„Lot“ – Was ist ein Lot bei Forex?

Bei Forex wird in "Lots" gehandelt. Welche Bedeutung hat dieser Begriff in der Welt des Devisenhandels?

Ein Lot ist die Positionsgröße im Devisen- oder Futuresmarkt, es entspricht 100.000 Einheiten der Basiswährung des entsprechenden Währungspaares. Beim Paar EUR/USD wären das 100.000 Euro.

Der Begriff Lot kommt aus früheren Maßeinheiten, in Deutschland war es ein Massemaß (vor dem Gramm) und wurde bis um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert noch in Backrezepten verwendet, auch in der Münztechnik gab man international bis zum 19. Jahrhundert den Edelmetallanteil in Lots an. Mit dem Auslaufen dieses Maßes in der Metallurgie übernahmen die Devisenhändler mit dem aufkommenden Forexhandel in den letzten zwei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts den Begriff.

Das Lot im Verhältnis zum Pip

Im Währungshandel entspricht ein Pip Veränderung grundsätzlich dem 10.000-sten Teil eines Lots, was sich aus der Kennzeichnung des Pips als Veränderung der vierten Nachkommastelle ergibt. Wenn das Währungspaar EUR/USD um einen Pip steigt, hat die Positionsgröße von einem Lot in der Basiswährung Euro genau 10 Euro gewonnen:

  • EUR/USD steigt von 1,3410 auf 1,3411 um einen Pip
  • Lotgröße 100.000 Euro steigt auf einen Wert von 100.010 Euro

Das Lot einer Position der Basiswährung in Long-Richtung entspricht der gegenläufigen Position der Kurswährung in Short-Richtung, aber nicht in der Größe eines Lots, da die Short-Richtung einen anderen Wert (entsprechend des Wechselkursverhältnisses) hat. Im oben genannten Beispiel hält der Trader schließlich gegen die 100.000 Euro 134.100 US-Dollar.

Der Handel mit Micro-Lots

Die Forex-Händler bieten fast durchweg den Handel mit Micro-Lots an, das sind 1.000 Einheiten der Basiswährung. Damit würden mindestens 1.000 Euro oder eine andere Währung in der Größenordnung 1.000 eingesetzt werden. Die Broker stellen so in Rechnung, dass die meisten privaten Trader, um die sie werben, kein Lot von 100.000 Euro einsetzen können.

  • Lot: 100.000 Einheiten der Basiswährung
  • Mini-Lot: 10.000 Einheiten der Basiswährung
  • Micro-Lot: 1.000 Einheiten der Basiswährung
  • Nano-Lot: 100 Einheiten der Basiswährung

Natürlich fragt sich der moderne (junge) Trader überhaupt, was denn diese Größenordnung bedeuten soll, doch der Forex-Handel existiert, um große Währungseinheiten gegeneinander zu handeln, 100.000 Euro sind für die Schwergewichte unter den Konzernen, die ihre Devisengeschäfte absichern müssen, sehr wenig Geld. Auch Mini-Lots werden von Brokern angeboten, das sind zehn Micro-Lots oder ein Zehntellot, es müssten also mindestens 10.000 Euro eingesetzt werden.

Micro-Lots versus CFDs

Wer als privater Trader am Forexhandel teilnehmen möchte, sollte von vornherein auf Knock-outs oder die gebührenfreien CFDs fokussieren. Die Lots entstanden wie oben beschrieben aus der Notwendigkeit, dass große Unternehmen und Banken riesige Währungspakete im Millionenbereich gegeneinander handeln und diese stückeln müssen, doch für die Spekulation sind sie ungeeignet.

Man beachte die geringe Hebelwirkung bei dem sehr hohen Kapitaleinsatz. Das vermindert zwar auch das Risiko, bringt andererseits aber kaum noch Gewinne ein. Mit Microlots lohnt der Handel kaum noch, für Minilots müssten Trader stets fünfstellig kapitalisiert sein. Das sind die wenigsten Privattrader, wenn wir ehrlich sind.

Ein praktikabler Handel mit CFDs, wie ihn im Prinzip alle Forexbroker anbieten, ermöglicht im Durchschnitt eine Wertveränderung des gekauften Derivats um 30 bis 100 Prozent täglich, damit können Sie als Trader etwas anfangen.

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