Long Days

Wir erklären, warum sich Trader nach einem Long Day vom Chart fernhalten sollten.

Long Days Candlesticks sind Tageskerzen, deren Hoch und Tief über die Preisspanne mindestens eines vorangegangenen Tages hinausreicht. Ein Long Day kann bullish oder bearish ausfallen. Er sagt für sich genommen nur aus, dass sich ein neuer Trend erst entwickeln kann, wenn eines der Extreme des Long Days – Hoch und Tief – überwunden wird. Jedoch können sich in den folgenden Tagen und Wochen innerhalb der Preisspanne des Long Days Minitrends entwickeln.

Identifikation von Long Days

Gültig identifiziert wird dieses Muster nur, wenn ein vorheriger Tag nach oben überschritten, nach unten unterschritten wird. Der Long Day ist damit das Gegenteil eines Inside Bars, der seine Extreme innerhalb der Preisspanne des vorhergehenden Tages hat. Die tatsächliche Länge eines Long Days ist weniger entscheidend: Es gibt Tage mit sehr langen Preisspannen, die aber innerhalb der Preisspanne des Vortages eröffnen und dann den Vortag nach oben oder unten über-/unterschreiten. Damit sind sie Bestandteil eines Trends.

Umgekehrt gibt es vergleichsweise kurze Long Days, nur umschließen sie komplett den Vortag oder sogar mehrere vorherige Tage. Dieses Muster ist entscheidend für die Aussage von Long Days Candlesticks: Der Markt ist momentan unschlüssig, eine entscheidende neue Entwicklung ist erst nach dem Überwinden der Long Day Preisspanne denkbar.

Handlungsempfehlung

Die eindeutige Handlungsempfehlung lautet, das Überwinden des Hochs/Tiefs eines Long Days abzuwarten, um dann im neu entstehenden Trend weiterzuhandeln. Das stellt sich in der Praxis aus mehreren Gründen als schwierig dar:

  • Ein sehr langer Long Day wird nicht so schnell über-/unterwunden. Die nachfolgende Konsolidierung kann sich über Wochen hinziehen.
  • Es wäre möglicherweise schade, die Minitrends nach dem Long Day innerhalb von dessen Preisspanne gar nicht zu handeln.
  • Die Extreme eines Long Days können überwunden werden, doch danach fällt der Kurs noch einmal sehr deutlich in die Preisspanne des Long Days zurück. Es ist möglich, dass dessen Hoch um ein paar Punkte überschritten wird, was eigentlich ein Kaufsignal darstellt. Danach kann der Kurs bis nahezu zum Tief des Long Days zurückschlagen – um schließlich doch einen Aufwärtstrend einzuläuten. Wo soll der Trader in so einem Fall seinen Stop Loss platzieren? Eigentlich unter dem Long Day, was ein sehr weiter Abstand wäre.

Fazit

Kluge Trader halten sich vom Chart nach einem Long Day fern. Sie warten mindestens die nächsten vier bis acht Tage ab, bevor sie im jeweiligen Asset wieder aktiv werden.

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