New Home Sales Indikator

Seit der Wirtschaftskrise 2007 wird dem New Home Sales Indikator wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zu Recht?

New Home Sales ist ein Index für alle Aktivitäten im Eigenheimbau. Er gilt in den USA als äußerst wichtiger Wirtschaftsindikator und zeigt die Wirtschaftsbelebung oder -abkühlung an. Das Census Bureau erhebt ihn und veröffentlicht ihn monatlich

Bis 2007 fand der Index an den Börsen sehr große Beachtung. Mit der amerikanischen Subprime-Krise wurden die New Home Sales gründlich diskreditiert. Gegenwärtig wird der Index zwar wie immer veröffentlicht, jedoch wenig diskutiert.

Bis Mitte 2007 hingegen gehörten die Nachrichten über die US-amerikanischen Eigenheimneubauten zum monatlichen Standardrepertoire aller Finanzseiten. Durch die Subprime-Krise wurde bekannt, dass neue Häuser auch mit faulem Geld gebaut werden können. Daher können Börsianer diese Aktivitäten kaum noch einordnen. Das wird dem New Home Sales Index aber nicht gerecht. Eine solche Krise dürfte sich kaum wiederholen.

Daten aus dem New Home Sales Indes

Der Index bildet den Verkauf neuer Eigenheime und weiterer Immobilien ab.

Hierzu erhebt das Census Bureau die Daten von 15.000 Objekten. Der gewerbliche Baubereich ist ansatzweise mit vertreten. Die Bauaktivität und der Verkauf der Häuser werden landesweit erfasst, zu diesem Zweck führt das Census Bureau in allen Regionen Stichproben durch. Die Datenerhebung gilt als sehr sorgfältig, die Befragten beantworten die Fragen telefonisch oder sogar persönlich. Für viele andere Erhebungen wie Verbraucherpreisindizes verschicken die Forschungsinstitute nur Fragebögen. Auch etwa 890 kommunale Einrichtungen bezieht das Census Bureau mit ein, die Baugenehmigungen erteilten.

Zur Erhebung gehören die Umsatzzahlen verkaufter, zum Verkauf stehender sowie neu gebauter Eigenheime im Privatbesitz, des Weiteren deren Preise und Zeitspannen von einer Ausschreibung bis zur endgültigen Kaufabwicklung. Es erfolgt eine geografische Aufteilung auf den Westen, den mittleren Westen, den Süden und den Nordosten der USA. Die neu gebauten Häuser machen dabei rund 15 Prozent des Gesamtmarktes der USA aus, 85 Prozent der Erhebung betreffen den Verkauf bestehender Häuser.

Einige der Zeitreihen bestehen schon seit 1963, allerdings sind nicht alle Daten saisonbereinigt. Das betrifft nur die Umsatzzahlen der verkauften Eigenheime, die der Saisonbereinigung und Annualisierung unterliegen (=SAAR). Zu beachten ist für die Interessenten, dass monatliche Veränderungen nur eine geringe Aussagekraft haben, weil beim Eigenheimbau und auch sonst im Baugewerbe allein durch das Wetter eine große Volatilität vorherrscht.

Ab 2001 veränderte das Census Bureau seine Methodik, unter anderem stellte es neue Gruppen zusammen. Hinzu kam eine Revision von 3,3 % rückwirkend bis 1999. Veröffentlicht wird der New Home Sales Index zum Monatsende für den Vormonat (16.00 h MEZ). Da es sich um die Daten des Vormonats handelt, ergibt sich eine Zeitverzögerung von fünf Wochen, zu welcher ein hoher Revisionsfaktor kommt.

Die Revision durch das Census Bureau findet monatlich statt. Sie gilt als bedeutsam, weil Eigenheimkäufer und -verkäufe Auswirkungen auf die Konsumenten- und die Bauausgaben, auf die Beschäftigung in der Baubranche und auf den Umsatz von peripheren Dienstleistungsunternehmen haben. Seit 2008 löst jedoch die Veröffentlichung des New Home Sales Index’ nur noch verhaltene Reaktionen an den Märkten aus. Die Gründe wurden oben beschrieben. Das könnte sich wieder ändern. Man empfiehlt Investoren und Tradern schon seit 2014, ihr Augenmerk wieder auf den New-Home Sales Index zu richten.

Stärken

  • zeitgerechte Veröffentlichung der Daten
  • gute Kongruenz zu Erhebungen der NAR (Verkauf bestehender Häuser, Ermittlung durch die National Association-of REALTORS)

Schwächen

  • Trendverzerrung durch die Saison im Baugeschehen
  • Diskreditierung durch die 2007er Subprime-Krise: Wie die Krise entstand, ist hinlänglich bekannt: Banken vergaben infolge einer anhaltenden Immobilienblase Subprime-Kredite, also Kredite für die Finanzierung eines Eigenheims (das immer mehr im Preis steigen sollte) an Menschen mit ungenügender Bonität. Diese Kredite platzten so umfangreich, dass eine verheerende Finanzkrise in den Jahren 2007/2008 folgte. Die wirklichen Zusammenhänge werden allmählich wieder vergessen, wirken aber immer noch negativ auf den New Homes Sales Index ein.

Wichtige Fakten:

  • Verkaufsumfang als Indikator für die Immobiliennachfrage
  • Wertsteigerung von Immobilien
  • eventueller Preisdruck

Fazit zum New Home Sales Index

Trader – neue wie alteingesessene – sollten sich wieder um diesen Index kümmern. Der Hausverkauf war schon immer ein enorm wichtiger Indikator für die Wirtschaftsleistung eines Landes, weil die Bauwirtschaft eine zentrale Position einnimmt und der Kauf von Eigenheimen natürlich viel über das Verbrauchervertrauen aussagt.

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