Money Flow Index (MFI)

Die logische Verbindung von Preis und Volumen zählt zu den großen Stärken des Money Flow Index.

Mit dem Money Flow Index wird der RSI (Relative Strength Index) um eine Volumengewichtung ergänzt. Das Handelsvolumen der zu- und abfließenden Liquidität misst der MFI gleichermaßen. Er stellt auf diese Weise preis- und mengenbedingt Signale für den Kauf oder Verkauf bereit. Die Entwicklung stammt von Avrum Soudack und seinem Tradingkollegen Gene Quong. Sie schufen den Money Flow Index nach 1990, als der RSI von allen Tradern schon in ihr Standardrepertoire übernommen worden war.

Der Ausgangspunkt des MFI ist der Basispreis der betrachteten Periode. Wenn zu steigenden Kursen eine ansteigende Liquidität hinzukommt, reagiert der Money Flow Index mit positiven Werten. Bei herausfließendem Kapital und gleichzeitig fallenden Kursen wird er negativ. Der MFI ist ein Momentum-Oszillator. Er ist an mehrere Relationen gekoppelt: zwischen den positiven und negativen Geldflüssen ebenso wie zwischen Kursentwicklung und Liquiditätsfluss. Der moderne Indikator kann daher frühzeitig auf entstehende Preisextreme hinweisen.

Es sind unterschiedliche Perioden möglich, eine typische Anwendung wären 14 Tage im Aktienmarkt. Die Expert Advisors etwa im MetaTrader sind standardmäßig auf diese 14-Tage-Phase beim Money Flow Index eingestellt. Zur Betrachtung gehören ein gleitender Durchschnitt und der ungeglättete Geldfluss, die Moneyflow-Ratio ist der Quotient aus Plus-/Minus-Moneyflow. Die entsprechende Formel lautet: 100 – (100 : [1 + Money-Flow Ratio]) und wird durch moderne Tools eingesetzt.

Grundsätzliche Aussagen

Der ansteigende Money Flow Index verweist auf viel hineinfließende Liquidität, wobei der Kurs des Wertpapiers steigt. Schon immer stellten Händler eine Verbindung der Kursentwicklung mit den Volumina her, der Money Flow Index trifft die gewünschten Aussagen nun automatisch. Es gibt zwar eine gesonderte Volumendarstellung in vielen Preischarts, das erscheint jedoch eher unübersichtlich. Mit dem Money Flow Index erhalten Trader entsprechende Signale für den Kauf oder Verkauf. Der Indikator kann durchaus antizipieren, wen sich Volumenfluss und RSI potenzieren und damit auf einen erhöhten Kaufdruck verweisen.

Einsatz des MFI

Der MFI oszilliert um die Mittellinie. Er ist ein Signaltrigger und weist oben und unten Extremwerte auf. Kauf- und Verkaufssignale entstehen bei der Kreuzung der Mittellinie, wie üblich zeigt die Kreuzung von unten den Kauf, von oben den Verkauf an. Die Oszillation in den Extrembereichen über 70 und unter 30 generiert Zusatzsignale. Wenn der Indikator vom neutralen in den Extrembereich gelangt, gilt das als sehr starkes Signal. Trader können sich nun auf das Eingehen von Kauf- oder Verkaufspositionen vorbereiten. Darüber hinaus zeigt der Money Flow Index auch Divergenzen mit einem hohen Vorlauf auf. Sollte er in die Extrembereiche oszillieren und sich dabei der Preischart nicht verändern, droht in Kürze ein False Break. Trader sind gewarnt und gehen gerade keine Positionen ein.

Fazit

Die logische Verbindung von Preis und Volumen ist eine sehr große Stärke des Money Flow Index. Dass er zusätzlich mit Divergenzen schon sehr zeitig vor möglichen False Breaks warnt, gilt als weiterer sehr großer Vorzug. Gerade die echte Antizipation ist von Indikatoren nur sehr selten zu erwarten, doch besonders Volumenindikatoren bringen gelegentlich diese Fähigkeit mit. Es fließt manchmal Kapital in den Markt, ohne dass sich auf dem Preischart etwas tut. Dieser wird alsbald reagieren, doch der Trader gewinnt durch einen Oszillator wie den Money Flow Index einen wertvollen Vorsprung.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

24option Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 100 €
Wertung:
XM.com Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 5 €
Wertung:
Plus500 Erfahrungen
Bonus:keiner
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 0 €
Wertung: