Linked Forest Chart

Eine seltene Chartdarstellung, die aber maximale Übersichtlichkeit bietet: der Linked Forest Chart.

Ein Linked Forest Chart ist ein “Verbundener Wald Chart”, er sieht einem Wald und auch einem Histogram Chart sehr ähnlich. Die Darstellung erfolgt mit Balken in unterschiedlicher Höhe. Histogram und Linked Forest Charts haben sich parallel entwickelt, es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: Ein Histogram Chart wurde für technisch-statistische Anwendungen entwickelt und stellt Wahrscheinlichkeitshäufungen dar, während die Balken im Linked Forest Chart Preiskurse abbilden.

Diese Darstellung, die für Preischarts ungewöhnlich erscheint, bietet Vorzüge beim visuellen Identifizieren von Kursverläufen inklusive ihrer Preispeaks. Dabei ist zu beachten, dass der Linked Forest Chart eine vereinfachte Darstellung der Kurse ohne farbliche Kennzeichnung (bullishe oder bearishe Kerze) und auch ohne Dochte an vermeintlichen Kerzen liefert. Es handelt sich in Wahrheit keinesfalls um Candle Sticks. Diese einfache Form einer Kursdarstellung soll maximale Übersichtlichkeit gewährleisten.

Aufbau

Betrachter sehen den Linked Forest Chart als Balkendiagramm. Seine Balken (Rechtecke) sind einheitlich breit und unterschiedlich hoch, ihre Farbe ist gleich. Ihre Spitzen markieren den Kursverlauf und können mit einer Chartlinie verbunden werden. Nun fragt der Trader, warum nicht nur eine Chartlinie gezeichnet wird.

Zunächst einmal wirkt der Linked Forest Chart in der Tat sehr übersichtlich, außerdem ist die Darstellung historisch zu verstehen. Sie entstand aus der Zeichnung von statistischen Parametern, die auf ihrer Zeitleiste unterschiedliche Werte aufweisen, ansonsten aber keine Besonderheiten, Wahrscheinlichkeiten oder Unterschiede mitbringen. Sollte etwa eine Wetterstation regelmäßig die Temperatur ablesen, wäre die grafische Darstellung des Ergebnisses ein Linked Forest Chart. Er wirkt einfach übersichtlicher als ein Linienchart.

Aussagen

Die einzige Aussage des Linked Forest Charts ist der Kursverlauf. Die Tendenz in den einzelnen Balken bleibt unberücksichtigt, auch ein Volumen wird nicht dargestellt. Die Balken enden unten einheitlich auf der Nulllinie, sie können damit auch keine Eröffnungs- oder Schlusskurse aufweisen. Der Linked Forest Chart gibt also übersichtlich das Wesentlichste – den Preis eines Wertpapiers – wieder. Trader leiten aus diesem Chart lediglich den Preis ab, sonst nichts. Die Breite und der Abstand der Balken spielen keine Rolle, obwohl die Balken auf der Zeitachse den Zeitverlauf repräsentieren. Breitere Balken müssten allerdings zur Kursglättung, schmalere Balken zur stärkeren Differenzierung führen.

Linked Forest Charts im Einsatz

In den Standardsoftwareprogrammen für das Trading ist der Linked Forest eher selten anzutreffen, doch er ist für eine maximale Übersicht bei bestimmten Assets durchaus zu empfehlen. Wenn Trader Forex und CFDs handeln, beobachten sie Kurse auf mehreren Bildschirmen gleichzeitig. Sie möchten dann das Geschehen im Augenblick eines Wimpernschlags erfassen können. Interessant sind nur der Preis eines Wertpapiers, dessen Peaks sowie der gesamte Chartverlauf. Für diese Informationen ist ein Linked Forest Chart perfekt geeignet.

Candlesticks würden für den schnellen Überblick etwas zu viele Informationen enthalten. Der Trader benötigt in bestimmten Momenten nicht unbedingt die Information, ob der Balken in seinem schmalen Zeitfenster eine bestimmte Tendenz aufweist oder an welcher Stelle der Eröffnungs- und der Schlusskurs lagen. Er will nur das Kursgeschehen blitzschnell erkennen, auch bei Gegenlicht oder auch im Vorbeigehen und ohne den kleinsten Peak zu verpassen. Für das gesonderte Studium des Chartgeschehens bleibt keine Zeit. Wenn dieses allerdings gefordert ist, wäre ein Linked Forest Chart weniger geeignet.

Stärken und Schwächen

Die größte Stärke dieser Darstellung besteht in der Reduktion auf die wesentlichen Informationen. Der Preisverlauf mit seinen Peaks ist sofort zu erkennen. Das erhöht gerade für diejenigen Trader den Komfort, die nicht ohne Weiteres die visuellen Informationen eines komplexen Charts aufnehmen. Dem stehen mehrere Schwächen gegenüber. Zunächst einmal fehlen Informationen, darüber hinaus ist ein Linked Forest Chart ungewohnt und kann zu falschen Assoziationen verleiten.

Womöglich bringen Trader die Balken mit dem Handelsvolumen zusammen, auch ähnelt der Linked Forest Chart sehr dem Histogramm. Solche fehlgeleiteten Assoziation führen zu Fehlschlüssen. Die beste Betrachtungsweise ist die Ansicht eines Linked Forest Charts als Alternation zur einfachen Linie. Damit wird eine Funktion von Filled Area Charts erfüllt, bei denen die Fläche zwischen der Preislinie und den Diagrammachsen farblich gekennzeichnet wird. Das schafft ebenso einen schnellen Überblick.

Linked Forest Chart: Fazit

Es handelt sich hier um eine seltene Darstellung, die beim Trading eher ein Schattendasein führt. In anderen statistischen Anwendungen ist sie häufig anzutreffen, sie zählt sogar zu den Standards in einigen technischen Bereichen. Trader werden entscheiden, ob sie für den Forex- und CFD-Bereich mit dem Linked Forest Chart glücklich werden.

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