MACD Indikator

Der MACD Indikator gilt als vielseitig und übersichtlich. Wir stellen die Funktionen vor.

Der MACD Indikator zählt zu den bekanntesten Indikatoren. Das Kürzel steht für “Moving-Average Convergence/Divergence”, also für ein Zusammen- und Auseinanderlaufen von gleitenden Durchschnitten. Es ist ein technischer Indikator für die Trendfolge, den Gerald Appel 1979 erstmals vorgestellt hatte. Der MACD gehört heute zu den Klassikern, alle Börsentools stellen ihn standardmäßig dar. Seine Berechnung nutzt die Differenz zweier EMAs (exponentielle gleitende Durchschnitte). Ein Trigger gehört für die Analyse als Signallinie dazu.

Zwar stellte Appel den Indikator erst 1979 vor, dessen Entwicklung reicht aber zurück bis in die 1960er Jahre. Mit den ersten leistungsfähigen Heim-Computern konnten solche technischen Analysen durchgeführt werden, Gerald Appel nahm sich fortan Zeit für die Entwicklung des MACD, der dann sehr ausgefeilt präsentiert und von der Tradergemeinde weltweit stark begrüßt wurde. Bis heute liefert der MACD bei sinnvollem Einsatz treffsichere Ergebnisse. Sein Name sagt alles über seinen Aufbau und die Funktionen: Die Moving Averages (gleitende Durchschnitte) nähern sich an (Convergence), oder sie entfernen sich (Divergence).

Aussage

Für die Berechnung des MACD kommen zwei exponentiell gewichtete gleitende Durchschnitte zum Einsatz (EMA = Exponential Moving Average). Sie basieren auf zwei unterschiedlich langen Perioden. Die Relation der entstehenden Werte zueinander führen zum MACD. Ein dritter EMA ist der Trigger für die Berechnung. Gerald Appel setzte als Zyklen 12 / 26 / 9 Wochen ein, die er nach seiner Beobachtung der Marktzyklen als passend empfand.

Dadurch entsteht ein Zwei-Linien-Modell, das den MACD und seinen Trigger darstellt. Dieses Modell kennzeichnet einen Trend und zeigt außerdem Divergenzen auf. Sollte der Trigger von unten den MACD schneiden, liegt ein Aufwärtstrend vor, umgekehrt ist es ein Abwärtstrend. Zusätzlich gibt es eine Nulllinie. Sollte das MACD-Signal nicht mit dem tatsächlichen Kursverlauf konform gehen, ist eine Divergenz festzustellen. Sie basiert auf Ausschlägen und steigender Volatilität.

Einsatz

Die drei wesentlichen Funktionen des MACD sind die Trendbestimmung, die Indikation des Momentums und die Bestimmung von Divergenzen. Im praktischen Einsatz lassen sich MACD-Signale für das Eingehen von Kauf- und Verkaufspositionen sowie – durch das ablesbare Momentum – für die Bestimmung der Positionsgröße nutzen. Für das Risikomanagement erweist sich der Indikator als besonders wertvoll: Wenn er auf ein schwaches Momentum oder auf Divergenzen verweist, sollten Verlustbegrenzungsstopps dicht herangezogen werden. In diesem Moment ist ein Trendwechsel zu erwarten.

Die vierte Interpretationsmöglichkeit entsteht aus dem MACD-Histogramm. Es misst den Abstand zwischen dem MACD und seinem Trigger, das zeigt die Stärke der bullish und bearish eingestellten Marktteilnehmer an. Auch die Neigung des MACD-Histogramms lässt Rückschlüsse zu. Sollte es steigen, nimmt die Aktivität der Käufer zu, andernfalls dominieren die Verkäufer.

Stärken und Schwächen

Die größte Stärke des Indikators ist seine Vielseitigkeit bei gleichzeitig großer Übersichtlichkeit. Dem steht als Schwäche gegenüber, dass der MACD ein Trendfolger und damit ein nachlaufender Indikator ist. Unerwartete Marktsignale wie Breakouts kann er nicht antizipieren.

Fazit zum MACD

Positionstrader sollten den MACD im Aktien- und Rohstoffmarkt entsprechend seiner ursprünglichen Konzeption anwenden. Es ist hier ein zuverlässiger Trend- und Momentumindikator, der natürlich auch einmal Fehlsignale produziert, jedoch nicht oft. Bei vernünftigem Stopplossmanagement halten sich die Verluste hierdurch auch absolut in Grenzen.

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