren, können in einem Trend von drei Wochen eine Keilbildung von bis zu fünf Tagen feststellen (ungefähre Angabe). Auf Intradaycharts bezogen hieße das, in einem Drei-Stunden-Trend könnten die Keilbildung bis zu einer Stunde dauern. Man geht von 20 bis 30 Prozent der Zeitspanne aus, die der vorherige Trend gelaufen ist.

Zu erkennen ist der Keil auch am abnehmenden Handelsvolumen. Beim Ausbruch aus der Keilformation nimmt dieses wieder signifikant zu. Die Keilbildung erfolgt, weil Marktteilnehmer immer noch im vorherigen Abwärtstrend investiert sind. Bei der Ausbildung des Keils ist dieser als primär anzusehen. Käufer wiederum steigen erst sukzessive ein, dann eröffnen sie während der Keilbildung ihre Long-Positionen, während der Keil auf seine Spitze zuläuft. Diese ist oft stumpf. An der Spitze geben die Bären meistens endgültig auf (bullisher Keil), nun sind die Bullen in der Übermacht: Der Ausbruch führt steil nach oben. In selteneren Fällen kann ein Keil aber eine Trendfortsetzungsformation sein, weil die Bullen wieder aufgeben. Dann ist ein Ausbruch abwärts zu erwarten. Ein Keil ist also schwer zu erkennen und liefert zudem unklare Signale, daher handeln ihn viele Trader nicht.

Den Keil erkennen

Ein bullisher Keil wird im Abwärtstrend erkannt, wenn dieser in eine leicht abwärtsgerichtete, schmaler werdende Konsolidierung mündet. Das Ende des Keils ist stumpf, dort ergibt sich ein Kaufsignal. Das ist aber nicht gesichert. Auch das stumpfe Ende ist nicht zwingend, nur wäre ein Keil ohne stumpfes Ende ein abwärtsgerichtetes Dreieck, das ein Abwärtssignal – kein Kaufsignal – auslöst.

Ein bearisher Keil im Aufwärtstrend konsolidiert nach oben bei abnehmender Volatilität. Keile sind wenig beliebt aufgrund der unklaren Signallage: Der Ausbruch kann in beide Richtungen erfolgen. Auch ist ein Keil erst mit seiner Vollendung zu identifizieren. Bevor er ein stumpfes Ende zeigt, könnte es auch ein fallendes Dreieck werden. Das stumpfe Ende wiederum lässt sich eigentlich erst nach dem Ausbruch konstatieren.

Handelsempfehlungen

Trader können vorsichtig über den bullishen Keil einen Kaufstopp setzen. Es wird keine hohe Kapitalisierung empfohlen.

Keilformation: Fazit

Keile zählen zu den anerkannten Chartformationen, liefern aber nur schwache Signale und werden daher ungern gehandelt. Wir betrachten sie eher als Gut-zu-wissen-Information.

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