Negative Volume Index

Das Pendant zum Positive Volume Index: der Negative Volume Index und seine Funktion.

Der NVI (Negative Volume Index) misst das Handelsvolumen, er ist das Pendant zum Positive Volume Index. Verglichen werden jeweils die Volumina an aufeinanderfolgenden Handelstagen. Im Gegensatz zum Positive Volume Index, der bei ansteigendem Volumen positive Werte zeigt, werden diese beim Negative Volume Index bei abfallendem Volumen erreicht. Man fragt sich nach dem Sinn, doch antizyklisch orientierte Trader identifizieren damit Einstiegsgelegenheiten.

Dieser Indikator ist sehr alt, man vermutet als Entwickler Paul Dysart, einen Trader der 1930er Jahre. Nach 2000 interpretierte Norman Fosback den NVI neu und veränderte etwas die Berechnungsgrundlage, ohne das ursprüngliche Konzept grundsätzlich aufzugeben. Allerdings ist der NVI nicht sehr populär, andere Volumenindikatoren wie der A/D konnten sich viel besser durchsetzen.

Grundsätzliche Aussagen

Aktienhändler können für einen antizyklischen Einstieg natürlich den NVI nutzen. Im stabilen Trend kann das erfolgreich sein. Die Signale liefert der NVI durch das Kreuzen eines gleitenden Durchschnitts von unten oder oben, was Kauf oder Verkauf bedeutet. Auch Divergenzen zeigt der Indikator auf. Diese warnen vor der Interpretation, ein Volumenrückgang sei auf einen gesunden Preisrücksetzer zurückzuführen.

Beide Indizes – Positive und Negative Volume Index – werden nur berechnet, wenn es am entsprechenden Tag wirklich Volumenveränderungen gab. Sollte der NVI eine Differenz zwischen den Volumina des heutigen und eines früheren Handelstages anzeigen, die zugunsten des Vortages ausfällt, dann ist der Index positiv und motiviert Händler, eine Kaufposition einzugehen. Dabei kann der Kurs gesunken sein, er muss es aber nicht. Die antizyklische Orientierung erfolgt am Volumen, nicht am Preis. Die Theorie dazu besagt, dass Anleger aus dem Asset zunächst Kapital abziehen. Dieses wird dadurch in Kürze billiger sein und damit eine günstige Einstiegsgelegenheit bieten.

Einsatz des NVI

Für den antizyklischen Einstieg von Aktienhändlern ist der NVI durchaus geeignet. Er wird aber eher selten eingesetzt, weil seine Konzeption ausdrücklich auf dem Handeln von Aktienpositionen auf recht lange Sicht beruht. Moderne Indikatoren ziehen weitere Einflüsse zur Berechnung heran, schließlich hat sich der Handel in den letzten nunmehr fast hundert Jahren deutlich verändert. Aus unserer Sicht wäre der Negative Volume Index daher eher eine Gut-zu-wissen-Information.

Stärken und Schwächen

Die grundsätzliche Stärke besteht in der Betrachtungsweise, die eigentlich stimmt. Es wird Kapital aus einem Asset abgezogen, alsbald beginnt es im Preis zu fallen. Doch viele Trader kennen diesen Indikator gar nicht. Seine brauchbare Aussage lautet: Es gibt in jedem stabilen Trend Preisrücksetzer, welche an sinkendem Volumen zeitig erkennbar werden. Sie besagen, dass Anleger die Kaufaktivitäten vorläufig eingestellt haben. Es gibt aber eine entscheidende Schwäche des NVI: Grundsätzlich können Preise grenzenlos tief fallen. Der Handelsansatz beim Negative Volume Index lautet aber, dass ein “gesunder” Preisrücksetzer für den Einstieg genutzt wird.

Fazit

Auch wenn der NVI wenig populär ist, können ihn sich Trader zu Schulungszwecken einmal anschauen. Einige Softwareprogramme enthalten ihn, sodass seine Wirksamkeit auch mit virtuellem Trading ausprobiert werden könnte.

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